Spotanalyse: Regierungsbildung in Deutschland und Wahlen in Italien - VP Bank Kolumne

Bild und Copyright: symbiot / shutterstock.com

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Nachricht vom 05.03.2018 05.03.2018 (www.4investors.de) - Die gute Nachricht zuerst: Deutschland hat bald wieder eine Regierung. Nach dem unerwarteten klaren „Ja“ der SPD-Mitglieder zur Neuauflage einer großen Koalition fehlt jetzt lediglich noch der formale Akt. Während sich über den Koalitionsvertrag kontrovers diskutieren lässt, ist eine große Koalition ein gutes Signal für Europa. Emmanuel Macron hat nun mit der neuen deutschen Regierung Mitstreiter für eine europäische Vertiefung. Gerade in Anbetracht des Ergebnisses der italienischen Parlamentswahlen ist dies überaus wichtig.

Und damit zur schlechten Nachricht. In Italien sind europakritische und rechte Parteien klare Gewinner geworden. Dass die Fünf-Sterne-Bewegung stärkste Kraft ist, muss keinen überraschen. Umfragen ließen dies erwarten. Überrascht hat dann aber doch, dass innerhalb des Mitte-Rechts-Bündnisses die Lega Nord auf mehr Stimmen kommt als die Forza Italia. Eine Mehrheit gibt es derzeit aber für keines der verschiedenen Lager. Damit steht eine schwierige Regierungsbildung an. Das Mitte-Rechts-Bündnis wird versuchen, eine Mehrheit unter Einschluss weiterer Parteien zu bekommen. Damit hat das Berlusconi-Lager wohl die größte Chance, eine regierungsfähige Mehrheit zu bekommen – leicht ist aber auch dies nicht.

An den Finanzmärkten dürfte man derweil zumindest froh sein, dass Deutschland eine neue Regierung hat. Worst-Case wäre gewesen, wenn zum Ergebnis der italienischen Parlamentswahlen auch noch ein „Nein“ der SPD gekommen wäre. Doch wenn es aus Europa nicht nur schlechte Nachrichten von politischer Seite gibt, belastet die sich verschärfende Rhetorik in den transatlantischen Handelsstreitigkeiten. Die Hoffnung ist groß, dass hier eine neue deutsch-französische Achse einen schlichtenden Weg mit Washington findet.


Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der VP Bank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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