Erneuerbare Energien weiter im Fokus - Commerzbank Kolumne

Bild und Copyright: jaroslava V / shutterstock.com.

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Nachricht vom 04.10.2018 04.10.2018 (www.4investors.de) - Wie geht es weiter mit den erneuerbaren Energien? Experten gehen davon aus, dass die Bedeutung dieser Energieform langfristig nicht nur weiter zunimmt, sondern im Verhältnis zu den anderen Primärenergieträgern sogar deutlich schneller wächst. Trotz dieser herausragenden Perspektiven auch für die Windenergie verharren die Aktienkurse aber aktuell bestenfalls im Seitwärtstrend. Das dürfte an einer temporären Übergangsphase der Industrie liegen. Die Subventionierungen werden aktuell umgestellt bzw. sogar gestrichen. Windenergie ist aber bereits heute an guten Standorten konkurrenzfähig. Im Rahmen der technischen Weiterentwicklung wird diese Entwicklung an Fahrt aufnehmen. Das sollte sich dann auch wieder positiv auf die Aktienkurse auswirken.

Anleihen


USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 14:30 Uhr
USA: Auftragseingänge Industrie (August), 16:00 Uhr

Die Diskussion um den künftigen Haushaltsplan in Italien hat sich etwas beruhigt. Die Risikoaufschläge zehnjähriger italienischer Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen, die Dienstagfrüh noch auf ein neues Jahreshoch von 302 Basispunkten gestiegen waren, sind inzwischen auf unter 280 Basispunkte zurückgegangen. Bundesanleihen verloren dagegen am Mittwoch – der Rentenhandel blieb am Feiertag geöffnet. Die hohe Volatilität bei italienischen Anleihen dürfte uns aber noch einige Zeit begleiten. Ein Damoklesschwert hängt zudem über den italienischen Staatsanleihen durch die Ratingagenturen Moody’s und S+P. Beide wollen Ende Oktober das Emittentenrating überprüfen. Es droht zumindest bei Moody‘s eine Herabstufung, die Investmentgradebewertung sollte aber aus heutiger Sicht gerade noch gehalten werden. „Leidtragender“ in diesem Spiel ist der Euro: Er verlor innerhalb von zehn Tagen gegenüber dem US-Dollar deutlich an Wert und ging von 1,18 auf 1,15 US-Dollar je Euro zurück. Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im September von hohem Niveau aus nochmals deutlich weiter verbessert. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) legte um 3,1 Punkte auf 61,6 Zähler zu (erwartet waren 58 Punkte). Dagegen hatte sich am Montag der Index für die Industrie eingetrübt. Die starken ISM-Daten und vor allem die Aussage des Fed-Chefs Powell, die US-Notenbank könnte die Zinsen angesichts der "bemerkenswert positiven" Entwicklung der heimischen Wirtschaft schneller anheben, führten am Mittwochnachmittag zu einem deutlichen Zinsanstieg. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries kletterte von 3,07% auf 3,21%, diejenige zehnjähriger Bundesanleihen von 0,45% auf 0,54% in der Eröffnung Donnerstagfrüh.

Aktien


Costco Wholesale, Ergebnis Q4

Die europäischen Aktienbörsen vollziehen in dieser Handelswoche weiterhin einen Zickzack-Kurs. Hatte zum Wochenauftakt noch die Einigung auf ein neues nordamerikanisches Freihandelsabkommen beflügelt, so waren es am Dienstag die Querelen um die italienischen Staatsschulden, die die Märkte des Euroraums wieder auf Talfahrt schickten. Während die deutsche Börse wegen des Tags der Deutschen Einheit zur Wochenmitte geschlossen hatte, sorgte nun ein leichtes Einlenken aus Rom dafür, dass die übrigen Euro-Börsen wieder zulegen konnten. Bei den Branchen des EU-ROSTOXX 50 gab es vornehmlich Gewinne, lediglich IT, Gesundheit und Automobile stagnierten. Unter der Führung des stärksten Einzeltitels AB InBev (+3,3%) konnte sich vor allem der Nahrungsmittel-Sektor (+1,4%) positiv in Szene setzen. In London belastete der deutliche Kursverlust der Titel der Supermarktkette Tesco (-8,6%), die unter negativ aufgenommenen Halbjahreszahlen zu leiden hatten. Während so die europäischen Aktienbörsen noch keine einheitliche Richtung finden, setzt sich an der Wall Street die Rekordjagd, wenn auch mit gebremsten Schaum, weiter fort. Vor allem der Dow Jones Industrial profitierte von starken Konjunkturdaten und stand so zwischenzeitlich kurz vor der neuen Höchstmarke von 27.000 Punkten. Gegen Handelsschluss verließ ihn allerdings der anfängliche Schwung. Die größten Gewinner im Auswahlindex waren wie am Vortag die Aktien von Caterpillar (+2,2%) und Boeing (+1,5%). Im marktbreiten S&P 500 wiesen Finanzen und Energie (jeweils +0,8%) die beste Entwicklung auf, während insbesondere defensive Branchen wie Versorger (-1,2%), Basiskonsum (-1,1%) und Real Estate (-1,0%) spürbare Verluste zu verbuchen hatten. An den asiatischen Märkten tendiert erneut Hongkong deutlich schwächer, während die chinesischen Börsen weiter feiertagsbedingt mit dem Handel aussetzen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



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Aktie: DAX - Aktienindex
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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