Deutschland: Inflationsrate geht im Januar leicht zurück - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 31.01.2018 31.01.2018 (www.4investors.de) - Die Inflationsrate ist in Deutschland im Januar leicht auf 1,6% J/J gefallen, weniger als mit 1,7% erwartet worden war. Besonders stark sanken die Energiepreise, deren Rückgang nicht von höheren Nahrungsmittelpreisen kompensiert werden konnten. Zudem gab es einige Sondereffekte wie zum Beispiel billigere Pauschalreisen sowie Rabatte bei Winterbekleidung, die aufgrund der milden Witterung schon im Januar gewährt wurden. Da die deutsche Wirtschaft stark wächst und auch die Gewerkschaften in der aktuellen Tarifrunde deutlich höhere Löhne fordern, gehen wir von einem zukünftigen größeren Anstieg der Verbraucherpreise aus.

Anleihen


Euroraum: Verbraucherpreise (Jan.), 11:00 Uhr
Euroraum: Arbeitslosenquote (Dez.), 11:00 Uhr
USA: ADP-Beschäftigungsumfrage (Jan.), 14:15 Uhr
USA: Arbeitskostenindex (4. Quartal), 14:30 Uhr
USA: Zinsentscheid der Fed, 20:00 Uhr

Die Preisdaten aus den deutschen Bundesländern fielen für Januar moderater aus als erwartet. Sie gingen im Durchschnitt um 0,7% M/M zurück und die Jahresrate der Inflation ermäßigte sich leicht von 1,7% auf 1,6% (siehe „Im Blickpunkt“). Die Bundesanleihen erholten sich nach den starken Renditeanstiegen in den letzten Tagen nur wenig. Neben den Preisdaten stand gestern auch das reale BIP-Wachstum im Euroraum zur Meldung an, dass im 4. Quartal 2017 mit 0,6% Q/Q bzw. +2,7% J/J weiter kräftig wuchs. Es war das fünfte Quartal mit einer Wachstumsrate von mindestens 0,6%. Ein Ende des Aufschwungs ist noch nicht in Sicht, auch für das erste Quartal 2018 zeichnet sich eine kräftige BIP-Zunahme im Euroraum ab. Damit sehen wir uns für unsere Wachstumsprognose in Höhe von 2,5% für dieses Jahr erst einmal bestätigt. Die EU-Vertrauensindikatoren gaben außer dem Verbrauchervertrauen im Januar leicht nach. Das EU-Wirtschaftsvertrauen ging erstmals seit 8 Monaten leicht von 115,3 auf 114,7 Punkte zurück, blieb damit aber über dem Durschnitt des 4. Quartals (114,3 Punkt). Die guten Konjunkturdaten sowie gute Aussichten auf eine Einigung für eine Regierungsbildung in Deutschland haben auch den Euro wieder kurzzeitig auf 1,2450 USD erholen lassen. In den USA stieg das Verbrauchervertrauen um mehr als 2 Punkte auf 125,4 Punkte und revidierte damit den Rückgang im Vormonat teilweise. Die Rede zur Lage der Nation von Präsident Trump brachte nichts Neues und keine Impulse. Heute findet die letzte Fed-Sitzung unter dem Vorsitz von Janet Yellen statt, eine Zinsänderung erwarten wir nicht.

Aktien


Infineon/Siemens, Ergebnis Q1
ArcelorMittal/Qiagen/Santander, Ergebnis Q4
Ericsson/H&M/ING Group, Jahreszahlen
Unibail-Rodamco, Jahreszahlen
Microsoft/Samsung, Ergebnis Q4
AT&T/Boeing/eBay/Paypal, Ergebnis Q4

Ausgehend von den schwächeren Überseebörsen dämmte sich am zweiten Handelstag der Woche auch der Optimismus an den europäischen Aktienbörsen ein. Nach der schwächeren Eröffnung konnten die Indizes zwar die Verluste bis zum Mittag fast wieder aufholen, doch ab diesem Zeitpunkt ging es sukzessive bergab. Besonders als sich vorbörslich die Verluste an der Wall Street auszuweiten begannen, setzten stärkere Abgaben ein. Schwächste Einzeltitel im Dax 30 waren die Aktien der Deutschen Bank (-4,5%, Nachricht über eine angebliche Finanzierungslücke der HNA, ihrem größten Anteilseigner), von RWE (-3,7%, Analystenherabstufung) sowie von SAP (-2,1%, Q4-Zahlen leicht unter den Erwartungen). Nur wenige Titel konnten zulegen. Auch im EURO-STOXX 50 zeigte der Trend südwärts. Zweitschwächster Titel war hier Philips (-3,7%, Jahreszahlen leicht enttäuschend). Lediglich die defensive und zuletzt sehr schwache Nah-rungsmittelbranche (+0,1%) konnte sich in diesem Umfeld behaupten. Besonderer Druck lastete auf den Sektoren Energie (-1,8%), Banken (-1,5%) und Grundstoffe (-1,4%). An der Wall Street setzten sich die Gewinnmitnahmen vom Vortag weiter fort. Steigende Zinsängste sorgten dafür, dass selbst gute Quartalszahlen in den Hintergrund rückten. So nutzten die Anleger die guten Zahlen von McDonald’s (-3,0%) und Pfizer (-3,1%) um Gewinne zu realisieren. Schwächste Branchen waren in diesem Umfeld Gesundheit (-2,1%) und Energie (-2,0%). In Asien entwickeln sich die Märkte heute Morgen uneinheitlich. Insbesondere die chinesischen Börsen können sich im späten Handel stabil halten.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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