Koalitionsvertrag steht – GroKo aber noch nicht - VP Bank Kolumne

Bild und Copyright: PriceM / shutterstock.com

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Nachricht vom 07.02.2018 07.02.2018 (www.4investors.de) - Laut Medienberichten steht der Koalitionsvertrag – zumindest im Grundsatz. Allerdings ist deshalb eine große Koalition noch nicht in trockenen Tüchern. Jetzt richten sich die Blicke auf das SPD-Mitgliedervotum. Die Parteibasis der SPD muss nun den Segen zu einer GroKo geben. Zu vermuten ist, dass der Entscheid ähnlich knapp ausfällt wie die Zustimmung des SPD-Parteitages zu den Koalitionsverhandlungen. Somit gilt: Eine große Koalition ist noch keineswegs gesichert.

Viele der im Koalitionsvertrag vereinbarten Beschlüsse sind begrüßenswert – insbesondere die geplanten Investitionen und Investitionsanreize in das digitale Telekommunikationsnetz. Allerdings muss klar sein, der Koalitionsvertrag ist ein Kompromisspapier. Möglichst viele Interessen sollen befriedigt werden. Viele Dinge werden in Angriff genommen werden – möglicherweise zu viele. Zum Repertoire gehört Bildung, Digitalisierung, Energie, Gesundheit, Pflege, Rente und Verkehr. Das sind viele Projekte für eine Legislaturperiode. Die Gefahr ist groß, dass es am Ende heißt: Von allem ein bisschen, aber nichts richtig. Aus wirtschaftlicher Sicht besteht zumindest die Hoffnung, dass sich bei den geplanten Infrastrukturprojekten – insbesondere im Bereich der Digitalisierung – eine Selbstdynamik entwickelt.

Für die EU ist eine große Koalition hingegen eine positive Nachricht. Emmanuel Macron kann sich freuen. Auch wenn es zu einer tatsächlichen Vertiefung der EU noch ein weiter Weg ist, die Diskussionen können beginnen. Die Zeit hierfür ist günstig: Die Wirtschaft holt Schwung und die EU-kritischen Stimmen sind auf dem Rückzug. Es ist also gut, wenn sich die deutsch-französische Achse jetzt Gedanken über eine Vertiefung macht. Erst wenn es eine gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik gibt, hat der Währungsraum dauerhaft eine Chance.


Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der VP Bank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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