Inflation läuft nicht aus dem Ruder - Commerzbank Kolumne

  Anmelden Abmelden -
Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner. Wir speichern ihre Mailadresse ausschließlich zum Versand des Newsletters und geben diese nicht weiter! Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

Nachricht vom 28.02.2018 28.02.2018 (www.4investors.de) - Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland so niedrig wie seit den 80er Jahren nicht mehr. Zugleich kauft die EZB weiterhin Anleihen und erhöht so den Expansionsgrad ihrer Politik. Kein Wunder, dass verstärkt über Inflationsgefahren diskutiert wird. Tatsächlich ist in Deutschland die Inflationsrate deutlich von 1,8% im November auf 1,4% im Februar zurückgekommen – jeweils ggü. Vorjahr. Lohnsteigerungen können die Unternehmen u.a. durch eine höhere Produktivität auffangen. Durch den internationalen Wettbewerb dürften die Firmen auch in diesem Jahr nur wenig Spielraum für Preiserhöhungen haben, so wird die Inflation wohl moderat bleiben.

Anleihen


China: Einkaufsmanagerindizes (Feb.), 02:00 Uhr
Deutschland: Arbeitsmarktdaten (Feb.), 09:55 Uhr
Euroraum: Verbraucherpreise (Feb.), 11:00 Uhr
USA: BIP (Q4, 2. Schätzung), 14:30 Uhr

Gemischte Konjunkturdaten aus dem Euroraum und den USA sowie die erste mit Spannung erwartete halbjährliche Anhörung des neuen Fed-Chefs Powell vor dem US-Kongress schickten gestern die Renditen auf Berg- und Talfahrt. Der jährliche Anstieg der deutschen Verbraucherpreise ging im Februar von 1,6% auf 1,4% J/J etwas stärker als erwartet zurück (siehe im Blickpunkt). Vor allem die Nahrungsmittelpreise, deren Anstieg im Februar von 2,9% J/J auf 1,0% J/J zurückging, trugen neben den Energiepreisen zum nachlassenden Preisdruck bei. Dagegen stieg die Inflationsrate In Spanien von 0,7% J/J auf 1,2% J/J kräftiger als erwartet an. Heute steht die Meldung der Inflationsrate für den gesamten Euroraum im Fokus. Das EU-Wirtschaftsvertrauen nahm im Februar von 114,9 auf 114,1 weniger als erwartet ab und verharrt damit auf sehr hohem Niveau. In den USA fielen die Auftragseingänge langlebiger Güter im Januar mit minus 3,7% M/M überraschend kräftig. Bereinigt um den volatilen Transportsektor gingen sie um 0,3% M/M zurück, hier wurde aber ein Anstieg erwartet. Das US-Verbrauchervertrauen stieg im Februar von 124,3 auf 130,8 Punkte stärker als prognostiziert und erreichte den höchsten Stand seit November 2000. In seiner Rede schlug der neue Fed-Chef Powell doch falkenhaftere Töne an als erhofft. Aufgrund des starken Wachstums könne die Fed ihre Leitzinsen weiter graduell anheben. Die jüngsten Börsenturbulenzen sollten die Wirtschaft nicht besonders stark belasten. Einige Gegenwinde, mit denen die US-Wirtschaft in den vergangenen Jahren konfrontiert war, haben sich in Rückenwind verwandelt. Der US-Dollar stärkte sich ggü. dem Euro und die Renditen stiegen nach der Rede in den USA und Europa an.

Aktien


Aareal Bank, Jahreszahlen
Ahold Delhaize, Jahreszahlen
Bayer, Jahreszahlen
Klöckner & Co, Jahreszahlen
Repsol, Jahreszahlen
Salzgitter, Jahreszahlen

Nach der Talfahrt zum Monatsbeginn bleiben die Anleger an den europäischen Aktienmärkten weiter auf der Suche nach richtungsweisenden Impulsen. Diese waren am Dienstag Mangelware, auch zeigte man sich vor der ersten wichtigen Rede des neuen Fed-Präsidenten zurückhaltend. Darüber hinaus gab es mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, Diesel-Fahrverbote in deutschen Städten für möglich zu erklären, auch einen zusätzlichen belastenden Faktor für den Dax 30. Deutsche Automobilwerte gerieten dadurch nicht besonders unter Druck, fanden sich aber eher in der hinteren Hälfte des Performancetableaus wieder. An der Spitze des deutschen Leitindex standen nach Vorlage starker Jahreszahlen die Aktien von Fresenius (+4,4%). Hier dürfte aber auch die gesunkene Wahrscheinlichkeit für eine Übernahme von Akorn eine Rolle für den deutlichen Kursanstieg gespielt haben. Dagegen rutschten die Titel der Tochter FMC (-2,1%) – trotz Rekordzahlen – wegen einer überraschend hohen Rückstellung für behördliche Untersuchungen in den USA bis fast ans Ende der Kursliste. Im Leitindex des Euroraums, dem EUROSTOXX 50, standen nach der zuletzt erlebten Erholung erneut die Titel aus dem Telekommunikationssektor (-1,1%) unter Druck. Positiv tendierten dagegen vor allem Banken (+0,8%) und Versicherungen (+0,5%). An der Wall Street drehte die Stimmung nach drei positiven Tagen deutlicher. Klares Schlusslicht im Dow Jones war die Aktie von Walt Disney (-4,5%). Hier sorgte der drohende Bieterstreit um Sky ebenso wie bei Comcast (-7,4%) für Kursdruck. Auch die asiatischen Börsen tendieren schwach.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Aktueller Aktienkurs und interaktive Chart-Tools für die DAX Aktie: Hier klicken!!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

20.06.2018 - Aumann: 300 Millionen Euro im Fokus
20.06.2018 - Patrizia Immobilien: Zahlen stützen Prognose
20.06.2018 - Dr. Hönle: Prognose wird angehoben
20.06.2018 - Beate Uhse wird zu be you
20.06.2018 - E.On: Neue Möglichkeiten für das virtuelle Kraftwerk
20.06.2018 - Evotec: Baldiges Aus für die AG
20.06.2018 - Volkswagen: Ein Schritt in Richtung Kapitalmarktfähigkeit
20.06.2018 - DF Deutsche Forfait: Iran-Sanktionen haben schwerwiegende Folgen
20.06.2018 - Kulmbacher Brauerei: Späte Personalmeldung
20.06.2018 - Uhr.de: Details zur Kapitalerhöhung


Chartanalysen

20.06.2018 - Heidelberger Druck Aktie: Lichtblick am Mittwochmorgen, aber…
20.06.2018 - Dialog Semiconductor Aktie: Ein entscheidender Tag?
20.06.2018 - Geely Aktie: Diese Marke hat es in sich!
20.06.2018 - Commerzbank Aktie: Bärenfalle? Das könnte die Chance sein…
19.06.2018 - Medigene Aktie: Boden in Sicht?
19.06.2018 - Deutsche Bank Aktie: Befreiungsschlag voraus?
19.06.2018 - Heidelberger Druck Aktie: War das der Selloff? So sieht die Lage aus!
19.06.2018 - Steinhoff Aktie: Es wird richtig eng für den Konzern!
19.06.2018 - Evotec Aktie: Enttäuschung nach Sanofi-Deal
18.06.2018 - E.On Aktie: Das wäre eine nette Überraschung…


Analystenschätzungen

20.06.2018 - artec: Aktie mit neuem Kursziel
20.06.2018 - ThyssenKrupp: Positive Auswirkungen
20.06.2018 - K+S: Aktie weiter mit Kaufvotum
20.06.2018 - Volkswagen: Überraschende Entwicklung
20.06.2018 - Continental: Kommt ein Börsengang?
20.06.2018 - Roche: Sinnvolle Übernahme
20.06.2018 - Dialog Semiconductor: Apple-Abhängigkeit kann kleiner werden
20.06.2018 - Heidelberger Druckmaschinen: Verkaufsempfehlung für die Aktie entfällt
20.06.2018 - Volkswagen: Ein Minus von fast 10 Prozent
20.06.2018 - Daimler: Sorge um US-Zölle


Kolumnen

20.06.2018 - DAX 30 kurz vor wichtiger Hürde: Kaufsignal 200-Tage-Linie!? - Donner + Reuschel Kolumne
20.06.2018 - USA: Baugenehmigungen sinken im Mai, die Baubeginne steigen aber - Commerzbank Kolumne
20.06.2018 - EuroStoxx 50: Rallychance vertan - UBS Kolumne
20.06.2018 - DAX: Richtungsentscheidung sollte bald fallen - UBS Kolumne
18.06.2018 - DAX: „Dribbling“ auf der 13.000 - Wichtiger Test zum Wochenstart - Donner + Reuschel Kolumne
18.06.2018 - Tesla Aktie: Auf dem Weg zum Rekordhoch - UBS Kolumne
18.06.2018 - DAX: Noch haben die Bullen die Nase vorn - UBS Kolumne
15.06.2018 - DAX: „Die Spiele haben begonnen“ - Donner + Reuschel Kolumne
15.06.2018 - EUR/CHF: Abwärtstrend legt Pause ein - UBS Kolumne
15.06.2018 - DAX: Draghi lässt die Bullen jubeln - UBS Kolumne

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR