Deutsches BIP wächst 2017 um 2,2% – Boom setzt sich im ersten Halbjahr fort - Nord LB Kolumne

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Nachricht vom 14.02.2018 14.02.2018 (www.4investors.de) - Das Statistische Bundesamt hat heute Morgen eine erste Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im letzten Quartal 2017 veröffentlicht. Demnach blieb die Wachstumsdynamik zum Jahresende wie schon in den Vorquartalen oberhalb des Potenzialpfads. Die Wirtschaftsleistung legte saisonbereinigt im vierten Quartal um 0,6% Q/Q zu. Gegenüber der Vorjahresperiode ergibt sich ein Anstieg um 2,9% bzw. ohne Arbeitstagebereinigung um 2,3%. Damit liegt die Expansionsrate auch leicht über der nur vagen Indikation von ½% Q/Q aus der Jahrespressekonferenz Anfang Januar. Die Jahreswachstumsrate 2017 in Höhe von 2,2% (2,5% kalenderbereinigt) wurde durch die heutige Schnellschätzung bestätigt. Der Wert für das Vorquartal wurde hingegen leicht abwärts revidiert. Insgesamt liegen die heute veröffentlichten Zahlen im Rahmen der Schätzungen der zuvor von Bloomberg und Reuters befragten Analysten und Volkswirte.

Zwar veröffentlichten die Statistiker im Rahmen der ersten Vorausschätzung wie üblich noch keine Details zur Entwicklung der Komponenten, gaben aber gleichwohl einige grobe Hinweise. Demnach kamen positive Impulse vor allem von den Nettoexporten, da die Ausfuhren sehr kräftig und auch stärker als die Importe zulegten.

Während der öffentliche und der private Konsum das Wachstum wie erwartet nur leicht gestützt haben dürften, entwickelten sich die Investitionen zum Jahresende enttäuschend. In Ausrüstungen wurde nur etwas mehr als zuvor investiert, während die Bauinvestitionen erneut zurückgingen. Insbesondere bei den Ausrüstungsinvestitionen dürfte sich das Bild aber zügig wieder aufhellen, da sich viele Unternehmen dank des hohen Auftragsüberhangs einer Überauslastung ihrer Kapazitäten gegenübersehen.

Die deutsche Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr erneut als äußerst robust gegenüber vielfältigen Risiken erwiesen. Dies ist aber keine Garantie dafür, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Die Wahlen in Italien, Donald Trump, die schwierigen Brexitverhandlungen und die geopolitischen Konflikte sind Risikofaktoren für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Auch ist noch nicht gesichert, ob und wann Deutschland endlich wieder eine gewählte Regierung hat, wenngleich die Ablehnung des Koalitionsvertrages durch die SPD-Basis nicht sehr wahrscheinlich sein dürfte.

Zunächst aber bleibt die deutsche Wirtschaft in der Boomphase. Die Vorzeichen für das laufende Quartal sind sehr gut. So spricht der kräftige Anstieg der Auftragseingänge im vierten Quartal für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends der Industrieproduktion. Aber auch der Konsum sollte wieder stärker zum Wachstum beitragen: Die Beschäftigungsentwicklung war bis zuletzt sehr positiv und das Verbrauchervertrauen notiert auf einem Rekordniveau. Auch die Frühindikatoren deuten weiterhin auf einen äußerst kräftigen Aufschwung hin, insbesondere die aktuelle Lage wird so gut wie noch nie beurteilt.. Für das Gesamtjahr 2018 prognostizieren wir, dass die Wirtschaftsleistung sehr kräftig um 2,6% zulegen wird – womit allmählich jedoch die Luft dünner wird.

Fazit: Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal 2017 kräftigen gewachsen. Das reale BIP legte zum Jahresende saison- und kalenderbereinigt um 0,6% gegenüber dem Vorquartal zu. Vor allem der Außenhandel trug zum Wachstum bei. Die deutsche Wirtschaft erweist sich damit bis zuletzt als äußerst robust, auch gegenüber einer Vielzahl externer Risikofaktoren. Zudem deuten die Frühindikatoren auf eine Fortsetzung des dynamischen Wirtschaftsaufschwungs hin. Unternehmen und Verbraucher sind aktuell so positiv gestimmt wie selten zuvor, weshalb wir für das laufende Jahr ein BIP-Wachstum in Höhe von 2,6% prognostizieren. Das hohe und stetige Wachstum in der gesamten Eurozone setzt die EZB zunehmend unter Druck, ihre sehr expansive Geldpolitik zügig anzupassen!


Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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