Im Euroraum stabilisiert sich die Unternehmensstimmung - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 24.04.2018 24.04.2018 (www.4investors.de) - Im April sind im Euroraum die Einkaufsmanagerindizes überwiegend besser als erwartet ausgefallen. Die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe ging zwar in den beiden größten Industrienationen zurück, der Rückgang war aber insbesondere in Deutschland nur minimal. Das Dienstleistungsgewerbe verzeichnete dagegen wieder einen Anstieg. Weil in der Vergangenheit der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor einen hohen Gleichlauf mit der Vorjahresveränderungsrate des realen Bruttoinlandsproduktes aufwies, kommt ihm als Prognosewert eine hohe Bedeutung zu. Ein Ende des Aufschwungs ist also aktuell nicht zu befürchten.

Anleihen


Deutschland: Ifo-Geschäftsklima (Apr), 10:00 Uhr
USA: Verkäufer neuer Häuser (Mrz), 16:00 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen (Apr), 16:00 Uhr

Der befürchtete weitere Rückgang der Einkaufsmanagerindizes (PMI) im Euroraum blieb aus. So verharrte der Gesamtindex für den Euroraum im April bei 55,2 Punkten. Die Umfrage im verarbeitenden Gewerbe ging von 56,6 auf 56,0 Punkte nur leicht zurück, die für Dienstleistungen stieg von 54,9 auf 55,0 Punkt leicht an (siehe dazu im Blickpunkt). Mit den Rückgängen der Vormonate hat die Wirtschaft im Euroraum zwar einen Gang zurückgeschaltet, sie dürfte aber weiterhin über Potenzial wachsen. Da die Sorgen um einen Handelskrieg, nachdem US-Finanzminister Mnuchin am Wochenende im Handelsstreit mit China eine Annäherung in Aussicht stellte, langsam in den Hintergrund getreten sind, ging die Risikoaversion der Anleger weiter zurück. Der Renditeanstieg vom Freitag setzte sich fort. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen erreichte 0,63%, die Rendite 10-jähriger US-Treasuries testete die Marke von 3% das erste Mal seit 2014. Der Renditevorteil 10-jähriger US-Treasuries ggü. Bundesanleihen vergrößerte sich damit auf 235 Basispunkte (Bp.); im Zweijahresbereich erhöhte sich der Renditeabstand auf über 300 Bp. In dem Umfeld konnte der US-Dollar kräftig zulegen, vor allem ggü. Emerging Markets-Währungen wie dem russischen Rubel oder der türkischen Lira. Der Euro ging auf 1,22 USD zurück und nähert sich dem unteren Ende der Seitwärtsrange, die seit Mitte Januar intakt ist. Die US-Daten fielen gestern überwiegend besser als erwartet aus. So stiegen die Markit-Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe im April von 55,6 auf 56,5 Punkte und der für Dienstleitungen von 54,0 auf 54,4, beide stärker als erwartet. Die Verkäufe gebrauchter Häuser stiegen im März um 1,1% M/M auf 5,6 Mio. annualisiert ebenfalls stärker als erwartet.

Aktien


Anglo American, Q1 Production Report
Caterpillar, Ergebnis Q1
Coca Cola, Ergebnis Q1
Santander, Ergebnis Q1
SAP, Ergebnis Q1
3M, United Technologies, Verizon, Ergebnis Q1

Die europäischen Aktienbörsen haben einen relativ kraftlosen Start in die neue Börsenwoche hingelegt. In einer Woche, in der einerseits der Zinsentscheid der Europäischen Notenbank ansteht, die Berichtssaison in die intensivste Phase mündet und auch die Frist endet, in der die Staaten des Euroraums von den US-Strafzöllen ausgenommen sind, vermeiden es die Anleger, sich klar zu positionieren. Allerdings konnten die frühen Verluste wieder aufgefangen werden und die Indizes drehten mehrheitlich knapp in den positiven Bereich. Im deutschen Leitindex Dax 30 profitierten die Finanztitel wie Commerzbank (+3,0%) und Munich Re (+1,6%) von den steigenden Renditen. Am Ende der Kursliste fanden sich hingegen die Aktien von FMC (4,2%) wieder, nachdem der Dialysespezialist seine Umsatzprognose gesenkt hatte. Beim FMC-Mutterkonzern Fresenius (-0,1%) sorgte die Absage der teuren Übernahme von Akorn zwischenzeitlich für Erleichterung, die aber im Tagesverlauf den Sorgen um einen längeren Rechtstreit wich. Im Euroraum sorgten vor allem Versicherungen (+1,1%) und Banken (+1,0%) für den positiven Trend, während Nahrungsmittel (-1,3%) und Medien (-1,2%) unter Druck gerieten. Die Indizes in New York verabschiedeten sich letztendlich kaum bewegt aus dem Handel. Positiv tendierten vor allem die Telekommunikationstitel (+1,1%), während der IT-Sektor (-0,4%) seinen zuletzt schwächeren Trend weiter fortsetzte. Die asiatischen Börsen können heute Morgen in der Breite zulegen. Hier stimulierte die Aussicht auf eine lockere Finanzregulierung in China. Auch die europäischen Märkte werden mit einem leichten Plus eröffnen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Lesen Sie hierzu auch folgenden Beitrag aus der 4investors-Redaktion - DAX: Dreieck spitzt sich zu - 12.651 im Fokus - Donner + Reuschel Kolumne



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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