Schwellenländerbörsen mit Underperformance im März 2018 - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 16.03.2018 16.03.2018 (www.4investors.de) - Der Jahresstart verlief für die EM-Aktienmärkte glänzend; der MSCI EM-Index gewann im Januar 8,3%. Die robuste globale Konjunktur, steigende Gewinnerwartungen, der schwache US-Dollar sowie z.T. steigende Rohstoffpreise trieben die Kurse weiter nach oben. Stark steigende US-Zinsen wurden weitgehend negiert. Im Februar 2018 drehte sich das Bild. Der MSCI EM Index verlor 4,7%. Damit wies er sowohl gegenüber den Developed Markets (-4,3%) als auch gegenüber dem MSCI Welt (-4,4%) eine Underperformance auf. Auslöser für die Korrektur waren stärker als erwartet ausgefallene Stundenlöhne in den USA, die die Sorge vor rascher als prognostiziert anziehenden Inflationsraten und Zinsen schürten.

Für Rückenwind sorgten in den vergangenen Wochen auch fallende Rohstoffpreise (Öl: -5,6% im Berichtsmonat). So verwundert es nicht, dass im Februar 2018 alle EM-Sektoren Verluste aufwiesen. Die größten Einbußen verzeichnete dabei der Immobilienbereich (-10,3%). Positiv stimmt aber die Tatsache, dass die Gewinnschätzungen für die EM für das Jahr 2018 von 13,3% im Januar auf 13,9% im Februar nach oben revidiert wurden (jeweils gegenüber dem Vorjahr). Zudem zeigt sich das Wachstum in weiten Teilen der Schwellenländer unverändert stabil. So dürfte das BIP in Asien (ex-Japan) in 2018 um schätzungsweise 5,8% gegenüber dem Vorjahr steigen. Auch die jüngsten Konjunkturdaten für China (Jan. und Feb.) stimmen zuversichtlich. Risikofaktoren bleiben v.a. die US-Zinspolitik sowie weitere mögliche protektionistische Maßnahmen seitens der US-Regierung mit der Gefahr entsprechender Gegenmaßnahmen in China oder Europa.

Innerhalb unseres Regionenrankings bestätigen wir unser neutrales Votum in Bezug auf die Schwellenländerbörsen. Wir präferieren unverändert die Region Europa.

Anleihen


USA: Baubeginne/-genehmigungen (Feb.), 13:30 Uhr
USA: Industrieproduktion (Feb.), 14:15 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen Michigan (Mrz.), 15:00 Uhr

Die Staatsanleiherenditen im Euroraum gingen gestern weiter zurück und setzten den Trend seit Wochenbeginn fort. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sank unter 0,58%. Eine schwache Nachfrage bei der Auktion spanischer Staatsanleihen belastete gestern die EU-Peripherie nur zwischenzeitlich. Kursstützend wirkten vor allem die Reden von EZB-Chef Draghi und anderen EZB-Mitgliedern bei der EZB-Watchers Konferenz am Mittwoch noch nach. Draghi betonte dort, dass die Anpassung der EZB-Politik vorhersehbar bleibe und in einem verhaltenen Tempo erfolgen wird. Nach EZB-Direkto-riumsmitglied Coeure hänge das Wachstum im Euroraum noch stark von der geldpolitischen Unterstützung ab. Im letzten Jahr hätten die EZB-Impulse das Wachstum um einen halben Prozentpunkt erhöht und 2018 dürfte es etwa 1/3-Prozentpunkt sein. Der Free Float bei Bunds betrage mittlerweile weniger als 10%. Die US-Daten waren gestern gemischt. So stiegen die Importpreise in den USA im Februar etwas deutlicher an als erwartet (+0,4% M/M bzw. +3,5% J/J nach +0,8% M/M bzw. +3,4% J/J). Auch der Empire Manufacturing-Index erhöhte sich im März über Erwarten stark von 13,1 auf 22,5 Punkte. Der Philadelphia-Fed-Index ging dagegen im März von 25,8 auf 22,3 Punkte zurück. Auch der NAHB-Index (Stimmungsindex für den US-Immobilienmarkt) fiel im März von 71 auf 70 Punkte, verharrte damit aber auf hohem Niveau. Heute wer-den die US-Baubeginne gemeldet. Die norwegische Krone konnte gestern deutlich zulegen nachdem Notenbankchef Olsen eine Zinsanhebung nach dem Sommer in Aussicht stellte, bisher rechneten die Marktteilnehmer damit erst Anfang 2019.

Aktien


Deutsche Bank, Geschäftsbericht
Fraport, Jahresergebnis
Porsche, Jahres-PK
Salzgitter, Bilanz-PK

Nach dem recht schwachen Mittwoch tendierten die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag überwiegend freundlich. Die Leitindizes legten um bis zu 1,2% (Italien) zu. Insgesamt verharren die Börsen aber noch im Konsolidierungsmodus. Die Erwartung mehrerer Leitzinserhöhungen in den USA, die dort vorherrschende politische Unsicherheit (jüngstes Beispiel: die Entlassung des Außenministers), möglicherweise weitere protektionistische Maßnahmen der US-Regierung etc. vergällen vielen Börsianern derzeit die Stimmung. Zudem stiegen die US-Importpreise im Februar doppelt so stark wie erwartet, was tendenziell wieder Zinsängste heraufbeschwört. Der Dax gewann 0,9%. Einer der Tagesgewinner im deutschen Leitindex war die Aktie von Volkswagen mit einem Plus von 2,7%. Bei Versorgeraktien kam es hingegen nach den jüngsten Kurszuwächsen zu leichten Gewinnmitnahmen. Auf europäischer Sektorenebene waren gestern vor allem Werte aus dem Bereich Versicherungen gefragt, die im Schnitt um 1,6% kletterten. Öl- & Gaswerte bildeten mit durchschnittlichen Verlusten von rd. 0,2% die Schlusslichter im Performanceranking. Die Börsen in den USA tendierten gestern trotz solider Makrodaten nur uneinheitlich. Der Dow Jones-Index gewann 0,5%; der S&P 500-Index gab leicht nach. Die politische Unsicherheit v.a. in Bezug auf die unberechenbaren Entscheidungen des US-Präsidenten lastete etwas auf den Märkten. Auf Sektorenebene (S&P 500) waren vor allem Industriewerte gesucht; sie stiegen im Schnitt um 0,3%. Rohstoffaktien gaben als Tagesverlierer um rd. 1,3% nach. Die Börsen in Asien tendierten zum Wochenschluss überwiegend schwächer. Der Nikkei 225-Index verlor 0,6%, nachdem der Yen etwas fester tendierte.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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