Große Nachfrage nach der neuen 2028er spanischen Staatsanleihe - National-Bank Kolumne

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Nachricht vom 24.01.2018 24.01.2018 (www.4investors.de) - Die Neuemissionen von Irland oder Portugal wurden in den vergangenen Wochen bereits ausgezeichnet aufgenommen. Gestern war nun Spanien an der Reihe. Beflügelt von dem Ratingupgrade von Fitch wurde das Orderbuch bei mehr als 43 Mrd. Euro geschlossen. Letztlich wurde die Emission der 10jährigen Anleihe 10 Mrd. € schwer. Zugleich gingen die Renditeaufschläge der Peripherieanleihen gegen Bunds trotz der gleichzeitig laufenden Platzierung zurück. Das ist ein deutliches Zeichen für „Anlagenotstand“ bei den Adressen, die bspw. aus aufsichtsrechtlichen Gründen auf Investitionen in Staatsanleihen angewiesen sind. Vergessen scheinen bereits alle Probleme, die diese Ländergruppe während und nach der Finanzkrise hatten, obwohl zahlreiche Probleme noch nicht gelöst sind.

Risiko ist wieder gefragt, was auch die Renditeentwicklung der italienischen Staatsanleihen nahe legt. Mit der Parlamentswahl am 4. März steht ein Ereignis bevor, bei dem der Ausgang nach wie vor völlig offen ist. Und ein Blick in die Wahlprogramme der großem Parteien verrät eine Gemeinsamkeit: Von Sparen halten sie alle nichts. Es sollen dagegen wieder „Wohltaten“ verteilt werden, deren Finanzierung man am besser offen lässt. Der wirtschaftliche Aufschwung im Euroraum, der heute durch die vorläufigen Werte der Markit Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und das Dienstleistungsgewerbe für den Januar sicher bestätigt wird, trägt erheblich dazu bei, dass die Regierungen im Euroraum wieder freigiebiger werden. Das niedrige Renditeniveau für Refinanzierungen lockt ebenfalls. Mit antizyklischer Fiskalpolitik lassen sich ja auch keine Wahlen gewinnen.

Das macht die Geldpolitik für die EZB nicht einfacher. Bislang hat der EZB-Chef überwiegend vergeblich darauf hingewiesen, dass die lockere Geldpolitik ein Baustein für das Ankurbeln des Wachstums im Euroraum ist und dass die Euroländer ebenfalls ihren Beitrag leisten müssen. Letzterer fällt jedoch abgesehen von den Konsolidierungsmaßnahmen, die vor Jahren eingeleitet werden mussten, vergleichsweise bescheiden aus. Der EZB-Chef wird sich morgen zwar darum bemühen, die jüngst aufgebauten Erwartungen über ein schnelles / vorzeitiges / abruptes Ende des QE-Programms gefolgt von einer baldigen Leitzinswende einzufangen. Doch dürfte die Monate mit EZB-Anleihekäufen gezählt sein. Unmittelbaren Handlungsbedarf gibt es aufgrund der gesamteuropäischen Preisentwicklung nicht. Dennoch wird auch die EZB nicht umhin kommen, die wirtschaftliche Dynamik hierzulande zu würdigen. Letztlich wird er die Erwartungen an einen baldigen Zinsschritt dämpfen können. Ob das dann auch Wirkung auf den Euro haben wird, ist völlig offen. Schließlich durchkreuzt die Aufwertung sicher Überlegungen zur Inflationsentwicklung im Euroraum.

Abgesehen von den Markit Indizes gibt es nichts Bedeutendes an Wirtschaftsdaten. Neben der EZB warten die Investoren auf den Auftritt des US-Präsidenten in Davos am Freitag. Dass die US-Administration „America First“ ernst nimmt, zeigen die neuen Importzölle auf einige Güter.

Immerhin konnte man im Senat gestern feststellen, dass beide Parteien gemeinsam abstimmen können: Jerome Powell wurde mit großer Mehrheit zum neuen Fed-Chef berufen, und trotz kritischer Stimmen dürfte Marvin Goodfriend gute Chancen haben, in das Board einzuziehen.

In diesem Umfeld dürfte der Bund Future behauptet starten und sich zwischen 160,05 und 161,40 bewegen. Die Rendite der 10jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,56 und 2,71% schwanken, wobei die Emission der 5jährigen US-T-Notes durchaus belastend wirken könnte, während sich die 2jährigen Floater problemlos platzieren lassen sollten.


Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der NationalBank AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



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