USA: Aufwärtstrend beim Verarbeitenden Gewerbe wieder intakt - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 17.05.2018 17.05.2018 (www.4investors.de) - In den USA legte die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im April um 0,5% zum Vormonat zu. Der gleitende Dreimonatsdurchschnitt liegt bei annualisiert kräftigen 4,6%. Der Schwungverlust zur Jahreswende hat sich daher als kurzlebig erwiesen. Die Nachfrage nach Ausrüstungsgütern ist spürbar gestiegen, wohl auch weil die Ölindustrie wieder kräftig investiert. Zudem dürfte die Dollarabwertung im vergangenen Jahr die Nachfrage nach US-Gütern weiter stützen. Offen ist, ob die jüngste Eintrübung einiger Stimmungsfaktoren (z.B. ISM-Index) bereits Vorboten einer langsameren Gangart sind. Der hohe Ölpreis sollte zumindest die Öl-Branche weiter beflügeln.

Anleihen


USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 14:30 Uhr
USA: Frühindikator (April), 16:00 Uhr

Nach dem Ausverkauf an den Staatsanleihemärkten am Montag und Dienstag kam es gestern zu einer leichten Erholung. Bei Bundesanleihen verlief sie ausgeprägter, nachdem sich die Spreads der übrigen Euro-Staatsanleihen deutlich ausweiteten. Es wurden vermehrt sichere Bundesanleihen gesucht. Bei italienischen Staatsanleihen kam es zu einer kräftigen Spreadsausweitung auf bis zu 10 Bp. bei 10-jährigen italienischen Papiere. Bei 10-jährigen griechischen Staatsanleihe weiten sich die Spreads sogar bis 25 Bp. aus. Im Koalitionsentwurf der Fünf-Sterne Bewegung und der Lega soll die EZB um einen Schuldenerlass von 250 Mrd. EUR gebeten werden. Zudem wird laut Presseberichten eine Neuverhandlung von Italiens Beitrag zum EU-Budget angestrebt. Alle Vorhaben der potentiellen Koalition führen zu einer Erhöhung der laufenden Verschuldung sowie des bereits sehr hohen Schuldenstandes. Dies hat gestern zu Befürchtungen zu einem Schuldenerlass auch in Griechenland geführt. Der Euro kam gestern stark unter Druck, vorübergehend sank er unter die Marke von 1,18 USD. Die Entwicklung spricht gegen einen stärkeren Euro, zumal die Forderungen für eine engere Integration des Euroraums für den EU-Gipfel am 28./29. Juni wenig erfolgsversprechend erscheinen lassen. Ansonsten erhöhte gestern die Nachrichtenlage die Risikoaversion der Anleger wieder, was die Bondmärkte unterstützte. So drohte Nordkorea im Ringen um eine Lösung des Atomkonflikts überraschend mit einer Absage des geplanten Gipfeltreffens im Juni. China hat beide Länder zu Kompromissen aufgefordert. Die Renditen am US-Rentenmarkt stiegen gestern trotzdem weiter an. Die Zinserhöhungsspekulationen aufgrund der allgemein guten Konjunkturdaten nehmen zu. Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries überstieg erstmals seit 2011 die Marke von 3,10%.

Aktien


Ceconomy, Ergebnis Q2
Vivendi, Ergebnis Q2
Walmart, Ergebnis Q1

Während die europäischen Aktienbörsen zur Wochenmitte auf der einen Seite vom schwachen Euro profitierten, konterkarierten die Sorgen darüber, dass die neue italienische Regierung womöglich einen Schuldenerlass fordern könnte, die grundsätzlich positive Stimmung. In diesem Umfeld sackten die Aktien der deutschen Banken (Commerzbank: -6,1%, Deutsche Bank. -2,7%) an das Ende des Dax 30. An der Spitze des deutschen Leitindex standen hingegen die Titel des Sportartikelproduzenten Adidas (+2,7%), die von der positiven Branchenstimmung profitierten, die auf dem Teilausstieg von des Luxuskonzerns Kering bei Puma basierte. Im EUROSTOXX 50 waren Banken (-2,3%) die mit Abstand schwächste Branche, doch auch Versorger (-1,7%) und Versicherungen (-1,0%) mussten deutlichere Abschläge hinnehmen. Weiterhin positiv tendierte hingegen der Gesundheitssektor (+0,9%). Der Handelsstart an der Wall Street fiel nach den gestrigen Abgaben einigermaßen solide aus. Vor allem der Konsumbereich stützte nach starken Zahlen der Warenhauskette Macy’s (+10,8%), die mit ihrem unerwartet optimistischen Jahresausblick auch andere Branchenwerte mit nach oben zogen. So gehörten die Aktien von Walmart (+1,9%) mit zu den führenden Titeln im Leitindex Dow Jones Industrial. Positiv wirkte auch die Industrieproduktion, die im dritten Monat in Folge anstieg und so die neuen geopolitischen Spannungen aus Nordkorea in den Hintergrund rückte. Unter den Branchen konnten neben den Konsumsegmenten vor allem Grundstoffe (+1,2%) zulegen. In Asien folgte lediglich der japanische Nikkei 225 der positiven Stimmung aus den USA. Die Anleger an den meisten anderen Börsen zeigten sich angesichts der steigenden Renditen und der neu aufgekommenen politischen Spannungen eher besorgt.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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