DAX: Wird Draghi wieder zum Market Maker? - Donner + Reuschel Kolumne

Bild und Copyright: Ewais / shutterstock.com.

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Nachricht vom 13.09.2018 13.09.2018 (www.4investors.de) - Heute wird der nächste Schritt zur Normalisierung der Geldpolitik erwartet. Volkswirte erwarten, dass das Volumen der umstrittenen Anleihenankaufspolitik von Oktober an auf 15 Milliarden Euro pro Monat halbiert wird. Das Ende peilt die EZB zum Jahresende 2018 an. Die Phase ultraniedriger Zinsen soll aber laut EZB „mindestens über den Sommer 2019“ andauern. Der DAX wird daher auch heute wieder um die 12.000 Punkte tendieren. Mittlerweile kommt nach den 11.800 den 12.125 Zählern eine gewichtige Bedeutung zu. Durch die Verschiebung der unteren Linie des 2009´er Aufwärtstrends ist nun erst ab hier wieder eine Entspannung bzw. Entwarnung zu sehen. Es bleibt daher spannend. Neben der EZB-Sitzung werden heute mit Sicherheit auch die US-Verbraucherpreise Beachtung finden. Diese sind ein Indikator für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Laut Prognosen ist aber heute mit stabilen Zahlen zu rechnen. Charttechnisch zeigt sich der DAX weiter fragil. Es konnten zwar wiederholt die 11.800 und somit eine Abwärtsdynamik vermieden werden. Aber nun gilt es den nächsten Widerstand bei 12.125 zu erklimmen. Hier verläuft die Trendlinie des 2009´er Aufwärtmodus. Markttechnisch zeigen sich die Kurzfristindikatoren positiv. Vor allem die Slow-Stochastik ist deutlich überverkauft. Somit könnten hier Kauftendenzen abgeleitet werden. MACD sowie Momentum bleiben allerdings angeschlagen. Es steht und fällt heute – mal wieder – mit EZB-Präsident Draghi. Die Tagestendenz könnte sich zwischen 12.125 und 11.889 bewegen. Entwarnung allerdings erst oberhalb (!) der 12.125. Nach untern stützt weiterhin das Untere Bollinger-Band.

- Nächste charttechnische Widerstände: 12.000 (psychologisch), 12.125, 12.450, 12.737
- Nächste wichtige charttechnische Unterstützungen: 11.889, 11.800, 11.727
- Oberes Bollinger-Band: 12.682, Mittleres Bollinger-Band: 12.265 und Unteres Bollinger-Band: 11.848
- 90-Tage-Linie: 12.587 und 200-Tage–Linie: 12.648 sowie: 21-Tage-Linie: 12.260
- Indikatoren: MACD: neutral | RSI: überverkauft I Slow-Stochastik: überverkauft I Momentum: fallend
- In Summe: kurzfristig überverkauft, schwaches Momentum & schwacher MACD
- Volatilität (VDAX-NEW): 16,37
- Die heutige Eröffnung um 09:00 Uhr wird um die psychologisch wichtige 12.000´er Marke erwartet.
- (Trailing-) Stop-Loss: 11.889, 11.800, 11.727 (je nach individueller Risikoaffinität)

Primärtrend: Aufwärtsmodus durchbrochen
Sekundärtrend: Damoklesschwert Handelskrieg
Tertiärtrend (heute): EZB – Sitzung und Test der 12.000


Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Donner & Reuschel. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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