Edelmetalle profitieren von steigenden Inflationserwartungen – auch Platin? - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 06.03.2018 06.03.2018 (www.4investors.de) - Die Befürchtungen Trump könnte mit Zöllen auf Stahl und Aluminium einen Handelskrieg auslösen verunsichern die Märkte. Aber nicht die Unsicherheit, sondern dass mit größeren Handelsbarrieren die Inflationsrisiken steigen, rückt Edelmetalle in den Fokus. Auch Platin hat Edelmetallcharakter im Sinn einer alternativen Währung. Der Anteil der Investment- und Schmuck-nachfrage beträgt laut Johnson Matthey 33%. Der Anteil der Automobilindustrie (Dieselkatalysatoren) liegt bei 42%. Auf Europa entfallen davon 22%-Punkte, die durch die schwächere Diesel-KFZ-Nachfrage betroffen sind. Da der Platinmarkt recht klein ist (Angebot ca. 8 Mrd. $ p.a.) könnte eine steigende Edelmetallnachfrage die „Dieselschwäche“ leicht ausgleichen.

Anleihen


USA: Auftragseingänge Industrie (Januar), 16:00 Uhr

Angetrieben von US-Präsident Trumps Äußerungen zu weiteren Zöllen sowie vom Wahlergebnis in Italien stiegen Montagfrüh die Kurse am deutschen Rentenmarkt kräftig an („Flucht in den sicheren Hafen“). Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank sogar kurzfristig unter die Schwelle von 0,60%, kletterte dann am Nachmittag aber wieder auf 0,64% an. Der Markt reagierte auf Äußerungen des Sprechers des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, der sich ablehnend zu den Zollplänen Trumps zeigte. Der US-Kongress kann aber diese Zölle nicht verhindern. Damit stützt die politische Unsicherheit weiterhin die Rentenkurse: Am Wochenende hatte US-Präsident Trump noch einmal nachgelegt und sprach von Überlegungen, auch Automobile aus Europa mit Einfuhrzöllen zu belegen. Die EU diskutiert aktuell Gegenmaßnahmen als Reaktion auf die neuen US-Zölle auf Aluminium und Stahl. Zunächst könnten Zölle auf Bourbon-Whiskey, Jeans (Levis) und Motorräder (Harley-Davidson) erhoben werden. Dies wären Zölle auf Produkte im Volumen von ungefähr drei Milliarden Euro, was in etwa der Hälfte der europäischen Stahlexporte in die USA entspräche. Auch China, Kanada und Mexiko kündigten Reaktionen an. Das Wahlergebnis in Italien bringt ebenfalls Unruhe in die Märkte. Eine Regierungsbildung wird schwer bis nahezu unmöglich. Die linke „Fünf-Sterne“ Bewegung und die rechte „Lega“ (früher Lega Nord) können sich zwar beide als Wahlsieger fühlen, weil sie deutlich an Stimmen gewonnen haben, aber keiner von beiden konnte eine Mehrheit im Parlament erreichen. Die ehemaligen Zentrumsparteien, die als Mehrheitsbeschaffer dienten, wurden als Repräsentanten des alten Systems abgewählt. Eine Koalition dieser drei eher unversöhnlichen Blöcke scheint derzeit unwahrscheinlich. Als Reaktion haben sich dann auch gestern die Risikoaufschläge italienischer Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen deutlich ausgeweitet.

Aktien


Eastman Kodak, Ergebnis Q4
Evonik, Bilanz-PK
SAP, Kapitalmarkttag
Telecom Italia, Jahresergebnis
Vonovia, Bilanz-PK

Nach einem schwächeren Beginn gewannen die europäischen Aktienmärkte zunehmend an Fahrt und schlossen mit bis zu 2,1% (Schweiz) im Plus. Die große Ausnahme bildete jedoch der italienische Aktienmarkt, dessen Leitindex um 0,4% nachgab. Hier belastete das Wahlergebnis vom Sonntag, das zu einer schwierigen und möglicherweise langwierigen Regierungsbildung führen könnte. Der SPD-Mitgliederentscheid für eine große Koalition auf Bundesebene war von den meisten Anlegern erwartet worden und spielte an den Märkten keine große Rolle. Der Dax gewann in diesem Umfeld 1,5%. Besonders unter Druck standen Automobilwerte wie Volkswagen (-0,1) oder BMW (-0,6%), die unter möglicherweise geplanten Strafzöllen in den USA litten (Stichworte: drohender Handelskrieg, Protektionismus). Demgegenüber waren Versorgeraktien wie Eon (+4,4%) oder RWE (+6%) stark gesucht. Die Aktie von Axa büßte nach Bekanntgabe der Übernahme des US-Versicherers XL Group fast 10% ein; sie ist offenbar in den Augen vieler Anleger zu teuer. Auf europäischer Sektorenebene waren gestern vor allem Werte aus dem Bereich Technologie gefragt, die im Schnitt um 2,5% kletterten. Dagegen fanden sich die Bereiche Autos, Banken und Versicherungen am unteren Ende der Performancerangliste wieder. Die Börsen in den USA tendierten zu Wochenbeginn nach einem verhaltenen Start sehr freundlich. Der Dow Jones-Index gewann 1,4%. Auf Sektorenebene (S&P 500) notierten alle Bereiche im Plus. Am stärksten gefragt waren Versorgeraktien, die im Schnitt um fast 2% zulegten. Die Börsen in Asien tendierten nach den guten Vorgaben aus Europa und den USA ebenfalls fester.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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