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Finanzmarktexperten blicken optimistisch ins Jahr 2018 - Nord LB Kolumne

Bild und Copyright: foto-select / shutterstock.com.

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Nachricht vom 12.12.2017 12.12.2017 (www.4investors.de) - Vor wenigen Minuten hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim zum letzten Mal in diesem Jahr die Ergebnisse seines monatlichen Finanzmarkttests veröffentlicht. Im Berichtsmonat Dezember blieben die befragten Volkswirte, Analysten und Fondsmanager sehr optimistisch. Demnach sind die Konjunkturerwartungen für Deutschland zuletzt wie erwartet nur leicht auf 17,4 Saldenpunkte gesunken. Ähnlich wird die zukünftige Entwicklung in der Eurozone gesehen, die Konjunkturerwartungen sind hier gegenüber dem Vormonat ebenfalls nur dezent auf 29,0 Saldenpunkte gesunken.

Der weiterhin klar positive Saldo bei den Konjunkturerwartungen verdeutlicht, dass nach wie vor die Zahl der Experten, die von einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in sechs Monaten ausgehen, deutlich größer ist als die der Pessimisten. Dies ist umso bemerkenswerter, da die gegenwärtige konjunkturelle Verfassung in Deutschland weiterhin als außerordentlich gut bewertet wird. Gegenüber dem Vormonat legte die Lagekomponente sogar noch einmal leicht auf 89,3 Saldenpunkte zu und notiert damit nur rund zwei Zähler von dem historischen Höchststand vom Frühjahr 2011 entfernt. Die Lagebeurteilung für die Eurozone markiert mit 50,7 Saldenpunkten auf einem Zehnjahreshoch.

Die nochmals positivere Lageeinschätzung folgt auf mehrere schwache Konjunkturmeldungen in der vergangenen Woche zum Berichtsmonat Oktober. Industrieproduktion, Exporte und Einzelhandelsumsätze waren enttäuschend ausgefallen. Dies kann durchaus als Fehlstart in das Schlussquartal bezeichnet werden. Allerdings ergaben sich mit dem Tag der Deutschen Einheit und dem Reformationstag, der anders als sonst ein gesetzlicher Feiertag war, dieses Jahr im Oktober gleich zwei Brückentagekonstellationen. Somit waren die Werte sicher unterzeichnet, für das restliche Quartal ist mit einer außerordentlich kräftigen Gegenbewegung zu rechnen. Hierfür sprechen die hervorragende Auftragslage sowie die sehr positive Wirtschaftsstimmung.

Die positive Bewertung der aktuellen Situation bildet den Referenzpunkt für den Blick in die Zukunft. Dies muss bei der Interpretation der Erwartungskomponente beachtet werden. Insofern sprechen die heutigen ZEW-Umfragedaten für eine Verstetigung des robusten Aufschwungs. Dieses Bild bestätigt unsere optimistische Wachstumsprognose für Deutschland von 2,3% in diesem Jahr und 2,6% im kommenden Jahr. Auch die Eurozone dürfte mit jeweils 2,4% so kräftig wachsen wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr! Die EZB muss nun aufpassen, dass sie ihre Kommunikation mit den weit in die Zukunft reichenden Vorfestlegungen nun schrittweise der neuen Realität anpasst, um nicht hinter die Kurve zu geraten.

Fazit: Die heute veröffentlichten Daten der ZEW-Konjunkturumfrage sprechen für eine Verstetigung des robusten Aufschwungs. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone sind zum Jahresende nur leicht gesunken, bleiben aber klar positiv. Dies gilt umso mehr, da die aktuelle Lage nochmals besser eingeschätzt wird. Die Finanzmarktexperten blicken somit außerordentlich optimistisch ins Jahr 2018. Auch wir rechnen mit einer Fortsetzung des kräftigen Wirtschaftsaufschwungs, unterstützt von einer robusten Binnennachfrage und einer dynamischen Exportentwicklung. Für 2017 und 2018 erwarten wir ein reales BIP-Wachstum von 2,3% bzw. 2,6% für Deutschland, ähnlich steil aufwärts geht es gemäß unserer Prognose für die Eurozone mit jeweils +2,4%. Die EZB wird zwar am Donnerstag ihre Politik nicht ändern, muss aber im kommenden Jahr zügig ihre Kommunikation an die neue gesamtwirtschaftliche Realität anpassen!


Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!






Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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