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In den USA nähert sich die Inflation dem Ziel der Fed - Commerzbank Kolumne


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Nachricht vom 12.04.2018 12.04.2018 (www.4investors.de) - Im März sind die Verbraucherpreise deutlich angestiegen. Mit einer Jahresrate von 2,4% lagen sie noch einmal höher als im Februar (2,2%), in der Kernrate (ohne die schwankungsanfälligen Nahrungs- und Energiepreise) wurde zum ersten Mal seit einem Jahr wieder die Schwelle von 2% überschritten. Geholfen hat dabei das Herausfallen eines Sondereffekts: Vor einem Jahr hatte ein Preiskampf bei Mobiltelefonie die Verbraucherpreise gedrückt. Die Fed wird sich in ihrer Meinung bestätigt sehen, dass die Inflation auf Zielkurs ist. Das spricht für weitere Zinserhöhungen im Laufe des Jahres. Der Markt rechnet aktuell nur mit zwei weiteren Schritten 2018.

Euroraum: Industrieproduktion (Februar), 11:00 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 14:30 Uhr

Der Rentenmarkt wurde gestern von mehreren Faktoren maßgeblich beeinflusst. Dümpelte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen bis zum Mittag über der 0,50%-Marke, so drückten zunächst Äußerungen US-Präsident Trumps die Rendite unter diese Schwelle. Auch die US-Renditen sanken spürbar unter 2,80%. Der russische Botschafter im Libanon hatte nämlich angekündigt, Russland werde alle amerikanischen Raketen, die nach Syrien fliegen, abschießen und auf deren Abschussbasen feuern, woraufhin Trump per Twitter auf diese Drohung mit salopper Wortwahl reagierte. Dies schien er aber später relativieren zu wollen und er schlug gegenüber Russland versöhnlichere Töne an. Die Veröffentlichung der US-März-Inflationsdaten bewirkte dann eine Gegenbewegung hin zu leicht steigenden Renditen. Es zeichnet sich ab, dass sich die Teuerungsrate in den USA allmählich dem Ziel der US-Notenbank Fed von 2% nähert. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresvergleich um 2,4% (Februar 2,2%) und bei der Kernrate (ohne Nahrung und Energie) um 2,1% (Februar 1,8%). Ein wichtiger Grund für den Anstieg der Inflationsrate liegt am Auslaufen eines Sondereffektes: Vor einem Jahr hatte ein Preiskampf bei Mobiltelefonie die Verbraucherpreise gedrückt. Dieser Effekt fällt nun aus dem Vorjahresvergleich heraus. Damit normalisiert sich die Inflationsrate wieder. Die Fed kann sich in ihrer Meinung bestätigt sehen und sollte deshalb an ihrem Kurs der moderaten Zinserhöhungsschritte festhalten. Wir rechnen nach wie vor mit drei weiteren Zinsschritten in Laufe des Jahres. Aus dem Protokoll der letzten FOMC-Sitzung im März geht hervor, dass die Fed trotz Sorgen über eine Eskalation des Handelskonflikts der USA mit China die Wirtschaft in guter Form sieht und schnellere Zinserhöhungen ansteuert.

Aktien


L’Oréal, Umsatz Q1

Während die US-Indizes am Vorabend wegen der Entspannung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit noch deutlich ansteigen konnten, sorgten am Mittwoch vor allem im Nachmittagshandel die steigenden geopolitischen Sorgen für Kursdruck im Euroraum. Die markigen Drohungen im Syrien-Konflikt von US-Präsident Trump und auch vom russischen Botschafter im Libanon rückten das bisher vorherrschende Thema Strafzölle erst einmal an den Seitenrand des Börsengeschehens. Im deutschen Handel standen eindeutig die Aktien der Deutschen Telekom (+2,2%) im Fokus. Diese profitierten von den wieder aufgenommenen Fusionsgesprächen zwischen der Telekom-Tochter T-Mobile US und deren Wettbewerber Sprint. Daneben konnten sich die Titel der Deutschen Bank (+0,5%) leicht von den jüngsten Abschlägen in dieser Woche erholen. Die meisten anderen Werte tendierten schwächer. Besonders stark traf es dabei die Anteilscheine der Deutschen Lufthansa (-2,6%). Diese hatte zwar einen Anstieg der Passagierzahlen vorgelegt, dafür war aber vor der beabsichtigten Anhebung bei den Ticketpreisen keine Rede mehr. Neben dem Telekommunikationssektor (+0,5%) konnten im Euroraum mit Unterstützung der weiter steigenden Ölpreise nur Energietitel (+0,4%) zulegen. Besonders stark unter Druck standen dagegen die Aktien der Finanzdienstleister (-1,9%). Auch an der Wall Street führten die Sorgen vor einem Militärschlag in Syrien zu fallenden Kurse. Während auch hier die Energietitel (+1,1%) weiter von den Ölpreisen profitierten, die von der Risikolage im Nahen Osten angetrieben wurden, mussten die meisten anderen Branchen Verluste hinnehmen. Sehr zurückhaltend zeigten sich die Anleger vor den ersten wichtigen Gewinnvorlagen am Freitag bei den Finanzwerten (-1,3%). Auch die asiatischen Märkte lassen sich heute Morgen von der negativen Stimmung anstecken, wobei sich der Verluste noch in Grenzen halten.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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