Schwellenländerbörsen korrigieren nach glänzendem Jahresstart - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 20.02.2018 20.02.2018 (www.4investors.de) - Der Jahresstart verlief für die EM-Aktienmärkte glänzend. Der MSCI EM-Index gewann im Januar 8,3%. Die robuste globale Konjunktur führt in weiten Teilen der Welt zu steigenden Gewinnerwartungen, so auch in vielen Ländern der Emerging Markets. Der schwache US-Dollar (-3,2% im Januar) sowie zum Teil steigende Rohstoffpreise (Rohöl: +3,7%) bildeten eine solide Basis für weitere Kursgewinne. Stark steigende US-Zinsen wurden von den Anlegern im Januar weitgehend negiert. Alle 11 EM-Sektoren wiesen im Januar Gewinne auf. Besonders gefragt waren die Bereiche Banken (+14,2%), Software (+13,2%) sowie Energie (+12,6%). Zyklische Sektoren wiesen somit gegenüber dem Defensivbereich eine Outperformance aus. Ein Korb aus EM-Währungen gewann gegenüber dem US-Dollar rd. 2,9% an Wert. Regional waren vor allem die Börsen in Brasilien, Russland und China gefragt. Ende Januar/Anfang Februar 2018 kam es dann jedoch teilweise zu kräftigen Gewinnmitnahmen. Auslöser für die Korrektur waren stärker als erwartet ausgefallene Stundenlöhne in den USA, die die Sorge vor rascher als prognostiziert anziehenden Inflationsraten und Zinsen schürten. Infolgedessen geriet die Börse in den USA für kurze Zeit ins Straucheln und riss die weltweiten Aktienmärkte mit sich nach unten. So büßten beispielsweise die im Januar 2018 stark gestiegenen H-Aktien (Hongkong) sämtliche Gewinne wieder ein, bevor sich das Geschehen in der zweiten Februarwoche wieder spürbar beruhigte. Alles in allem dürften die EM-Börsen kurzfristig weiter in einem unruhigen Fahrwasser schwimmen. Solide Makro- und Mikrodaten stehen im Widerstreit mit möglicherweise weiter anziehenden Preisen und steigenden Zinsen. Innerhalb unseres Regionenrankings bestätigen wir vorerst unser neutrales Votum für die Aktienmärkte in den Emerging Markets. Wir bevorzugen unverändert die Börsen in Europa.

Anleihen


Deutschland: ZEW-Umfrage (Februar), 11:00 Uhr

Die Woche startete an den europäischen Rentenmärkten mit recht verhaltenen Umsätzen. Es standen keine marktrelevanten Daten an. Zudem war in den USA Feiertag, so dass auch von dort keine Impulse kamen. Nachdem die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen am Freitag noch deutlich von 0,78% auf 0,70% zurückging, gab es gestern eine Gegenbewegung auf 0,735%. Wir denken, dass ein weiterer Anstieg der Renditen in nächster Zeit aber begrenzt sein dürfte. Durch den merklichen Anstieg der langfristigen Zinsen im Euroraum und auch in den USA (die zehnjährigen US-Treasuries kamen mit 2,94% der 3%-Schwelle sehr nahe – so hoch wie zuletzt Anfang 2014) und die Turbulenzen an den Aktienmärkten dürfte den Bären am Rentenmarkt allmählich die Luft ausgehen. Die bisher herrschende gute Stimmung der Wirtschaft im Euroraum könnte durch diese Entwicklungen gedämpft werden. In der aktuellen Woche stehen eine Reihe von Stimmungsindikatoren an: Für Deutschland die ZEW Konjunkturerwartungen (heute) sowie der Ifo-Geschäftsklimaindex (Donnerstag). Des Weiteren für den Euroraum die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und die Dienstleistungen. Wir gehen bei allen Daten von leichten Rückgängen aus. Im Rennen um den Posten des EZB-Vize scheint alles auf Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos hinauszulaufen. Irland zog die Kandidatur des irischen Notenbankchefs Philip Lane zurück und gab bekannt, ebenfalls de Guindos unterstützen zu wollen. De Guindos und Lane waren die einzigen Kandidaten für den Posten des Stellvertreters von EZB-Präsident Mario Draghi. Die Neubesetzung gilt als richtungweisend für die 2019 anstehende Wahl eines Nachfolgers von EZB-Chef Mario Draghi. Die Aussichten von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann auf den EZB-Chefsessel dürften steigen, sollte ein Südeuropäer Vize werden.

Aktien


BHP Billiton, Jahreszahlen
BP, Energy Outlook 2018
Deutsche Börse, Jahreszahlen
HeidelbergCement, Jahreszahlen
HSBC Holdings, Jahreszahlen
Wal-Mart Stores, Ergebnis Q4

Die europäischen Aktienbörsen rutschten trotz eines festeren Handelsstarts zum Wochenbeginn leicht in den negativen Bereich. Angesichts der Feiertage an vielen wichtigen Überseebörsen und im Vorfeld der Veröffentlichung wichtiger Sentimentindikatoren agierten die Anleger relativ zurückhaltend. Im deutschen Leitindex Dax 30 konnten sich vor allem die Aktien des Versorgers RWE (+2,4%) und der Deutschen Bank (+2,1%) positiv in Szene setzen. Dagegen fanden sich die Titel von Daimler (-2,1%) am anderen Ende der Kursliste wieder, nachdem Printmedien erneut Gerüchte um eine Abgasmanipulation bei Mercedes-Modellen lanciert hatten. In diesem Umfeld tendierten alle Automobilwerte schwächer. Im Euroraum konnten nur die rohstoffbasierten Branchen Grundstoffe (+0,5%) und Energie (+0,1%) leicht zulegen. Auch die Finanzbranchen hielten sich vergleichsweise stabil. Da der Kursdruck bei Daimler auch bei den Wettbewerbern für schlechte Stimmung sorgte, waren Automobile (-1,3%) der schwächste Sektor. Zusätzlich belastete ein Rückruf für LKWs und Pick-Ups bei Fiat Chrysler (-2,1%). An der Wall Street fand wegen des Presidents‘ Day gestern kein Handel statt. Auch die asiatischen Börsen tendierten heute Morgen in der Breite leicht schwächer. Während an den chinesischen Märkten weiterhin wegen der Goldenen Woche nicht gehandelt wurde, musste der Nikkei 225 nach dem starken Wochenstart wieder deutlichere Verluste hinnehmen.
Die europäischen Aktienbörsen werden angesichts der ausbleibenden Vorgaben nur wenig verändert erwartet.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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