US-Inflation auf dem richtigen Weg - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 01.12.2017 01.12.2017 (www.4investors.de) - Die gestern bekanntgegebenen Daten zu den US-Konsumindikatoren zeigen einen verhalten anziehenden Preisauftrieb. Doch allein schon der Blick auf die Grafik zeigt, dass die Bewegung in die richtige Richtung geht. Die am Verbraucherpreisindex gemessene Inflation liegt bereits über der Marke von 2%. Und der von der Fed als Indikator bevorzugte Konsumausgabendeflator bewegt sich auch dorthin. Diese Kenngröße berücksichtigt Substitutionseffekte, die dadurch entstehen, dass Konsumenten bei steigenden Preisen einzelner Güter gewöhnlich auf preisgünstigere ausweichen. Da weiterer Preisdruck (fester Arbeitsmarkt) angelegt ist, geht die Straffung durch die Fed bald weiter.

Anleihen


Deutschland: PMI Verarb. Gewerbe (Nov.), 9.55 Uhr
Euroraum: PMI Verarb. Gewerbe (Nov.), 10.00 Uhr
USA: ISM-Index Verarb. Gewerbe (Nov.), 16.00 Uhr

An den Rentenmärkten verlief das Geschehen gestern in ruhigen Bahnen. Nach einem mäßigen Auftakt gaben die Renditen langlaufender Bundesanleihen wieder nach, als die vorläufigen Preisdaten für den Euroraum gemeldet wurden. Diese waren schwächer als erwartet ausgefallen: Während die Gesamtinflationsrate im November immerhin von 1,4 auf 1,5% J/J anzog, verharrte die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kerninflation bei 0,9% J/J. In der Kerninflation machen sich jetzt die Preise für Touristikdienstleistungen dämpfend bemerkbar, nachdem sie im Frühjahr saisonbedingt (auch infolge des eingebrochenen Türkeitourismus) in den europäischen Ausweichdestinationen an-gezogen waren. Die EZB dürfte sich bestätigt sehen, das Ende ihres Anleihekaufprogramms offengelassen zu haben. In den USA sind die nominalen persönlichen Einkommen und Ausgaben im Oktober um +0,4% bzw. +0,3% M/M gestiegen, was im Rahmen der Erwartungen lag. In beide Aggregate ist seit Sommer wieder mehr Schwung gekommen, doch in realer Rechnung sieht es angesichts der zuletzt etwas beschleunigten Inflation etwas anders aus. Blickt man freilich auf die Jahresrate des Preisauftriebs, so ist diese doch noch einiges vom Ziel der Fed von 2% entfernt. So lag der von der Fed als Inflationsmaß bevorzugte Deflator der Konsumentenausgaben im Oktober bei +1,6% J/J, die „Kernrate“ unverändert bei +1,4% J/J. Bei herrschender Vollbeschäftigung wird die Fed Mitte Dezember aber die lang vorbereitete Leitzinsanhebung vollziehen. Doch zweifelt der Markt weiterhin an der Leitzinsprojektion der Fed, die drei weitere Schritte 2018 vorsieht und die wir auch als „Hauptvariante“ in unserer Prognose führen.

Aktien


Deutsche Börse, Handelsstatistik 11/17

Im asiatischen Handel hatten noch die brodelnde Nordkorea-Krise und schwache Technologiewerte für Abgabedruck gesorgt, in Europa war es dann der starke Euro, der die Indizes in der Verlustzone hielt. Während im deutschen Leitindex Dax 30 die Vorzugsaktien von VW (+0,8%) ihren guten Lauf fortsetzen konnten, litten die Anteile von Munich Re (-2,7%) am Indexende unter den seit Jahren schrumpfenden Gewinnen und der Feststellung von CIO Wenning, dass die alten Niveaus vorerst nicht wieder erreicht werden. Im MDax profitierten die Titel von Osram (+2,7%) von der Ankündigung einer Jubiläumsdividende und einer Hochstufung. Im EUROSTOXX 50 gab es mit Finanzdienstleistern (+0,7%) und Telekommunikation (+0,3%) lediglich zwei Branchen, die zulegen konnten. Stärker unter Druck standen dagegen die zyklischen Sektoren Grundstoffe (-1,0%) und Baustoffe (-0,9%). Stärkste Einzeltitel im Leitindex des Euroraums waren die Aktien von Ahold Delhaize (+3,1%). An der Wall Street hat sich der Aufwärtstrend wieder deutlich beschleunigt. Nachdem bereits zum Handelsauftakt die Marke von 24.000 Punkten geknackt werden konnte, stiegen die Kursgewinne im Tagesverlauf weiter an. Hier lieferten die Steuerpläne von Donald Trump die positiven Impulse, nachdem der republikanische Senator McCain seine Unterstützung dafür angekündigt hatte. Im Fokus standen die beiden Industrietitel Boeing und United Technologies (jeweils +2,8%), während der Wettbewerber General Electric (-1,0%) erneut Federn lassen musste. Der Industriesektor (+1,5%) gehörte dennoch neben Energie (+1,6%) zu den mit Abstand stärksten Branchen. Lediglich Real Estate (+0,1%) konnte kaum zulegen. Die asiatischen Börsen tendieren zum Wochenschluss uneinheitlich. Während die chinesischen Börsen sich leicht abwärts entwickeln, kann der japanische Nikkei 225 moderat zulegen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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