DAX: Hoffnung auf politischen Rückenwind sorgt für neue Rekorde - Nord LB Kolumne

Bild und Copyright: Jan Schneckenhaus / shutterstock.com.

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Nachricht vom 23.01.2018 23.01.2018 (www.4investors.de) - Die gute Stimmung an den Börsen sorgt für Arbeit bei den Wirtschaftshistorikern. So konnte der deutsche Bluechip-Index DAX heute neue Rekordmarken erreichen. Die internationalen Aktienmärkte setzen derzeit auf politischen Rückenwind für die Kurse. In den USA haben sich Demokraten und Republikaner nach schwierigen Verhandlungen auf eine Zwischenlösung im Haushaltsstreit einigen können. Die Finanzierung des Bundes ist damit zunächst bis Anfang Februar gesichert. Donald Trump hat das entsprechende Gesetz noch am gestrigen Abend unterzeichnet. Damit konnte der „Government-Shutdown“ extrem zügig beendet werden.

In der Summe dürfte der nur sehr kurze Stillstand des Staates die USA wohl kaum ökonomische Aktivität gekostet haben. Dies sind natürlich positive Nachrichten für die internationalen Aktienmärkte.

Zudem mag noch etwas nachhallen, dass die Börsen auf eine zügige Regierungsbildung in Berlin hoffen. Dies würde die politische Stabilität in Europa erhöhen, was ohne jeden Zweifel stützend für die Kurse an den Aktienmärkten wäre.

Allerdings scheint mittlerweile viel Optimismus eingepreist zu sein. Folglich erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von negativen Überraschungen. In diesem Umfeld gibt es natürlich eine erhöhte Gefahr von Rückschlägen.

Ungemach droht beispielsweise von der Seite der US-Politik. Der gestern in Washington gefundene Kompromiss im Haushaltsstreit ist nur eine Übergangslösung. Angesichts der weiterhin zu beobachtenden großen politischen Konflikte im Kongress kann es bereits im Februar zu einem erneuten „Government-Shutdown“ kommen. Eine mittel- bis längerfristige Strategie zur sinnvollen Ausgestaltung der Staatsfinanzierung fehlt also auch weiterhin. Selbst innerhalb der Republikaner gibt es an dieser Stelle sehr unterschiedliche Auffassungen. Wir bleiben bei der Einschätzung, dass die Finanzierung als große Achillesferse der großen Steuerreform zu betrachten ist. Hier kann es ohne jeden Zweifel noch zu Problemen kommen, die dann die Aktienkurse weltweit über höhere Risikoprämien belasten würden.

Grundsätzlich führt der auch auf den jüngsten politischen Ereignissen fußende Optimismus an den internationalen Börsen zu einem Umfeld, in dem Aktien nicht mehr günstig bewertet sind. Angesichts eines vor allem in den USA zu beobachtenden Anstiegs des Zinsniveaus werden Anleihen für Investoren unserer Auffassung nach sukzessive attraktiver. Auf der Basis der Konsensschätzung für das Jahr 2018 liegt die Dividendenrendite des S&P 500 mit weniger als 1,90% beispielsweise unterhalb der Verzinsung von 2J US-Staatsanleihen. In diesem Umfeld ist unserer Auffassung nach zunehmend mit Umschichtungen zu rechnen, welche die Aktienkurse belasten sollten.


Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Lesen Sie hierzu auch folgenden Beitrag aus der 4investors-Redaktion - DAX: Nur eine Frage von Minuten? - Donner + Reuschel Kolumne



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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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