PNE Wind Anleihe 2018(2023)

Unsere langfristigen Performance-Erwartungen für verschiedene Vermögensklassen – Sarasin Kolumne

Bild und Copyright: Unchalee Khun / shutterstock.com

Bild und Copyright: Unchalee Khun / shutterstock.com

Nachricht vom 20.12.2017 20.12.2017 (www.4investors.de) - Risikobehaftete Vermögensklassen werden auch in den nächsten 5 und 10 Jahren höhere Erträge bieten als Staatsanleihen oder relativ risikolose Geldmarktanlagen. Insbesondere für 2018 sind wir optimistisch. Die ausserordentliche Performance der letzten Jahre lässt sich aber wohl kaum wiederholen.

Die letzten fünf Jahre und im Besonderen 2017 waren von einer sehr guten Performance an den Aktienmärkten, fallenden Risikoaufschlägen für Unternehmensanleihen sowie zurück gehenden bzw. niedrigen Renditen für Staatsanleihen geprägt. Die Kombination von starkem Wirtschaftswachstum, niedrigen Inflationsraten und extrem niedrigen Leitzinsen, die den Finanzmärkten zu Gute kam, wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2018 noch anhalten, aber nicht für immer. Die Zentralbanken werden voraussichtlich weniger grosszügig Liquidität durch den Ankauf von Vermögenstiteln bereitstellen und im Falle der amerikanischen Notenbank ihre Leitzinsen sogar weiter erhöhen. Die geplanten Steuersenkungen in den USA mögen die Wirtschaft kurzfristig noch einmal anschieben, sie vermögen das Potenzialwachstum aber wohl kaum zu erhöhen. Bei nahezu Vollbeschäftigung sowie der Perspektive weiter steigender Zinsen sollte sich das US-Wachstum mit Blick auf 2019 eher etwas moderieren. Ähnliches gilt für den lange Zeit einzigartigen Wachstumsstar China. Allein Euroland und Japan haben noch das Potenzial für eine längere Zeit überdurchschnittlichen Wachstums, da auch die Inflationsraten etwas länger brauchen werden, den Zielbereich der Zentralbanken zu erreichen und so höhere Leitzinsen beizutragen. Vor dem Hintergrund unserer zyklischen Erwartungen für 2018 und 2019 sowie längerfristigen strukturellen Entwicklungen haben wir analysiert, welche mittelfristigen Erwartungen für die Aktien-, Obligation- und Währungsmärkte zu erwarten sind und welche Entwicklungen miteinander konsistent sind. So sollten beispielsweise die ökonomischen Auswirkungen des EU-Austritts des Vereinigten Königreichs sich in den Wachstums- und Inflationsprognosen ähnlich widerspiegeln wie in der Zins- und Wechselkursprognose. Der Wechselkurs wiederum hat Effekte auf die Exporttätigkeit sowie die Bewertung ausländischer Erträge in einheimischer Währung – mithin den Aktienmarkt.

Insgesamt sind unsere Ergebnisse beruhigend: Sicherlich sind die zu erwartenden Durchschnittserträge in Zukunft geringer als in der jüngeren Vergangenheit. Risikobehaftete Anlageklassen dürften aber weiter höhere Erträge abwerfen als relativ sichere Anlagen am Geldmarkt oder Staatsanleihen. So erwarten wir beispielsweise beim MSCI Europa einen Durchschnittsertrag von 4% und über 5% in den nächsten 5 bzw. 10 Jahren. Unsere Erwartungen für den Schweizer Markt sowie die Schwellenländer sind sogar noch etwas höher. Die Erträge von Staatsanleihen dürften dagegen in der Schweiz und der Europäischen Währungsunion unterhalb der Inflationsraten bleiben und den Preisanstieg nur in den USA ungefähr kompensieren. Bei festverzinslichen Anleihen wären daher Unternehmensanleihen aufgrund ihres Zinsaufschlages auch mittelfristig zu bevorzugen.


Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Bank Sarasin. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Lesen Sie hierzu auch folgenden Beitrag aus der 4investors-Redaktion - Das Jahr der Zwillingsspitzen – Sternstunden für die Wirtschaft? - AXA IM Kolumne






Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

21.04.2018 - Mologen: Söhngen kündigt Abschied an
20.04.2018 - Steinhoff: Ein massiver Schuldenberg
20.04.2018 - German Startups Group startet Aktienrückkauf
20.04.2018 - wallstreet:online: Prognose explodiert
20.04.2018 - Bio-Gate rutscht in die Verlustzone
20.04.2018 - Metro: Umsatz- und Gewinnwarnung
20.04.2018 - Mologen: Fortschritte bei der Oncologie-Zusammenarbeit
20.04.2018 - Villeroy + Boch: Positiver Jahresauftakt
20.04.2018 - Williams Grand Prix Holdings: Operatives Ergebnis sinkt
20.04.2018 - Schweizer Electronic: China-Engagement drückt Dividende


Chartanalysen

20.04.2018 - Evotec Aktie: Der Chart schürt Hoffnungen, aber…
20.04.2018 - Pantaflix Aktie: Geht die Erholungsrallye weiter?
20.04.2018 - Siemens Healthineers Aktie: Neue Kursphantasie nach Konsolidierung?
19.04.2018 - MBB Aktie: Das Comeback?
19.04.2018 - Deutsche Bank Aktie: Steht der Ausbruch bevor?
19.04.2018 - Steinhoff Aktie: Es wird hart gezockt!
19.04.2018 - RIB Software Aktie: Das Pulver schon verschossen?
18.04.2018 - Medigene Aktie: Achtung, Kaufsignal!
18.04.2018 - Evotec Aktie: Bringt die Bayer-News die Erholungsrallye?
18.04.2018 - Daimler Aktie: Kaufsignale und Erholungsrallye?


Analystenschätzungen

20.04.2018 - Wirecard: Gibt es eine Überraschung?
20.04.2018 - Commerzbank: Neues Kursziel vor den Zahlen
20.04.2018 - RWE: Zweifache Hochstufung der Aktie
20.04.2018 - Deutsche Bank: Konsens gibt nach
20.04.2018 - Aurelius: Klarer Zuschlag beim Kursziel der Aktie
20.04.2018 - Merck: Verkauf wird positiv aufgenommen
20.04.2018 - Delivery Hero: Aktuelle Entwicklungen werden berücksichtigt
20.04.2018 - Deutsche Bank: Ein kleines Minus
19.04.2018 - Deutz: Nur der Zeitpunkt überrascht
19.04.2018 - Deutsche Bank: Vor den Quartalszahlen


Kolumnen

20.04.2018 - Schweizer Franken: Der ehemalige Mindestwechselkurs lässt grüßen - VP Bank Kolumne
20.04.2018 - Schwellenländerbörsen im März 2018 mit leichter Outperformance - Commerzbank Kolumne
20.04.2018 - DAX: Sommerlicher Seitwärtsendspurt - Donner + Reuschel Kolumne
20.04.2018 - Continental Aktie: Reversal noch nicht in trockenen Tüchern - UBS Kolumne
20.04.2018 - DAX: Kampf um Widerstand hat begonnen - UBS Kolumne
19.04.2018 - Aluminiumpreis dürfte sich bald wieder beruhigen - Commerzbank Kolumne
19.04.2018 - DAX: „Sixpack“ binnen dreier Wochen - Donner + Reuschel Kolumne
19.04.2018 - Allianz Aktie: Korrektur könnte beendet sein - UBS Kolumne
19.04.2018 - DAX: Kampf um wichtigen Widerstand - UBS Kolumne
18.04.2018 - DAX: Wird es ein 1.000 Punkte Monat? - Donner + Reuschel Kolumne

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR