Commerzbank: Deutsches BIP-Wachstum letztes Jahr überdurchschnittlich hoch


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Nachricht vom 15.01.2016 15.01.2016 (www.4investors.de) - Das reale BIP stieg nach Angaben des statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr um 1,7% (2014: +1,6%, 2013: +0,3%). Das Wachstum lag damit über dem 10-Jahresdurchschnitt von 1,3%. Treiber waren der Private Konsum (+1,9%) und die Ausrüstungsinvestitionen (+3,6%). Der Außenbeitrag blieb mit +0,2% gering; zwar erhöhten sich die Exporte deutlich (+5,4%), allerdings legten auch die Einfuhren in ähnlichem Maße zu. Wir rechnen für dieses Jahr mit einem geringeren BIP-Wachstum. Grund dafür ist die nachlassende Nachfrage vor allem aus den Schwellenländern. Zudem läuft die positive Wirkung der Euro-Abwertung aus.

Zinsen und Anleihen


USA: Empire State Index (Jan.), 14:30 Uhr
USA: Einzelhandelsumsätze (Dez.), 14:30 Uhr
USA: Industrieproduktion (Dez.), 15:15 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen, Uni Michigan (Jan.), 16:00 Uhr

Der gestrige Handelstag bescherte den Anleihen zunächst Kursgewinne. Insbesondere Bundesanleihen vollzogen eine Gegenbewegung zu den schwachen Aktienmärkten. Zwischenzeitlich erreichte der Bund Future ein neues Jahreshoch bei 160,33. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen sank auf 0,54%, stieg im Nachmittagshandel aber wieder auf das Vortagsniveau an. Die Veröffentlichung des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) für 2015 hätte eigentlich Druck auf die Rentenpreise ausüben müssen: Denn das BIP-Wachstum kann sich mit 1,7% im Jahresvergleich durchaus sehen lassen, erfüllt die Erwartungen und nimmt schon das dritte Jahr in Folge zu (siehe auch „Im Blickpunkt“). Stützend auf die Rentenmärkte wirkte sich Neues von den Zentralbanken der Eurozone und Englands aus: Das von der Europäischen Zentralbank veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung zeigte, dass einige Ratsmitglieder den Spielraum der quantitativen Lockerung noch nicht als ausgeschöpft ansehen. Die Bank von England hat ihren Leitzins unverändert bei 0,5% belassen – seit März 2009 wurde der Zinssatz nicht mehr verändert. Damit setzt die britische Notenbank ihre lockere Geldpolitik fort, um das Inflationsziel von 2% zu erreichen. Angesichts der niedrigen Öl- und Rohstoffpreise dürfte dieses Ziel in nächster Zeit kaum erreichbar sein. Eine Zinserhöhung bleibt daher zunächst unwahrscheinlich. Der Ölpreis erholte sich etwas und notierte in den 3-Monats-Futures wieder über der 30 USD Marke. In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker gestiegen als erwartet. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt legte nur leicht um 3.000 auf 278.750 Anträge zu.

Aktien


Citigroup, Q4-Zahlen
Hennes&Mauritz, Umsatzzahlen Dezember 2015
Wells Fargo, Q4-Zahlen

Das bisherige Börsengeschehen des Jahres steht unter dem Motto: „Neues Jahr – Alte Probleme“. Als wären die Währungs- und Aktienmarktturbulenzen in China, in Verbindung mit fallenden Rohstoffpreisen und globalen Konjunktursorgen nicht Belastung genug, kam gestern ein weiterer alter Bekannter der Sorgenhitliste hinzu: Der Abgasskandal. Diesmal stand allerdings nicht VW im Fokus sondern die französische Konkurrenz Renault (-10,3%). Nach Berichten über eine Razzia bei dem Unternehmen und dem Verdacht auf Manipulationen bei Abgaswerten fiel die Aktie zunächst wie ein Stein um fast 23%, um sich dann wieder von den Tiefs zu erholen. Gleichwohl belastete dies auch andere Titel des Sektors (-4,0%) und damit natürlich auch den Gesamtmarkt. Ansonsten zeigte sich der europäische Aktienmarkt in unveränderter Verfassung. Erholungsphasen halten nicht lange an und mit Einstieg der US-Investoren ins Marktgeschehen am Nachmittag kommt immer wieder Druck auf die Kurse. Da sich die Wall Street dann aber doch deutlich ins Plus bewegte, schlossen die Indizes deutlich über den Tagestiefs. Die gestrige Intraday-Erholung lässt dabei auf einen freundlichen Wochenschlusstag hoffen, wenngleich eine technische Bodenbildung noch nicht zu erkennen ist. Solange sich zudem keine Datenwende nach oben bei den Konjunkturdaten (ins-besondere USA und China) abzeichnet, wird es volatil bleiben. Am US-Markt erholten sich die Kurse bei hohen Umsätzen nach schwächerem Start und konnten die Gewinne auch halten. Dies trotz schwächerer Makrodaten. Der Energiesektor (+4,5%) scheint langsam einen Boden zu finden und führte die Gewinner an. In Asien geht es dagegen heute Morgen nach einem guten Start überwiegend abwärts. Die Sorgen über die Lage in China belasten erneut.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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