Aufbruchsstimmung in Südafrika - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 21.02.2018 21.02.2018 (www.4investors.de) - Mit dem erzwungenen Rücktritt von Jacob Zuma und der Ernennung von Cyril Ramaphosa zum Präsidenten hat die Regierungspartei ANC wohl im letzten Moment das Ruder für Südafrika herumgerissen. Ramaphosa, einer der reichsten Südafrikaner (McDonalds Restaurants, Coca Cola, Minen), gilt als wirtschaftsfreundlich, hat aber gewerkschaftliche Wurzeln. Leere Staatskassen, eine marode Infrastruktur, soziale Ungleichgewichte und der Widerstand der Begünstigten des „state captures“ machen es Ramaphosa aber nicht einfach. Ein wichtiger Schritt wäre zunächst Investitionssicherheit durch eine positive Überarbeitung und Verabschiedung des neuen Bergbaugesetzes. Dies deutet sich aktuell an. Minenwerte dürften davon profitieren.

Anleihen


Euroraum: Einkaufsmanagerindizes (Feb.), 10:00 Uhr
USA: Einkaufsmanagerindex Markit (Feb.), 15:45 Uhr
USA: Verkäufe gebrauchter Häuser (Jan.), 16:00 Uhr
USA: Veröffentlichung des Fed-Protokolls, 20:00 Uhr

Die Emission 2-jähriger US-Treasuries in Höhe von 28 Mrd. USD belastete gestern den US-Markt. Die Tranche wurde mit einer um 14 Bp. höheren Rendite verauktioniert als noch im Januar. Die Rendite 2-jähriger US-Treasuries stieg im Tagesverlauf auf 2,24%, den höchsten Stand seit 9 Jahren, an. Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries überstieg kurzzeitig 2,92%, ging im Tagesverlauf aber unter 2,90% zurück. Die Renditen von Bundesanleihen stiegen gestern nur kurzfristig an, gaben im Tagesverlauf wieder nach. Der Euro wertet sich gestern ggü. dem US-Dollar deutlich ab. Er startet mit einem Kurs von über 1,24 US-Dollar und fiel dann unter 1,235 US-Dollar. Gründe für die Schwäche waren schwer auszumachen. Es ist sicherlich zu früh, von einer Trendwende bei der Wechselkursentwicklung zu sprechen, zunächst ist es wohl nur eine Gegenbewegung nach dem Aufwärtstrend des Euro. Der Euro profitierte in den letzten Monaten von einer ausgeprägten US-Dollarschwäche, die mit Zins- und Renditedifferenzen nicht zu erklären ist. Durch die US-Steuerreform vergrößert sich allerdings das Haushaltsdefizit der USA enorm. Normalerweise müsste der konjunkturelle Aufschwung für eine Haushaltskonsolidierung genutzt werden. Auch die Nominierung des spanischen Finanzministers Luis de Guindos zum Vizepräsidenten der EZB gab dem Euro gestern keine Unterstützung. Die jüngsten Turbulenzen an den Aktienbörsen haben die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten gedämpft. So sank der ZEW-Index für konjunkturelle Erwartungen in Deutschland um 2,6 auf 17,8 Punkte, für die aktuelle Lage um 2,9 auf 92,3 Punkte. Heute werden die Einkaufsmanagerindizes für Februar für den Euroraum gemeldet.

Aktien


Glencore, Jahreszahlen
Hochtief, Jahreszahlen
Orange, Jahreszahlen
Telefonica Deutschland, Jahreszahlen

Nach der Erholung in der vergangenen Woche suchen die europäischen Aktienbörsen aktuell noch nach einem neuen Antrieb. Am Dienstag erwies sich zumindest der etwas schwächere Euro als Stütze. Im deutschen Leitindex Dax 30 profitierten die Titel des Halbleiterkonzerns Infineon (+2,2%) von der aufkommenden Übernahmefantasie in der Branche, während erneut die großen Automobilwerte (VW Vz., BMW und Daimler jeweils -0,6%) am Ende des Kurstableaus wiederzufinden waren. Im MDax sorgten solide Jahreszahlen und vor allem ein optimistischer Ausblick beim Spezialchemieunternehmen Covestro (+3,3%) für steigende Kurse. Im EUROSTOXX 50 konnten bis auf Nahrungsmittel (0,5%) alle Branchen Gewinne verbuchen. Besonders fest tendierten dabei die zyklischen Sektoren Baustoffe (+1,6%), Chemie und Industrie (jeweils +1,2%). Banken (+0,5%) konnten sich trotz der enttäuschenden Jahresvorlage von HSBC (-3,1%) noch vergleichsweise gut halten. Im Gegenzug hatte die französische Großbank Credit Agricole (+1,4%) von einer Hochstufung durch ein Analysehaus profitiert. An der Wall Street missglückte dem Leitindex Dow Jones der Start in die neue Woche. Hier belastete vor allem der Kurssturz von Wal-Mart (-10,2%). Die schwächere Entwicklung im Internethandel und vor allem ein enttäuschender Ausblick hatten bei den Titeln der Supermarktkette für einen deutlichen Einbruch gesorgt. Deutlich besser entwickelte sich der technologielastige Nasdaq 100, der von der bereits erwähnten Konsolidierungsfantasie bei Halbleitern profitierte. IT (+0,25%) konnte sich so im allgemein negativen Umfeld stabil halten, während der Basiskonsum (-2,3%) deutlich schwächer tendierte. In Asien tendieren die Indizes heute Morgen etwas freundlicher.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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