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Steinhoff Aktie: Als ob ein Zwangsgeld das größte Problem wäre…


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Nachricht vom 16.03.2018 16.03.2018 (www.4investors.de) - Bei der Steinhoff Aktie rauscht es weiter im „Blätterwald” - mal mehr, mal weniger gehaltvoll. Gestern stürzte man sich vor allem auf die Ankündigung der BAFin, Steinhoff mit 1,15 Millionen Euro Zwangsgeld zu belegen. Hintergrund ist die überfällige Bilanz des niederländisch-südafrikanischen Unternehmens für das abgelaufene Geschäftsjahr. Es lässt sich absehen, dass die Behörde auf Steinhoffs Bilanz auch noch etwas warten muss, zu umfangreich sind nach letztem Stand die forensischen Untersuchungen des schwelenden Bilanzskandals, bei denen Bilanzwerte von weit mehr als die zunächst angekündigten 6 Milliarden Euro im Feuer stehen.

Das Zwangsgeld, das Steinhoff eventuell zahlen muss, ist allerdings eher eines der kleineren Probleme rund um die weiter fehlende Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr. Bei Steinhoff müssen 2018 milliardenschwere Kredite refinanziert werden, hinzu kommt der Liquiditätsbedarf bei den operativen Töchtern. Hier konnte der Konzern mit diversen Deals, Teile bei den Töchtern selbst, zwar schon wesentliche Lücken stopfen, ist aber nach letztem Stand immer noch nicht aus dem Engpass komplett raus. Derweil scheffelt die Gesellschaft Liquidität mit Beteiligungsverkäufen, vor allem die Verkäufe von Anteilen an der PSG Group und der KAP Industrial Holdings sind hier zu nennen. Offen ist noch eine geplante Kreditrückführung der Tochter STAR an Steinhoff über eine Milliarde Euro, die der Konzern schon im Dezember in Aussicht stellte, kurz nachdem man Bilanzfehler einräumen und Konzernchef Markus Jooste seinen Hut nehmen musste.

Einigt sich Steinhoff mit Gläubigern - und wann?


Dass die Bilanz auf sich warten lässt, dürfte Verhandlungen mit möglichen Geldgebern für Steinhoff International nicht gerade einfacher machen. Wer als Investor ins Risiko geht - und das Risiko bei Steinhoff ist angesichts der völlig unklaren Finanzlage besonders hoch - der lässt sich dies mit hohen Entgelten bezahlen oder fordert Sicherheiten. Aus dieser Sicht war die jüngst erfolgte Rückzahlung des Domestic Medium-Term Note Programms im Volumen von 7,6 Milliarden Südafrikanische Rand ein wichtiger Schritt für Steinhoff, der Sicherheiten freigeschaufelt hat, die nun für neue Deals frei wären. Details hierzu sind allerdings weitgehend unbekannt. Eine neue Finanzierung bringt dies allein aber nicht zusammen. Die Börse wird abwarten müssen, welcher Deal sich hier in der nächsten Zeit abzeichnet und ob sowie wann die Milliarde von STAR fließen wird.

Derweil bleibt Steinhoffs Aktienkurs tendenziell zwar unter Druck und fällt heute bis auf 0,275 Euro. Die Tradingspanne der vergangenen Tage bleibt damit aber intakt und das Allzeittief bei 0,248 Euro nicht weit entfernt. Eine Unterstützung im Rahmen der aktuellen Seitwärtsbewegung bei der Steinhoff Aktie ist um 0,274/0,280 Euro zu sehen, zuletzt mehrfach getestet. Ein Break hierunter und damit einhergehende weitere charttechnische Verkaufssignale könnten dann aber einen Sturz ans Allzeittief bei 0,248 Euro zur Folge haben, das am 21. Dezember erreicht wurde. Nach oben hin sind zwischen 0,308/0,310 Euro und 0,325/0,335 Euro die nächsten Hindernisse für die Steinhoff Aktie zu sehen.

Aktueller Aktienkurs und interaktive Chart-Tools für die Steinhoff International Aktie: Hier klicken!!



Aktie: Steinhoff International
WKN: A14XB9
ISIN: NL0011375019
Aktienindex: SDAX
Homepage: http://www.steinhoffinternational.com
Branche: Retail-Konzern, Handel vor allem mit Möbeln und Modeartikeln, zum Konzern gehört unter anderem die Poco-Kette sowie die österreichische Unternehmensgruppe Kika-Leiner.




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