DAX ein Spielball des US-Protektionismus - Donner + Reuschel Kolumne

Bild und Copyright: Frederic Legrand - COMEO / shutterstock.com

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Nachricht vom 07.03.2018 07.03.2018 (www.4investors.de) - Der deutsche Leitindex wird auch heute wieder versuchen, seinen langfristigen und immer noch intakten Aufwärtstrend zu verteidigen. Am Chartbild (Grafik 1) ist deutlich zu erkennen, dass der DAX 30 trotz der aktuellen Debatte bezüglich US-Strafzölle immer noch im übergeordneten Aufwärtsmodus tendiert. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen im Weißen Haus sollte man ich aber auf ein hohe Volatilität (Schwankungsbreite) am heutigen Mittwoch einrichten. Es bleibt stürmisch und vor allem protektionistisch. Nicht zuletzt der Rücktritt von Gary Cohn trägt dazu bei. Cohn war bis gestern der wichtigste Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump. Die charttechnische Konstellation liest sich daher wie folgt: Noch ist der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Kurse unter 11.800 Punkten könnten diesen allerdings ins Wanken bringen. Kurz- bis mittelfristig wird sich die Schwankungsbreite an den Börsen erhöhen. Die Absicherungen mittels Stopp-Loss sollten unbedingt beibehalten werden. Operative Einstiege sind heute nicht zu empfehlen. Aller Voraussicht nach eröffnet der DAX 30 unter der psychologisch wichtigen 12.000. Markttechnisch zeigt sich ein schwaches Momentum gepaart mit angeschlagenem MACD und fragiler Slow-Stochastik. Der deutsche Aktienmarkt bleibt auch heute ein Spielball des US-Protektionismus. Bei 11.831 stützt eine „Bullish-Engulfing“-Konstellation vom 05.03.2018. Es bleibt spannend. Let´s wait and see...

- Nächste charttechnische Widerstände: 12.232, 12.489, 12.722, 12.951
- Nächste wichtige charttechnische Unterstützungen: 12.067, 11.930, 11.878, 11.831
- Oberes Bollinger-Band: 12.692, Mittleres Bollinger-Band: 12.331 und Unteres Bollinger-Band: 11.970
- 90-Tage-Linie: 12.967 und 200-Tage–Linie: 12.724 sowie: 21-Tage-Linie: 12.334
- Indikatoren: MACD: neutral | RSI: neutralI Slow-Stochastik: neutral I Momentum: fallend
- In Summe: neutral (Primärtrend), kurzfristiger Abverkauf möglich (!)
- Volatilität (VDAX-NEW): 19,92
- Die heutige Eröffnung um 09:00 Uhr wird um die 12.000 erwartet.
- (Trailing-) Stop-Loss: 12.067, 11.930, 11.878, 11.831 (je nach individueller Risikoaffinität)

Primärtrend: Aufwärtsmodus noch immer intakt
Sekundärtrend: 12.232 – 11.831
Tertiärtrend (heute): Abermaliger Test der 12.000

Primärer Aufwärtstrend (seit 2009) weiterhin intakt
Kurzfristige Stabilisierung oberhalb der 12.000 sehr fraglich


Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Donner & Reuschel. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Lesen Sie hierzu auch folgenden Beitrag aus der 4investors-Redaktion - DAX: Zaghafter Erholungsversuch - UBS Kolumne

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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