US-Hausbaubeginne gehen überraschend stark zurück - Commerzbank Kolumne | 4investors

US-Hausbaubeginne gehen überraschend stark zurück - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 19.07.2018 19.07.2018 (www.4investors.de) - In den USA gingen die Baubeginne im Juni um 12,3% M/M auf 1,173 Mio. (annualisiert) kräftiger als erwartet zurück. Das war der stärkste Rückgang seit November 2016. Dabei verringerten sich die Baubeginne von Mehrfamilienhäusern um 19,8% M/M drastisch, aber auch die von Einfamilienhäusern gingen um 9,1% M/M kräftig zurück. Die Baugenehmigungen enttäuschten ebenso mit einem Rückgang von 2,2% M/M, der einem Rückgang von 4,6% M/M im Mai folgte. Belastet haben der Anstieg der Hypothekenzinsen sowie die hohen Kosten für Arbeitskräfte und Baumaterialien. Allgemein wird aber noch nicht mit einer nachhaltigen Abschwächung gerechnet.

Anleihen


Großbritannien: Einzelhandelsums. (Juni), 10:30 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 14:30 Uhr
USA: Philadelphia-Fed-Index (Juli), 16:00 Uhr

Der Rückgang der Renditen bei deutschen Bundesanleihen ging auch gestern weiter. Zehnjährige Staatsanleihen wiesen im Tief eine laufende Verzinsung von 0,32% aus. Damit reflektiert der Markt zum einen die vorherrschende negative Stimmung, die von der Politik ausgeht (Stichwort Handelskonflikt) und zum anderen eher schwache Wirtschaftsdaten. So führt die EU ab heute Sonderabgaben auf Stahlprodukte ein, um die europäische Industrie vor schwerwiegenden Marktverzerrungen durch die neuen US-Zölle zu schützen. Der Zusatzzollsatz in Höhe von 25% werde auf Importe fällig, die über die bisherigen Mengen hinaus zusätzlich in die EU eingeführt werden. Außerdem enttäuschten die endgültigen Verbraucherpreisdaten im Euroraum: Zwar stiegen die Preise im Juni gegenüber dem Vorjahr um 2,0% (Mai: 1,9%), die Kernrate (diese wird ohne die besonders volatilen Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak berechnet) sank jedoch auf 0,9% (Erstschätzung: 1,0%). Vieles spricht dafür, dass die Inflation im Euroraum bald wieder zurückgehen wird. Die aktuell höhere Gesamtinflationsrate wird maßgeblich durch die Entwicklung der Preise für Energie und Nahrungsmittel bestimmt. Schon im Herbst dürfte die Rate wieder unter 2% fallen. In Großbritannien blieb der erwartete Inflationsanstieg aus und setzte damit das britische Pfund unter Druck. Im Juni lag die Inflationsrate – wie schon im Mai – bei 2,4% J/J und damit deutlich niedriger als mit 2,6% prognostiziert. Die Kernrate rutschte mit 1,9% J/J das erste Mal seit März 2017 wieder unter die 2%-Schwelle. Das Pfund schwächte sich merklich gegenüber Euro und US-Dollar ab. In den USA sind die Baubeginne und Baugenehmigungen im Juni stärker als erwartet gefallen (siehe „Im Blickpunkt“).

Aktien


ABB, Ergebnis Q2
Alstom, Umsatz Q1
Anglo American, Production Report Q2
Microsoft, Ergebnis Q4
SAP, Ergebnis Q2
Unilever, Halbjahreszahlen

Die europäischen Aktienbörsen konnten zur Wochenmitte ihre Vortagsgewinne weiter ausbauen. Dabei sorgten insbesondere die Aussagen des neuen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des US-Senats weiterhin für die notwendige Stimmungsaufhellung. Positiv wirkten auch einige überzeugende Quartalsdaten. Im deutschen Leitindex Dax 30 standen die Aktien der Deutschen Lufthansa (+4,2%) vor den Anteilscheinen von Infineon (+3,1%) an der Spitze der Kursliste. Sie profitierten dabei jeweils von starken Zahlen und optimistischen Prognosen der Mitbewerber (UAL/Easy Jet, bzw. ASML). In diesem Umfeld konnten im Euroraum alle Branchen zulegen, allen voran die Informationstechnologie (+2,8%). Diese wurde vor allem von den starken Quartalszahlen des niederländischen Ausrüsters für die Chipindustrie, ASML (+8.1%), vorangetrieben. Nokia (+3,9%) profitierten von den operativen Fortschritten des Wettbewerbers Ericsson. In der Schweiz legten die Aktien von Novartis (+3,2%) ebenfalls nach einem überzeugenden Quartalsbericht deutlich zu. An der Wall Street hingegen waren die Anleger nach der zuletzt guten Entwicklung etwas zurückhaltender. Hier belasteten schwache Daten vom Wohnungsbau. Dafür sorg-ten auch hier gute Unternehmensdaten (UAL +8,8%, Abbott Labs +3,1%; Morgan Stanley +2,8%) für starke Entwicklungen bei Einzelwerten. Während die meisten Branchen leichte Verluste verzeichneten, konnten somit Finanzen (+1,5%) und Industrie (+1,1%) zulegen. Die asiatischen Märkte tendieren heute Morgen relativ unbewegt. Die europäischen Börsen dürften knapp unter den Schlusskursen des Vortags eröffnen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Lesen Sie hierzu auch folgenden Beitrag aus der 4investors-Redaktion - DAX: Im Niemandsland - UBS Kolumne

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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