Einkaufsmanagerindizes geben stärker als erwartet nach - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 22.02.2018 22.02.2018 (www.4investors.de) - Gestern wurde für Februar ein deutlicher Rückgang der Einkaufsmanagerindizes gemeldet. Im Euroraum gingen sie den zweiten Monat in Folge und sehr viel stärker als erwartet zurück. Natürlich ändert das nichts an der fundamentalen Einschätzung, denn sie weisen weiterhin auf ein hohes Wachstumstempo im Euroraum hin. Ein Grund für den überraschend starken Rückgang sind wohl die Finanzmarktturbulenzen, die in der ersten Februarhälfte auftraten. Obwohl die Umfragen nicht die Finanzmarktstabilität umfassen, war in der Vergangenheit immer wieder zu beobachten, dass größere Rückschläge an den Aktienmärkten und höhere Volatilität die Umfrageergebnisse negativ beeinflussten.

Anleihen


Frankreich: Wirtschaftsvertrauen (Februar), 08:45 Uhr
Deutschland: Ifo-Geschäftsklimaindex (Feb.), 10 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 14:30 Uhr

Die Einkaufsmanagerindizes des Euroraums für das Verarbeitende Gewerbe und die Dienstleistungen fielen im Februar noch einmal schwächer als erwartet aus. Bei den Dienstleistungen ging der Indikator von 58,0 auf 56,7 Punkte und im Verarbeitenden Gewerbe von 59,6 auf 58,5 Punkte zurück. (siehe „Im Blickpunkt“). Damit scheinen die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten von Anfang Februar auch in der Wirtschaftsstimmung des Euroraums dämpfende Spuren zu hinterlassen. Obwohl eigentlich Einkaufsmanagerindizes auf „harten Daten“ – wie zum Beispiel der aktuellen Entwicklung von Produktion, Auftragslage und Beschäftigung – beruhen, zeigte sich in der Vergangenheit, dass sie durchaus anfällig für kräftige Schwankungen an den Finanzmärkten sein können. Trotzdem sind wir aktuell recht entspannt, denn ein Ende des Konjunkturaufschwungs im Euroraum signalisieren die gestrigen Daten nicht. Sie liegen immer noch auf historisch hohen Niveaus. Zumindest kurzfristig haben die schwachen Daten den Rentenmarkt gestützt. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel sogar zeitweise unter die Schwelle von 0,70%, erholte sich im Tagesverlauf aber wieder auf 0,72%. Das veröffentlichte Protokoll der letzten FOMC-Sitzung vom Januar gab keine Hinweise auf eine schnellere Straffung der Leitzinsen. Die weitere Inflationsentwicklung wird unterschiedlich gesehen. Jedoch könnte sich die pessimistische Sicht einiger FOMC-Mitglieder in Bezug auf die Lohninflation als veraltet erweisen, denn nur wenige Tage nach der Sitzung wurde der neuste Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, der zeigte, dass die Löhne im Januar deutlich stärker gestiegen waren. Die US-Renditen zogen jedenfalls gestern nach der Veröffentlichung von 2,89% auf 2,94% kräftig an.

Aktien


Anglo American, Axa, Jahresergebnis
Barclays, Jahresergebnis
Deutsche Telekom, Bilanz-PK
Henkel, Krones, Jahresergebnis
HP, Ergebnis Q1
ProSiebenSat.1, Bilanz-PK
Saint Gobain, Telefónica,

Die europäischen Aktienmärkte tendierten nach einem schwächeren Start am Ende uneinheitlich. Die negativen Vorgaben aus den USA belasteten zunächst. Der fallende Euro sowie sinkende Zinsen gaben den Börsen zumindest etwas Halt. Schwächere Makrodaten aus Deutschland und aus der Eurozone sorgten alles in allem für Zurückhaltung unter den Anlegern. In diesem relativ impulslosen Umfeld büßte der Dax rd. 0,1% ein; er schloss aber rd. 100 Punkte über seinem Tagestief. Tagesgewinner im Dax war die Notierung der Deutschen Börse (+2,9%). Die Börsianer honorierten damit v.a. die guten Geschäftszahlen. Zusätzlich sorgte die Votenheraufstufung eines Brokers für Rückenwind. Unter Druck standen dagegen weiterhin Automobilwerte wie VW (-0,8%) oder Daimler (-0,4%). In der zweiten Reihe büßte die Aktie von Vossloh 2,6% ein. Unter Beschuss stand auch erneut die Aktie von Steinhoff (-5,6%). Auf europäischer Sektorenebene waren gestern vor allem Werte aus dem Rohstoffbereich gefragt, die im Schnitt um 1,6% zulegen konnten. Werte aus dem Versorgersektor büßten dagegen als Tagesverlierer durchschnittlich 0,7% ein. Die Börsen in den USA tendierten nach freundlichem Beginn schwächer. Der Dow Jones-Index verlor 0,7%. Zinsängste drückten auf die Stimmung. Alle Sektoren notierten im Minus. Die größten Verluste verzeichneten Immobilientitel (-1,8%). Die Börsen in Asien tendierten nach den negativen Vorgaben der Wallstreet mit Ausnahme Chinas (Wiederaufnahme des Handels nach den Feiertagen) ebenfalls schwächer. Der Nikkei 225 verlor 1,1%.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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