Inflationsraten wieder auf normaleren Niveaus - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 18.01.2018 18.01.2018 (www.4investors.de) - Die Inflationsraten gingen in den Jahren 2014/15 stark zurück und verharrten 2015 nahe der Nulllinie und wurden zeitweise negativ. Hauptgrund dafür war der Ölpreis, der 2014 kräftig zurückging und seinen lokalen Tiefpunkt Anfang 2016 erreichte. In den USA erhöhte sich der Verbraucheranstieg bereits in 2015 wieder. Dagegen wies der Euroraum bis April 2016 noch negative Inflationsraten auf. Die Preisentwicklung spiegelt sich in der Notenbankpolitik wider. In den USA hat die Fed ihre Geldpolitik gedreht. Jetzt ist auch die EZB dabei, den Aus-stieg aus der ultralockeren Geldpolitik vorzubereiten. Die hohen Inflationsraten in Großbritan-nien resultieren vor allem aus der Pfundabwertung nach dem Brexit-Referendum.

Anleihen


China: Reales BIP-Wachstum (4. Quartal), 8:00 Uhr
China: Industrieproduktion (Dezember), 8:00 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosengeld, 14:30 Uhr
USA: Philadelphia-Fed-Index (Januar), 14:30 Uhr
USA: Baubeginne (Dezember), 14:30 Uhr

Die US-Industrie meldete gestern einen kräftigen Produktionsanstieg im Dezember. Auf den zweiten Blick relativiert sich der Zuwachs von 0,9% zum Vormonat jedoch: Ein Großteil entfiel auf die Versorger, offenbar führten sehr kalte Temperaturen für eine stärkere Energienachfrage als im Dezember üblich. Zudem wurden die Vormonatsdaten nach unten revidiert. In der Summe sorgten daher die Daten für keine Marktreaktion. Die Bank von Kanada hat auf die zuletzt sehr guten Konjunkturdaten reagiert und den Leitzins von 1% auf 1,25% angehoben. Dieser Schritt war von den Marktteilnehmern erwartet worden und stützte daher den kanadischen Dollar nicht. Vor allem der sehr kräftige Beschäftigungszuwachs aber auch die jüngsten Inflationsdaten haben die Bank von Kanada zu der Zinserhöhung verleitet. Weitere Zinserhöhungen dürften folgen – wahrscheinlich im Gleichschritt zur US-Notenbank, um eine Aufwertung des kanadischen Dollar zum US-Dollar zu vermeiden. In China wuchs die Wirtschaft 2017 um 6,9% gegenüber dem Vorjahr – stärker als offiziell erwartet wurde, aber im Rahmen der Analystenerwartungen. Der Zuwachs der Industrieproduktion fiel mit 6,6% ähnlich kräftig aus. China hat das Luxus-problem, dass die Chinesen viel zu viel sparen – etwa 40% der Wirtschaftsleistung. In Zeiten mit zahlreichen Investitionsmöglichkeiten mit hohen Renditen befeuern hohe Investitionen den wirtschaftlichen Aufholprozess. Doch mittlerweile steigt in China die Gefahr von Überinvestitionen – nicht zuletzt im Immobilienmarkt. Der Aufschwung in China wäre stabiler, wenn die Chinesen mehr konsumieren würden.

Aktien


American Express, Ergebnis Q4
Bank of New York Mellon, Ergebnis Q4
IBM, Ergebnis Q4
Morgan Stanley, Ergebnis Q4

Nach der leichten Erholung vom Vortag befanden sich die europäischen Aktienbörsen zur Wochenmitte fast kontinuierlich im negativen Terrain. Erneut belastet der weiter hohe Kurs des Euro. Auch die festere Eröffnung der Wall Street lieferte an diesem Handelstag keine Unterstützung. Im deutschen Leitindex Dax 30 konnten mit Vonovia (+1,2%) und Beiersdorf (+0,5%) hauptsächlich Titel aus dem defensiven Bereich Gewinne verbuchen. Am Ende der Kursliste standen die Vorzugsaktien von VW (-1,8%), die allerdings am Vortag noch den höchsten Stand seit August 2015 (Bekanntwerden des Dieselskandals) erreicht hatten. Im EUROSTOXX 50 konnte lediglich die Informationstechnologie (+0,6%) spürbar zulegen. Hier hatte ASML (+5,1%) mit starken Jahreszahlen und höheren Ausschüttungen überzeugen können und so den Branchenindex gestützt. Vor allem Grundstoffe und Banken (jeweils -0,6%) sowie Telekommunikation (-0,8%) tendierten hingegen schwächer. An der Wall Street heizten gute Konjunkturdaten die aktuelle Rekordjagd weiter an. Die unerwartet starke Industrieproduktion in Verbindung mit den Einzelhandelsdaten von Freitag sprechen für eine weitere Belebung der Konjunktur. Unter der Führung der weiter haussierenden Informationstechnologie (+1,6%) konnten alle Branchen Gewinne verbuchen. Auf der Einzelwerteseite hingegen gab es deutliche Diskrepanzen. Während Boeing (+4,7%) weiter auf Rekordkurs blieb, büßten die Anteilscheine von General Electric (-4,7%) am Ende des Dow Jones deutlich ein, nachdem bekannt geworden war, dass der Industriekonzern für sein Altgeschäft bei US-Versicherungen milliardenschwere Belastungen verbuchen muss. In Asien entwickeln sich die Börsen heute Morgen uneinheitlich.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: Euro
WKN: 965275
ISIN: EU0009652759
Branche: Währung Europa - Wechselkurs EUR/US-Dollar

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13.07.2015 - Griechenland-Krise: Weißer Rauch aus Brüssel - DAX und Euro gewinnen deutlich




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