Treten die USA aus dem Freihandelsabkommen NAFTA aus? - Commerzbank Kolumne

Bild und Copyright: Michael Candelori / shutterstock.com

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Nachricht vom 16.01.2018 16.01.2018 (www.4investors.de) - Vom 23. bis 28. Januar findet in Montreal die 6. Runde der Neuverhandlung des Freihandelsabkommens NAFTA zwischen den USA, Kanada und Mexiko statt. Letzte Woche erregte ein Bericht Aufsehen, Kanada gelange zunehmend zu der Überzeugung, die USA wollten ganz aus dem Abkommen aussteigen. Mexiko drohte, den Verhandlungstisch zu verlassen, wenn die USA den sechsmonatigen Ausstiegsprozess (quasi als Druckmittel) anstoßen sollten. Trump ließ daraufhin verlautbaren, dass er mit Blick auf die mexikanischen Wahlen ein wenig flexibel mit dieser Ausstiegsdrohung sei, was die Gemüter etwas beruhigte. Aber: scheitert NAFTA, dürften die Folgen nicht nur in Kanada und Mexiko zu spüren sein, sondern globale Kreise ziehen.

Anleihen


Großbritannien: Verbraucherpreise (Dez.), 10:30 Uhr
USA: Empire State Index (Jan.), 14:30 Uhr

Nachdem am Freitag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen mit fast 0,61% den höchsten Stand seit zwei Jahren erreichte, gab es gestern keine großen Änderungen (Tagesschluss knapp 0,59%). Generell haben sich die Renditen von Staatsanleihen in den letzten Wochen erhöht. Auch der Euro setzte gestern seine Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar fort und notierte mit fast 1,23 US-Dollar je Euro so teuer wie seit Dezember 2014 nicht mehr. Hauptgrund für diese Entwicklungen ist die Diskussion um eine schnellere Straffung der EZB-Geldpolitik, die von der Veröffentlichung des EZB-Protokolls der Dezembersitzung sowie von eher falkenhaften Äußerungen einiger EZB-Ratsmitglieder in den vergangenen Tagen ausgelöst wurde. So rechnet der Markt inzwischen zu über 50% mit einer Zinsanhebung im Euroraum für Dezember. Trotzdem bleiben ernste Zweifel, dass sich diese Sichtweise langfristig durchsetzt. So sind die Inflationszahlen im Euroraum nach wie vor deutlich hinter dem 2%-Ziel der EZB zurückgeblieben (Kernrate 0,9% J/J für Dezember 2017). Und die anhaltend guten US-Konjunkturdaten sowie der sich verfestigende Preisauftrieb in den USA – bei gleichzeitiger Vollbeschäftigung – dürften mindestens drei US-Leitzinsanhebungen in diesem Jahr rechtfertigen. Dies spricht eher für einen stärkeren US-Dollar gegenüber dem Euro. Der Aufwärtstrend beim Ölpreis bleibt intakt. Mit 70,48 US-Dollar je Fass der Sorte Brent notierte er so hoch wie zuletzt Ende 2014. Der gestiegene Ölpreis erhöht unter anderem die Wettbewerbsfähigkeit von Schieferölanbietern. Dies sollte langfristig jedoch zu einem Überangebot führen. Damit verstärkt sich die Debatte über einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Kürzungsabkommen zwischen der OPEC und Russland. Jedenfalls wird sich der gestiegene Ölpreis letztendlich auch in höheren Euro-Inflationsraten widerspiegeln.

Aktien


Beiersdorf, Jahresumsatz
Citigroup, Ergebnis Q4
Morgan Stanley, Ergebnis Q4
Siemens, Kapitalmarkttag

Nach den zum Teil deutlichen Kursgewinnen an den europäischen Aktienbörsen in den ersten beiden Wochen des laufenden Börsenjahres (Starperformer ist bislang Italien mit einem Indexplus von 7,7%), ging es gestern zu Wochenbeginn etwas gemächlicher zu. Die Leitindizes schlossen zwischen einem Plus von 0,5% in Italien und einem Minus von 0,3% in Deutschland. Für Gegenwind sorgte dabei vor allem der feste Euro, der gegenüber dem US-Dollar um mehr als ein Prozent zulegte. Tagesverlierer im Dax war der absolute Starperformer des vergangenen Jahres: die Aktie der Deutschen Lufthansa. Sie gab um 4,2% nach. Der mit Abstand größte Tagesgewinner war hingegen die Notierung von ProSiebenSat.1 (+1,9%), die 2017 zu den schlechtesten Titeln im Dax zählte. Hier beflügelte u.a. ein positiver Brokerkommentar in Bezug auf die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2017. In der zweiten Reihe gab die Aktie von Südzucker weiter nach; sie verlor 3,3%. Der allgemein zu beobachtenden Trend zu weniger Zuckerkonsum belastet die Aktie offenbar weiter. Auf europäischer Sektorenebene waren am gestrigen Tag insbesondere Werte aus dem Bereich Medien gefragt, die durchschnittlich um 0,7% zulegen konnten. Am Ende der Performancerangliste notierten Werte aus dem Bereich Reise & Freizeit, die im Schnitt um 0,7% nachgaben. Die Börsen in den USA hatten gestern feiertagsbedingt geschlossen. Der Dow Jones-Index legte in den ersten beiden Handelswochen bereits um 4,3% zu. Die Börsen in Asien tendierten heute Morgen überwiegend freundlich. Vor allem die Hausse in Hongkong setzte sich fort. Die Aktie von China Vanke (Immobilien) war wieder kräftig gefragt; seit Anfang 2018 gewann sie rd. 33% an Wert!

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: Commerzbank
WKN: CBK100
ISIN: DE000CBK1001
Aktienindex: DAX
Homepage: http://www.commerzbank.de/
Branche: Finanzdienstleister - Großbank

Die Commerzbank gehört zu den größten Bankengruppen Deutschlands. Ein einschneidendes Ereignis in der Commerzbank-Historie ist die Übernahme der Dresdner Bank, die das Unternehmen von der Allianz gekauft hat. 2009 wurden die Gesellschaften verschmolzen. Der Zukauf hat die Commerzbank stark belastet und als eine Folge der US-Finanzmarktkrise musste die Gesellschaft mit milliardenschwerer Unterstützung des Bundes durch eine Teilverstaatlichung gerettet werden. Nach der Finanzmarktkrise hat die Commerzbank einen groß angelegten Konzernumbau eingeleitet, man will sich wieder vor allem auf die Geschäfte im Bereich der Privatkunden und Firmenkunden konzentrieren. Zum Commerzbank-Konzern gehört unter anderem auch die Comdirect Bank. An der SDAX-notierten Direktbank ist der Konzern mit mehr als 81 Prozent der Anteile beteiligt.

Die Commerzbank-Aktie gehört nach Marktkapitalisierung zu den wichtigsten Aktien am Frankfurter Aktienmarkt und ist unter anderem im DAX 30 notiert. Im DAX 30 ist sie neben der Aktie der Deutsche Bank der einzige Vertreter der Bankbranche.
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