Schwäche der deutschen Wirtschaft hält noch an - Commerzbank Kolumne | 4investors

Schwäche der deutschen Wirtschaft hält noch an - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 07.08.2018 07.08.2018 (www.4investors.de) - Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie gingen im Juni um 4% M/M unerwartet stark zurück. Die im Mai gemeldeten kräftigen Zuwächse markierten noch keine Trendwende. Im zweiten Quartal ergibt sich ein Oderrückgang von 1,6% Q/Q; sie lagen im ersten Halbjahr 2018 1,5% unter dem Niveau des zweiten Halbjahrs 2017. Besonderes schwach entwickelten sich die Aufträge außerhalb des Euroraums (-4,9% M/M), bei denen sich die schwächere Konjunktur in China bemerkbar machen. Selbst wenn es leichte Stabilisierungsanzeichen bei den Frühindikatoren gibt, dürfte die Schwächephase der deutschen Wirtschaft noch nicht vorüber sein.

Anleihen


Australien: Zinsentscheidung, 06:30 Uhr
Deutschland: Exporte (Juni), 08:00 Uhr
Deutschland: Industrieproduktion (Juni), 08:00 Uhr

Schwache Auftragseingänge der deutschen Industrie sprechen gegen eine deutliche konjunkturelle Beschleunigung im zweiten Halbjahr. Nach den guten Maidaten war zwar mit einem leichten Rückgang der Bestellungen gerechnet worden. Dieser fiel aber mit 4,0% deutlich höher als erwartet aus (vgl. „Im Blickpunkt“). Ein ähnliches Bild liefern heute Morgen auch die Daten zur Industrieproduktion (-0,9% ggü. Mai, -0,5% erwartet). Etwas besser lief es bei den Exporten: Sie stagnierten im Juni gegenüber dem Vormonat – immerhin besser als prognostiziert, denn die Analysten hatten einen Rückgang um 0,3% erwartet. Die guten Maidaten waren von vielen Beobachtern als Zeichen dafür gewertet worden, dass die Daten im Frühjahr aufgrund von Sonderfaktoren (Streiks, Grippewelle) schwach waren. Mit den enttäuschenden Juni-Daten erhalten nun jene Beobachter Aufwind, die eine konjunkturelle Delle sehen, die sich auch noch auf das zweite Halbjahr auswirkt. Allerdings widersprechen sich die beiden Sichtweisen nicht grundlegend: d.h. ein Teil der Schwäche im Frühjahr mag auf den Sonderfaktoren beruht haben, ein anderer Teil dürfte aber auch auf ein sich eintrübendes Umfeld beruhen – beispielsweise auf der wirtschaftlichen Abkühlung in China. Auch in Australien blickt man auf China. Der Handelsstreit zwischen den USA und China könnte auch die australische Wirtschaft belasten. Grundsätzlich ist das Konjunkturbild dort ein positives: Die Firmen profitieren von höheren Rohstoffpreisen sowie von der etwa 5%igen Abwertung des australischen Dollar gegenüber dem US-Dollar. Andererseits ist die Inflation weiterhin unerwünscht niedrig. Daher hat die Notenbank sich heute Morgen zum Stillhalten entschlossen und ihren Leitzins bei 1,5% belassen.

Aktien


Quartalszahlen
Beiersdorf , Commerzbank, Deutsche Post, Uniper SGL Carbon, Zalando, Schaeffler, HeidelDruck
USA: Walt Disney

Wärmebedingte Lethargie lähmte gestern Umsätze und Ent-wicklung an den europäischen Aktienmärkten. Der festere US-Dollar unterstützte, echte Kaufimpulse gab es aber auch aufgrund der schwachen Auftragseingänge der deutschen Industrie nicht. Der DAX schloss mit einem Minus von 0,1% nahezu unverändert. Tagesthema an der Börse waren Spekulationen, dass der neue Flüssiggas-Gigant Linde-Praxair aufgrund Bedenken der US-Wettbewerbsbehörden mehr Unternehmensteile abgeben muss, was Synergien mindern bzw. die Fusion ganz gefährden könnte. Die zum Umtausch angemeldeten Linde-Aktien verloren letztlich 7,5%. Tagesgewinner im DAX war HeidelbergCement (+1,9%). Im MDAX setzten Norma (+4,4%) aber auch andere Automobilzulieferer die Erholung fort. Am Ende standen Ceconomy (-2,7%) und Osram (-2,7%). Die europäischen Indizes lagen ebenfalls praktisch unverändert, der Euro Stoxx 50 legte 0,1% zu. Ganze drei Titel zeigten eine Bewegung über 1%. Im Verlauf etwas freundlicher präsentierten sich die US-Börsen. Die weiter erfreuliche Berichtssaison verdrängte Sorgen über die neuerlichen chinesischen Vergeltungsmaßnahmen im Handelsstreit. Dow Jones (+0,2%), S&P 500 (+0,4%) und Nasdaq (+0,6%) gewannen leicht hinzu. Tagesgewinner waren Berkshire Hathaway (+2,9%) und Facebook (+4,4%). Disney (+1,6%) führten vor den heutigen Zahlen die Gewinnerliste im Dow an. Die asiatischen Börsen sind heute überwiegend freundlich mit Gewinnen zwischen 0,6% im japanischen Nikkei und 1,6% im Shanghai-Composite-Index. Auch der freundliche Schlusston der Wall Street stützt die heutige Börseneröffnung in Europa. Zudem ist erneut eine Fülle von Zwischenberichten zu verarbeiten.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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