Schwellenländerbörsen erzielen im Jahr 2017 eine kräftige Outperformance - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 17.01.2018 17.01.2018 (www.4investors.de) - Die Schwellenländerbörsen übertrafen im Jahr 2017 alle Erwartungen. Der MSCI Emerging Markets (EM)-Index gewann 2017 34,3%. Damit erzielte er sowohl gegenüber dem Developed Markets-Index (+20,1%) als auch gegenüber dem MSCI Welt-Index (+21,6%) eine deutliche Outperformance. Die vielen kritischen Äußerungen nach der Wahl über Trump zum neuen US-Präsidenten - mit überwiegend negativen Einschätzungen in Bezug auf die Entwicklung an den Schwellenländerbörsen - erwiesen sich fast alle als falsch. Die von vielen befürchtete protektionistische Politik seitens der USA blieb aus. Politische Störfeuer innerhalb der EM, die es 2017 zahlreich gab, belasteten die Aktienmärkte allenfalls zeitweise. Die Widerstandsfähigkeit vieler Volkswirtschaften innerhalb der EM war stärker als gedacht. Verantwortlich für die beste EM-Performance seit 2009 zeichneten mehrere Faktoren. Ein wichtiger Grund war die Beschleunigung des Gewinnwachstums der Firmen in den EM von +8% im Jahr 2016 auf geschätzte +23% im Jahr 2017 (jeweils ggü. dem Vorjahr). Hinzu kam nach einer langen Phase der Underperformance ein deutlicher Bewertungsabschlag der EM ggü. den DM. Eine unverändert expansive Geldpolitik in vielen Ländern gepaart mit oftmals niedrigen Inflationsraten, weitgehend solide makroökonomische Fundamentaldaten u.a. aus Europa, den USA und China sowie Fortschritte bei der US-Steuerreform gaben den EM-Aktienmärkten ebenso Rückenwind. Sektoral glänzte im Jahr 2017 vor allem der IT-Sektor. Hier lag das Gewinnwachstum der Unternehmen bei geschätzten 52% (2016: +13%). Davon profitierte auch unser Länderfavorit Südkorea; hier wiesen die Firmen 2017 ein Gewinnwachstum von rd. 53% (J/J) auf (2016: +7%). Der MSCI Korea-Index gewann damit 2017 rd. 45,5%. Eine bessere Performance erzielten nur noch Polen (+52,2%) sowie China (+51,1%). Wir bestätigen unsere neutrale Gewichtung für die EM-Aktien.

Anleihen


Japan: Aufträge Maschinenbau (November), 00:50 Uhr
USA: Industrieproduktion (Dezember), 15:15 Uhr
USA: NAHB Wohnungsmarkt-Index (Jan.), 16:00 Uhr
Kanada: BoC-Zinsentscheidung, 16:00 Uhr

Laut einer Meldung von Reuters wird die EZB nächste Woche ihre Kommunikation noch nicht ändern. Die Mitglieder des geldpolitischen Rats bräuchten mehr Zeit, um die konjunkturelle Lage zu bewerten. Nachdem das Protokoll der jüngsten geldpolitischen Sitzung von einigen Beobachtern als Signal für ein Ende der Anleihekäufe im September interpretiert wurde, zogen die Renditen insbesondere von Bundesanleihen merklich an – die Kurse fielen entsprechend. Gestern ging es in die andere Richtung, wobei vor allem griechische und italienische Staatsanleihen gefragt waren. In Griechenland wurde ein weiteres Reformpaket beschlossen und z.B. das Streikrecht eingeschränkt. Ein Streik ist künftig nur dann legal, wenn 50% der Gewerkschaftsmitglieder zustimmen – bislang reichten 20%. Auch am Kurs des Euro zum US-Dollar war eine Reaktion ablesbar. Der Euro verlor knapp 0,5%. Auch weil laut dem Präsident der Banque de France die jüngsten Änderungen der Markterwartungen wohl verfrüht waren. Die Inflation sei noch zu niedrig. In Großbritannien liegt die Inflation – gemessen an der Veränderung der Verbraucherpreise ggü. dem Vorjahr – dagegen mittlerweile bei 3%. Zum Teil ist der Anstieg der Preise wohl auf höhere Importpreise zurückzuführen, was wiederum auch auf der relativen Schwäche des Pfunds zum Euro beruht. In den USA blieb der Empire State Index für die Region New York hinter den Erwartungen zurück. Jedoch hat der Wintereinbruch einen Einfluss gehabt, wie ein Blick auf einzelne, stärker vom Wetter abhängigen Unterkomponenten zeigt. Der japanische Maschinenbau verzeichnete einen kräftigen Auftragseingang im November nachdem schon die Oktoberbestellungen sehr gut waren.

Aktien


Alstom, Umsatz Q3
BHP Billiton, Produktionsbericht Halbjahr
Goldman Sachs, Ergebnis Q4
Zalando, Trading Update Q4

Nach einem verhaltenen Wochenstart setzte sich der Aufwärtstrend an den europäischen Börsen am gestrigen Handelstag wieder fort. Die Leitindizes aus der Region gewannen um bis zu 0,5% (Spanien) an Wert. Für etwas Rückenwind sorgte dabei der Euro, der gegenüber dem US-Dollar leicht nachgab. Das half v.a. Automobiltiteln wie Volkswagen (+2,3%) oder BMW (+3,2%). In der zweiten Reihe gewann die Aktie von Hugo Boss rd. 2,9%; die Börsianer honorierten damit die soliden Geschäftszahlen. Auf europäischer Sektorenebene erklommen gestern Immobilienwerte die Performancespitze; sie legten im Schnitt um 1,1% zu, dicht gefolgt von Versorger- und Automobiltiteln (+1% bzw. +0,9%). Am Ende der Performancerangliste notierten mit klarem Abstand Werte aus dem Bereich Rohstoffe, die im Schnitt um 1,4% nachgaben. Im Fokus stand gestern auch wieder einmal der Bitcoin (-23%), der seinen jüngsten Abwärtstrend fortsetzte. Seit dem 5. Januar 2018 verlor er in der Spitze somit fast 40 Prozent. Verantwortlich hierfür zeichnen u.a. Sorgen in Bezug auf zunehmende Regulierung der Digitalwährungen. Die Börsen in den USA setzten ihren Aufschwung nach der feiertagsbedingten Pause zunächst fort. Alle drei Leitindizes erzielten neue Rekordhochs, fielen dann aber zurück und schlossen im Minus. Auf Sektorenebene (S&P 500-Index) standen vor allem Werte aus den Bereichen Rohstoffe und Energie unter Druck (-1,2%). Wie in Europa waren dagegen Immobilienaktien gefragt (+0,5%). Die Börsen in Asien tendierten zur Wochenmitte nach der jüngsten Rally zumeist mit leichten Kursverlusten. Der Nikkei 225-Index gab um 0,4% nach. H-Aktien in Hongkong tendierten kurz vor Handelsschluss leicht im Plus.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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