China: Handelskrieg drückt auf die Stimmung - Nord LB Kolumne

Bild und Copyright: zhu difeng / shutterstock.com.

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Nachricht vom 02.07.2018 02.07.2018 (www.4investors.de) - Bereits am Samstag erfolgte die Veröffentlichung der offiziellen Einkaufsmanagerindizes bzw. der CFPL PMI. Heute Morgen wurde auch der Caixin Manufacturing publiziert. An beiden Indizes machen sich leichte Bremsspuren bemerkbar. Der staatliche, auf große Produzenten fokussierte CFPL reduzierte sich im Juni um 0,4 Punkte. Damit ist die Erholung im Mai nunmehr wieder kassiert. Dabei ist der Rückgang relativ breit. Besonders deutlich ist er bei den kleineren Unternehmen. Die Auftragskomponenten verstärken den Eindruck, dass es auch künftig eher talwärts geht.

Der Rückgang beim inoffiziellen, eher auf kleinere private Unternehmen orientierten, Caixin PMI war nicht ganz so deutlich. Allerdings war hier der Vormonat schon negativer ausgefallen als beim CFPL. Auch in dieser Umfrage zeichnet sich ein Rückgang der Nachfrage aus In- und Ausland ab.

Der Handelskrieg hinterlässt langsam seine Spuren. Schon zuvor war Chinas Wirtschaft durch das Deleveraging, also durch die Bemühungen, die übermäßige Verschuldung im Unternehmenssektor abzubauen, eher ausgebremst. Hinzu kommen nun die Zölle auf beiden Seiten und die recht wahrscheinlich gewordene weitere Eskalation auch im nicht-tarifären Bereich. Die zwischenzeitlichen Pläne der US-Regierung, chinesische Investitionen in den USA zu be- und verhindern zählen dazu.

Wir rechnen damit, dass die Konjunktur sich weiter abkühlt. Damit sind wir nicht allein: Auch die PBOC äußerte entsprechende Bedenken und hat in den letzten Wochen einiges an Liquidität zur Verfügung gestellt, vor einer Woche etwa den Mindestreservesatz um 0,50% gesenkt. Weitere Maßnahmen der Notenbank aber auch der Regierung sind zu erwarten.

Auch die anhaltende Abwertung des Renminbi deuten wir als ein Mittel, den Folgen der Zölle entgegenzuwirken. So wertete die chinesische Währung in den letzten 7 Tagen um 2,5% ab, in den letzten zwei Wochen verlor er nunmehr 4,0% an Wert. Die strategische Abwertung wurde bereits im Frühjahr in China als ein Szenario diskutiert, um die Zollwirkungen zu kompensieren. Die Bewegung kann nicht mehr zufällig sein. Insbesondere in ihrer Persistenz. Strategische Abwertung heißt aber auch, dass der Rest der Welt an den Kosten der Auseinandersetzung beteiligt wird.

Fazit: Die Einkaufsmanagerindizes weisen Bremsspuren auf. Diese sind noch nicht sehr deutlich, werden sich in der nächsten Zeit jedoch vertiefen. Der aktuelle US-amerikanische Präsident zeigt immer wieder, dass ihm nicht an einer gütlichen Einigung gelegen ist. Die Eskalation wird globale Auswirkungen haben. China bereitet sich darauf vor: Die PBOC stellt mehr Liquidität zur Verfügung und seit 10 Tagen wertet der Renminbi Tag für Tag ab. Auch die Regierung wird mit Konjunkturmaßnahmen nicht mehr lange auf sich warten lassen.


Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX - Aktienindex
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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