Flexibilität steht hoch im Kurs - AXA IM Kolumne | 4investors

Flexibilität steht hoch im Kurs - AXA IM Kolumne

Bild und Copyright: SukanPhoto / shutterstock.com.

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Nachricht vom 08.08.2018 08.08.2018 (www.4investors.de) - Die vergangenen Jahre waren vergleichsweise gemütliche Zeiten für Akteure an den internationalen Finanzmärkten: Gestützt von der akkommodierenden Geldpolitik der wichtigen Notenbanken und einer robusten globalen Konjunktur bewegten sich die Kurse – abgesehen von kleineren Ausnahmen – stabil aufwärts. Doch mit dieser Ruhe scheint es nun vorbei. Der Zinserhöhungszyklus in den USA ist in vollem Gange, in Europa kündigt sich das Ende der Niedrigzinspolitik an. Zugleich halten politische Konflikte, allen voran die Streitigkeiten zwischen den USA und etlichen anderen Ländern um Handelsbarrieren Investoren in Atem. Das schlug sich in den vergangenen Monaten bereits in deutlich höheren Kursschwankungen nieder.

„Gleichwohl zeigt sich die Konjunktur weiterhin robust. So erwarten wir für die USA im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent, für die Eurozone immerhin noch 2,3 Prozent“, berichtet Serge Pizem, Head of Multi-Asset-Investments bei AXA IM. Dass es der Weltwirtschaft gelingen werde, mit den erschwerten Rahmenbedingungen klarzukommen, dürfte sich unter anderem in einem weiterhin starken Wachstum in den USA, einem stabilen, über dem Potenzial liegenden Wachstum in der Eurozone sowie einer moderaten Abschwächung in Großbritannien, China und Japan äußern. Zugleich sollten die Inflation und die Zinsen eher langsam steigen, und auch bei den Spreads von Unternehmensanleihen dürfte es lediglich zu einer moderaten Ausweitung kommen.

Achtung vor dem Negativzins


Doch gäbe es Risiken zu beachten, die sich in gleich zwei Negativszenarien niederschlagen. „Das erste ist eine mögliche Überhitzung der Konjunktur mit rasch steigender Inflation, nach oben schießenden Anleiherenditen, hoher Volatilität und Abverkäufen von Emerging-Markets-Titeln. Das zweite ist ein Ende des Wirtschaftswachstums mit sinkenden Wachstums- und Inflationserwartungen, einem Ende der geldpolitischen Straffung, fallenden Aktien-, aber steigenden Staatsanleihekursen“, so Pizem. Jedes dieser Szenarien birgt vielfältige Herausforderungen für Anleger.

In solch einem schwierigen Umfeld können Multi-Asset-Strategien ihre Vorteile ausspielen. „Die Kombination unterschiedlicher Anlageklassen macht es möglich, so flexibel auf geänderte Rahmenbedingungen zu reagieren wie nötig. Risiken können gemanagt, Chancen gezielt genutzt werden. Wichtig ist dabei insbesondere ein aktives Risikomanagement“, betont Pizem.

Im aktuellen Marktumfeld hält der Experte aufgrund des anhaltenden robusten Wirtschaftswachstums seine Übergewichtung in US-Aktien. Er positioniert sich Short auf europäische Staatsanleihen und Investmentgrade-Anleihen, da das Ende der Niedrigzinspolitik und eine steigende Inflation zu höheren Anleiherenditen führen sollten. Langfristig setzt Pizem auf inflationsgebundene anstelle von nominalen Anleihen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne von AXA Investment Managers. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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