Brasilianische Börse startet 2018 sehr gut – Bewertung nicht mehr günstig - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 27.02.2018 27.02.2018 (www.4investors.de) - Der Bovespa-Index gewann 2017 rd. 27%. Für in Euro rechnende Anleger blieb aber „nur“ ein Plus von 9,3% übrig. Damit hat sich der Bovespa deutlich schwächer entwickelt als bspw. unser EM-Länderfavorit Südkorea. Der Kospi-Index gewann sowohl in Landeswährung Won als auch in Euro rd. 21% an Wert. Die Nettomittelzuflüsse in den brasilianischen Aktienmarkt lagen 2017 um 6,3% unter dem Vorjahresniveau. Sinkende (Leit-) Zinsen, eine robuste globale Konjunktur, steigende Rohstoffpreise, solide Firmengewinne und die Erwartung der Investoren, dass Temer bis Oktober 2018 weiter im Amt bleiben wird, führten 2017 zu dem Kursplus. Die Anleger honorierten auch die Reformfortschritte. So wurde der Arbeitsmarkt flexibilisiert. Zudem gab es eine Steuerreform. Nicht zuletzt wurden Ausgaben „gedeckelt“, um den Haushalt zu konsolidieren. Der Start ins Jahr 2018 verlief sehr positiv (Bovespa: +14% seit Jahresbeginn). Die unverändert expansive Geldpolitik sowie ein solide erwartetes Gewinnwachstum im Jahr 2018 (+23% J/J) beflügeln die Kurse. Neben der solide finanzierten externen Verschuldung des Landes honorierte der Markt auch die Nachricht, der zufolge ein Berufungsgericht die Verurteilung des ehemaligen Präsidenten Lula einstimmig bestätigte. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit seiner Kandidatur. Die Chancen für eine reformorientierte Regierung erhöhen sich. Negative Faktoren blendet der Markt weitgehend aus, so u.a. die Verschlechterung des Ratings durch Standard & Poor´s aufgrund fehlender Reformschritte. Sollten sich die politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen wieder erhöhen (ungünstiger Wahlausgang, der die Verabschiedung von Reformen erschwert), dürfte der Bovespa-Index im Jahresverlauf 2018 wieder deutlich korrigieren. Vor dem Hintergrund des derzeit ungünstigen Chance-Risiko-Verhältnisses nach dem starken Anstieg 2017/18 bestätigen wir innerhalb unseres Regionenrankings das Untergewichten-Votum für den Aktienmarkt in Brasilien.

Anleihen


Euroraum: M3-Geldmengenwachstum (Feb), 10 Uhr
Euroraum: Wirtschaftsvertrauen ESI (Feb), 11:00 Uhr
Deutschland: Verbraucherpreise, vorläuf. (Feb), 14 Uhr
USA: Auftragseingänge langleb. Güter (Jan), 14:30 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen, Conf. Board (Feb), 16 Uhr

Am datenarmen gestrigen Handelstag schwankten die zehnjährigen Bundrenditen nur leicht um 0,65%. Interessant waren die Äußerungen des EZB-Direktoriumsmitglieds Coeuré, warum die EZB ihre Nettokäufe beenden könnte, noch bevor sie einen nachhaltigen Anstieg der Inflation erkenne. Coeuré erläuterte, dass sich die EZB als Käufer am Markt zurückziehen könne, ohne eine unerwünschte Erhöhung der Laufzeitprämie der Anleiherenditen zu riskieren. Gleichzeitig deutete er an, dass die EZB eine präzisere Zukunftsprojektion (Forward Guidance) für die künftige Entwicklung der kurzfristigen Zinssätze geben werde. Wir gehen davon aus, dass die EZB trotz anhaltender Zweifel an einem nachhaltigen Anstieg der Inflation den Kauf von Anleihen spätestens zum Jahresende 2018 – nach einer kurzen Phase des Ausschleichens – einstellen wird. Die EZB betont seit längerem, dass die expansive Wirkung wesentlich weniger von den monatlichen Käufen abhängt als von dem hohen Volumen der von der EZB gehaltenen Anleihen. Diese Überlegungen stützten gestern die Anleihen der Euro-Peripheriestaaten. Deren Risikoaufschläge gegenüber Bundesanleihen sanken um mehrere Basispunkte. Heute werden die deutschen Verbraucherpreisdaten für Februar veröffentlicht. Nach den unerwartet deutlich angestiegenen Inflationszahlen in den USA befürchten nun auch einige Anleger für den Euroraum höhere Raten. Wir denken, dass solche Inflationsängste unbegründet sind. Zum einen sollte der deutliche Rückgang der Energiepreise die Inflationsrate auf 1,1% drücken. Zum anderen entfaltet sich bisher kaum Lohndruck, trotz hohen Beschäftigungswachstums.

Aktien


BASF, Bilanz-PK
Fresenius, Bilanz-PK
Fresenius Medical Care, Bilanz-PK
J.P. Morgan, Investorentag
Standard Chartered, Jahresergebnis

Die moderate Erholungsbewegung aus der Vorwoche setzte sich angeführt vom starken Wochenschluss an der Wallstreet gestern an den europäischen Aktienmärkten zunächst fort. In der ersten Handelshälfte zogen die meisten Indizes spürbar an, bevor es dann am Nachmittag in vielen Märkten zu Gewinnmitnahmen kam. Die sinkenden Zinsen sowie der etwas schwächere Euro gaben den Märkten damit per Saldo nur geringe Impulse. Der Dax gewann in diesem Umfeld immerhin noch 0,4%. Einer der Tagesgewinner war die Aktie von Volkswagen mit einem Plus von 1,8%. Sie hatte am Freitag zunächst noch etwas verschnupft auf die Vorlage der Quartalszahlen reagiert. Die Aktie von Daimler sank um 0,3%; offenbar schmeckte einigen Investoren der Geely-Einstieg bei Daimler nicht so recht. Unter Druck standen vor allem Versorgeraktien wie RWE (-0,6%). Auf europäischer Sektorenebene erzielte der Rohstoffbereich (+1,3%) die größten Gewinne. Die stärksten Verluste wies der Immobiliensektor (-0,1%) auf. Die Börsen in den USA tendierten zu Wochenbeginn erneut freundlich. Der Dow Jones-Index gewann u.a. aufgrund abnehmender Zinsängste 1,6%. Damit legte er seit dem Tagestief vom 9. Februar 2018 um 10% zu. Die Aktie von HP Inc. stieg nach einer Votenheraufstufung um 6%. Auf Sektorenebene (S&P 500) waren v.a. die Bereiche Telekommunikation und IT gefragt (+1,8% bzw. +1,6%) gefragt. Tagesverlierer waren Versorgeraktien (-0,3%). Die Börsen in Asien tendierten heute Morgen uneinheitlich. Während der Nikkei 225-Index um 1,1% stieg, kam es insbesondere bei den in Hongkong notierten H-Aktien zu spürbaren Gewinnmitnahmen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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