Gehorcht Sonoro dem Drehbuch für angehende Goldproduzenten?

Nachricht vom 20.07.2021 20.07.2021 (www.4investors.de) - Wenn alles nach dem Drehbuch für angehende Goldproduzenten läuft, könnte der Aktie des fortgeschrittenen Explorationsunternehmen Sonoro Gold Corp. (TSXV: SGO; FRA: 23SP) in nächster Zukunft eine dramatische Neubewertung bevorstehen. Schon heute handelt die Aktie in einem Aufwärtstrend, der kurz nach Abschluss der jüngsten Finanzierung Ende April 2021 eingesetzt hat. Seinerzeit sicherte sich Sonoro 3,11 Mio. CAD frisches Kapital bei 0,19 CAD . Gestern notierte die Aktie bei 0,34 CAD knapp unter ihrem Allzeithoch von 0,38 CAD, das sie vor wenigen Tagen meldete.

Der Grund für die gestiegene Aufmerksamkeit: Sonoro wird voraussichtlich in wenigen Wochen eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsrechnung für seine geplante Cerro Caliche Goldmine in Form einer 43-101 PEA bekannt geben. Sobald diese Daten bekannt sind, wirkt das in der Regel wie ein Katalysator für eine Reihe von wichtigen Dingen, angefangen bei der Finanzierung der Mine, den Genehmigungen, der Beauftragung von Auftragnehmern und schließlich dem Bau der Mine. Die Bauzeit bis zur tatsächlichen Goldproduktion wird auf 6 Monate geschätzt.

Die Marktkapitalisierung von Sonoro Gold liegt bei 34 Mio. CAD und ist damit deutlich geringer als der von Analysten erwartete Cashflow aus dem Minenbetrieb von Cerro Caliche.


Einen guten Vergleich liefert Minera Alamos (TSXV: MAI). Sowohl die Projekte von Sonoro als auch von Minera Alamos liegen im Bundesstaat Sonora. Beide entwickeln Bergbaubetriebe, die darauf ausgelegt sind, Gold aus oberflächennahen Lagerstätten mit Oxidgoldmineralisierung zu gewinnen. Diese Art des Bergbaus ist nicht neu und es gibt Dutzende von Minen in der Region, die große Gewinne mit der Gewinnung von Gold aus den zahlreichen flachen Oxidgoldvorkommen der Region machen. Eine der erfolgreichsten ist die Mulatos Mine, deren Erschließung vom Bergbauingenieur Jorge Diaz, dem VP of Operations von Sonoro, überwacht wurde.

Minera Alamos hat gerade mit dem Abbau und der Haufenlaugung von Golderz auf seinem Santana-Projekt begonnen und ist direkt in die Entwicklung gegangen, anstatt den langen und teuren Prozess zu durchlaufen, der für eine Machbarkeitsstudie erforderlich ist. Der Kursanstieg der Minera Alamos-Aktie begann im Jahr 2019 (siehe Abbildung 1), als das Unternehmen von den mexikanischen Behörden wichtige Genehmigungen erhielt, die für den Bau einer Mine in kommerziellem Maßstab und einer Gold-Haufenlaugungs-Verarbeitungsanlage erforderlich sind. Vor allem im darauffolgenden Jahr legte die Aktie um rund 700 % zu.

Sonoro will im Schnellverfahren zum Goldproduzenten werden

Es lässt sich schon heute ein grobes Bild der künftigen Produktion gewinnen, wenn man von einem durchschnittlichen Goldgehalt von 0,6 Gramm pro Tonne ausgeht und die vom Untenrehmen angestrebten Produktionsrate von 15.000 Tonnen pro Tag unterstellt. Rechnerisch würden dann 290 Unzen Gold pro Tag an das Laugungspad geliefert. Sonoros jüngste metallurgische Ergebnisse zeigten eine Gewinnungsrate von 80 %, was, falls realisiert, rund 230 Unzen Gold pro Tag ergäbe. Basierend auf 340 Betriebstagen pro Jahr sollte die Goldproduktion 78.880 Unzen pro Jahr betragen, mit Plänen für eine weitere Expansion in den folgenden Jahren.

Einige Minen verdienen Geld mit Gehalten, die deutlich unter denen von Sonoros Cerro Caliche liegen. Argonaut Gold zum Beispiel meldete gerade Rekordgewinne, einschließlich der Einnahmen aus dem Abbau in seinem Haufenlaugungsbetrieb Castillo Complex, wo der Durchschnittsgehalt nur 0,31 Gramm Gold pro Tonne beträgt, etwa die Hälfte des Durchschnittswerts von 0,60 Gramm Gold pro Tonne, den Sonoro voraussichtlich abbauen wird.

Die Kosten von Sonoro sollten mit denen der anderen Haufenlaugungsminen in der Gegend vergleichbar sein, die AISC-Kosten von 900 bis 1.200 US-Dollar pro Unze Gold melden. Diese Annahme klingt deshalb plausibel, weil die Führungskräfte des Unternehmens für die Entwicklung mehrerer dieser Minen verantwortlich waren. Um sicher zu gehen, kann man Kosten von 1.100 US-Dollar pro Unze und einen Goldpreis von 1.800 US-Dollar pro Unze Gold zugrundelegen, um eine konservativere Cashflow-Schätzung zu berechnen. Ausgehend von einer jährlichen Produktion von 78.800 Unzen Gold und einer Nettomarge von 700 US-Dollar pro Unze würde der jährliche Cashflow 55 Mio. US-Dollar oder (voll verwässert) 0,32 US-Dollar pro Aktie bzw. 0,39 CAD pro Aktie betragen, was deutlich über dem aktuellen Handelskurs von 0,34 CAD pro Aktie liegt. Die Kosten für den Bau der Mine sollen voraussichtlich weniger als 20 Mio. USD betragen. Die Investitionen könnten im Erfolgsfall innerhalb von 9 Monaten zurückgeführt werden, was eine bemerkenswert schnelle Amortisationszeit wäre. Normalerweise werden die Amortisationszeiten in Jahren und nicht in Monaten gemessen.

Sonoro erwartet, dass im August ein kleines Fremdfinanzierungspaket abgeschlossen wird. Der Bau der Mine soll im September dieses Jahres beginnen, während die Goldproduktion voraussichtlich im ersten Quartal 2022 anlaufen soll.

Was bedeutet das nun für den zukünftigen Aktienkurs von Sonoro? Um auf den potenziellen Cashflow von 0,39 CAD pro Aktie zurückzukommen: Small-Cap-Goldproduzenten werden in der Regel mit dem 4-fachen ihres Cashflows gehandelt, was in diesem Fall einem Kursziel von 1,50 CAD pro Aktie entspräche. Bisher wurden nur etwa 25% der Goldmineralisierung von Cerro Caliche erbohrt. Das ausgedehnte Landpaket von Cerro Caliche umfasst 8 ehemalige hochgradige historische Goldminen aus der Jahrhundertwende, die von 18 Zonen mit flacher Oxid-Goldmineralisierung umgeben sind. Sie bedecken ein Gebiet von insgesamt etwa 5 Quadratmeilen. Das lässt eine Menge Potenzial für zukünftiges Wachstum.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn Sonoro es schafft, seine Mine im Schnellverfahren zu finanzieren und in Produktion zu bringen, könnte der jährliche Cashflow größer sein als die aktuelle Marktkapitalisierung des Unternehmens. Der erste wichtige Katalysator für den Aktienkurs ist die PEA, die nur noch wenige Wochen entfernt ist. Die richtigen Aktionäre hat Sonoro offenbar, denn unter den Investoren befinden sich auch einiger der Geldgeber von K92 Mining (TSX: KTO). K92 ist seit dem Beginn des Testbergbaus 2017 von 0,42 CAD auf inzwischen 8,94 CAD gestiegen. An Risikokapital dürfte es diesen Aktionären also nicht mangeln.

Dennoch bleibt Sonoro eine riskante Spekulation. Dessen sollten sich Anleger immer bewusst sein. Wir bleiben an dem Unternehmen dran.



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