Chinas Devisenreserven trotz Yuan-Abwertung nicht gesunken - Commerzbank Kolumne | 4investors

Chinas Devisenreserven trotz Yuan-Abwertung nicht gesunken - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 09.08.2018 09.08.2018 (www.4investors.de) - Im Juli stiegen die chinesischen Devisenreserven um 6 Mrd. US-Dollar. Aufgrund der starken Abwertung des Renminbi ggü. dem US-Dollar (rund 8% seit April) haben viele Marktteilnehmer befürchtet, dass dies einen Abbau der Devisenreserven zur Folge haben könnte, ähnlich wie von Mitte 2014 bis Anfang 2017. In diesem Zeitraum wurden die Devisenreserven um rund 1 Bio. US-Dollar abgebaut. Wichtig ist das, weil die Chinesen ihre Devisenreserven zum Großteil in US-Treasuries halten. Ein massiver Verkauf der Reserven könnte die US-Staatstitel belasten und die Renditen nach oben treiben. Auch damals kam es zeitweise zu Turbulenzen an den Kapitalmärkten.

Anleihen


Japan: Maschinenbauaufträge (Juni), 1:50 Uhr
China: Verbraucherpreise (Juli), 3:30 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 14:30 Uhr
USA: Erzeugerpreise (Juli), 14:30 Uhr

Der Rentenmarkt hat aktuell auf Sommermodus umgeschaltet: Geringe Umsätze, auch bedingt durch kaum marktrelevante volkswirtschaftliche Daten, brachten nur geringe Kursänderungen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen hat sich derweil um die 0,40% eingependelt. Überraschend wenig Bewegung zeigen seit Tagen auch die italienischen Staatsanleihen, obgleich die Äußerungen bezüglich der Ausgabenwünsche für den kommenden Haushaltsplan 2019, der im September verabschiedet werden soll, für Unruhe sorgen. Die Koalitionspartner Lega und Fünf-Sterne-Bewegung überbieten sich teilweise mit Ideen, wie Italiens Wirtschaft angekurbelt, Steuerzahler entlastet und weitere soziale Wohltaten umgesetzt werden können – bei gleichzeitig nicht geklärter Finanzierung dieser Wünsche. Die gelassene Reaktion des Marktes beruht in der Hoffnung, dass der bisher besonnen auftretende Finanzminister Giovanni Tria eine zu starke Erhöhung der Staatsfinanzen verhindern kann, um nicht gegen die EU-Regeln zur staatlichen Neuverschuldung zu verstoßen. Der Risikoaufschlag zehnjähriger italienischer Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen lag gestern im Tief bei 240 Basispunkten und hatte sich damit gegenüber dem Hoch von letzter Woche mit 262 Basispunkten schon wieder deutlich verringert. Die laufende Haushaltsdiskussion in Rom schwächt auch den Euro gegenüber dem US-Dollar. Er notierte bei 1,16 US-Dollar je Euro, Anfang Mai lag er noch bei 1,20. Stark präsentierte sich der Euro jedoch im Vergleich zum britischen Pfund. Aus Furcht vor einem harten Brexit ohne vertragliche Regelungen zu den künftigen Beziehungen Großbritanniens zur EU verlor das Pfund gestern mehr als ein halbes Prozent.

Aktien


Deutschland: adidas, Dt. Telekom, Merck KGaA, ThyssenKrupp, Jungheinrich, Dürr, United Internet, Aurubis, Hannover Rück, Rational, TUI
Europa: Zurich Insurance, Adecco
USA: Viacom

An den Aktienmärkten gab es erneut einen recht bewegungsarmen Handelstag, der nur von markanten Einzelbewegungen meist nach Zwischenberichten belebt wurde. Der DAX schloss 0,1% niedriger. Dt. Post (+1,4%) führten die DAX-Gewinnerliste an, nachdem die Bundesnetzagentur eine Erhöhung des Briefportos positiv kommentierte. DAX-Verlierer waren Fresenius (-2,7%) sowie Münchener Rück (-2,1%), die in den Halbjahreszahlen überraschend hohe Großschäden meldete, auch wenn die Prognose aufrechterhalten wurde. Auch E.ON (-2,9%) litten unter dem schwachen Zwischenbericht. Im MDAX lagen Jungheinrich im Vorgriff auf die heutigen Zahlen (+5,5%) und Lanxess (+5,5%) nach Ankündigung des Verkaufs der Beteiligung an Arlanxeo an der Spitze. Dagegen enttäuschte Fraport im Halbjahresreport, was mit -5,1% quittiert wurde. In Europa verlief der Handel ähnlich träge. Im Verlauf ergab sich im Euro Stoxx 50 ein Minus von 0,3%. Dabei belastete neben den erwähnten deutschen Unternehmen Ahold Delhaize nach dem Quartalsbericht (-1,6%). Auch in den USA fehlten markttreibende Nachrichten. Dow Jones (-0,2%), S&P 500 (-0,03%) und Nasdaq (+0,1%) traten auf der Stelle. Disney gaben nach Zahlen 2,2% nach. Schlagzeilenlieferant Tesla (-2,4%) prüft offenbar tatsächlich den Rückzug von der Börse und die Börse das Kommunikationsverhalten von Elon Musk. Die asiatischen Börsen sind heute uneinheitlich. Der japanischen Topix gab 0,3% nach, während sich die Kurse in Shanghai deutlich erholen. Erneut dürften viele Zwischenberichte den Handel in Europa prägen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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