Der Euroraum startet durch - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 24.11.2017 24.11.2017 (www.4investors.de) - Die Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum sind noch einmal überraschend kräftig angestiegen. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe sprang auf 60 Punkte. Der entsprechende Index für Deutschland sogar auf 62,5 Punkte. Dies spricht für ein starkes Wachstum im Schlussquartal. Global sind die Daten im Einklang mit einem BIP-Wachstum von etwa 4% – das wäre eine leichte Beschleunigung gegenüber der aktuellen Zuwachsrate. Dabei fällt die relative Schwäche in China auf. Dort steht die Wirtschaft vor einem Schrittwechsel: Um das Investitionstempo zu bremsen, muss der privaten Konsum gestärkt werden.

Anleihen


Deutschland Ifo-Geschäftsklima (Nov.), 10.00 Uhr
USA: Markit PMI (Nov.), 15.45 Uhr

An den Rentenmärkten herrschte gestern wenig Bewegung; die feiertagsbedingte Ruhe in den USA mag dazu beigetragen haben. Gleichwohl erstaunt, wie gelassen der Markt die weit besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten in Form der Einkaufmanagerindizes für den Euroraum (s. „Im Blickpunkt“) und die deutschen BIP-Daten (+0,8% Q/Q im 3. Quartal) reagierte. Besonders erfreulich ist, dass mittlerweile auch die Unternehmensinvestitionen stärker Fuß fassen; so stiegen die Ausrüstungsinvestitionen um 1,7% Q/Q; im bisherigen Jahresverlauf sind sie aufs Jahr hochgerechnet fast mit einer Rate von 10% gewachsen; angesichts steigender Auslastung dürfte dieser Trend anhalten. Beschäftigt und beruhigt hat den Markt gestern offenbar das Protokoll der jüngsten EZB-Ratssitzung. Es zeigte, dass die Meinungen hinsichtlich der Nennung eines Enddatums für die Anleihekäufe auseinandergingen und sich die Befürworter eines offenen Endes der Anleihekäufe mit dem Argument durchsetzten, dass die Nennung eines festen Endtermins bereits jetzt die Marktsätze ansteigen lassen und zu einer unerwünschten „Straffung“ der Geldpolitik führen könnte. Besonders zufrieden zeigte sich die EZB mit dem Erfolg ihres Kaufprogramms für Unternehmensanleihen. Es habe positiv auf die Finanzierungsbedingungen im gesamten Unternehmenssektor abgestrahlt. Gern gehört hat der Markt die Aussage, die EZB plane, das vergleichsweise kleinvolumige Kaufprogramm für Unternehmensanleihen nur unterproportional zu den Staatsanleihekäufen zu reduzieren, also dort besonders marktschonend vorzugehen. Heute gilt der Hauptfokus dem Ifo-Geschäftsklimaindex. Der Konsens rechnet mit einer Stagnation auf sehr hohem Niveau. Gibt es einen neuen Höchststand?

Aktien


Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Nach den Abschlägen vom Vortag tendierten die Aktienmärkte in Europa am gestrigen Donnerstag überwiegend mit leichten Kursaufschlägen. Insgesamt verlief das Handelsgeschehen jedoch recht impulslos. In der Endphase der Berichtssaison fehlt es den Märkten in Europa offenbar an neuen Treibern, die die Kurse bis zum Jahresende noch einmal substanziell nach oben bringen könnten. Wie schon am Vortag erwies sich erneut der stärkere Euro als Bremsklotz. Er we+tete gegenüber dem US-Dollar um 0,5% auf. Mit einem Plus von 0,5% gehörte der französische Leitindex zu den besten Märkten in Europa; dagegen büßte der österreichische Leitindex 0,3% ein. Seit Jahresbeginn gewann er allerdings mehr als 26% und damit so viel wie kein anderer Leitindex in Europa. Der Dax büßte in diesem Umfeld 0,1% ein. Tagesgewinner im deutschen Leitindex war nach einem anfänglichen Auf und Ab die Aktie von ThyssenKrupp mit einem Plus von 4%. Hier halfen vor allem besser als erwartet ausgefallene Geschäftszahlen. Schlusslicht im Dax war die Aktie von Fresenius (-1,1%), die damit ihren steilen Abwärtstrend fortsetzte. Die Notierungen von RWE und Merck verloren jeweils rd. 0,9%. In Stockholm litt die Aktie von H&M (-1,4%) unter einer weiteren Votenherabstufung eines Brokers. Auf europäischer Sektorenebene waren am gestrigen Handelstag insbesondere Werte aus dem Bereich Nahrungsmittel & Getränke gefragt, die durchschnittlich um 0,4% zulegen konnten. Am Ende der Performancerangliste notierten Werte aus dem Versorgersektor, die im Schnitt um 0,4% nachgaben. Die Börsen in den USA hatten gestern feiertagsbedingt geschlossen („Thanksgiving“). Die Börsen in Asien tendierten zum Wochenschluss uneinheitlich. Während der südkoreanische KOSPI-Index rd. 0,3% gewann, stabilisierten sich die festlandchinesischen Aktienmärkte nach dem gestrigen Kursrückgang. Der Nikkei 225-Index stieg um 0,1%.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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