Goldmarkt wird kleiner – Nachfrage und Angebot sinken - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 14.11.2017 14.11.2017 (www.4investors.de) - Auch im 3. Quartal sank nach Daten des World Gold Council die Goldnachfrage um 9% gegen Vorjahr auf 915t und damit nach 9 Monaten um 12%. Bemerkenswert: In Indien war die Nachfrage um 25% auf 115t rückläufig, da dort zum 1. Juli die Mehrwertsteuer von 3% eingeführt wurde und es im Vorfeld zu vorgezogenen Käufen kam. Dagegen erholte sich in China mit +13% gg. Vj. auf 159t die Nachfrage, nachdem der Goldkonsum dort 10 Quartale rückläufig war. Ob dies die Trendwende ist, bleibt abzuwarten. China entwickelt sich als mit Abstand größter Produzent auch auf der Angebotsseite bemerkenswert – die Minenproduktion fällt dort seit fünf Quartalen. Global sank die Minenproduktion um 1% gg. Vj. (841t) und das Recycling um 6% (315t).

Anleihen


China: Industrieproduktion (Okt.), 3:00 Uhr
Deutschland: BIP (Q3), 8:00 Uhr
Großbritannien: Verbraucherpreise (Okt.), 10:30 Uhr
Euroraum: Bruttoinlandsprodukt (Q3), 11:00 Uhr
Euroraum: Industrieproduktion (Sep.), 11:00 Uhr
Deutschland: ZEW-Umfrage (Nov.), 11:00 Uhr

Gestern gab es keine marktrelevanten Daten zu vermelden. Der Mitte letzter Woche begonnene Aufwärtstrend bei den Bundesanleiherenditen setze sich weiter fort. Die Rendite zehnjähriger Bundespapiere erreichte 0,42%. Tendenziell sollten die Kurse an den Rentenmärkte unter Druck bleiben: Mehr als 30 Mrd. an Staatsanleiheneuemissionen sind für diese Woche angekündigt. Spannend wird es auch bei Unternehmens- und Bankenanleihen, da sich die Berichtssaison dem Ende zuneigt. Viele Emittenten werden die letzten Wochen des Jahres noch nutzen wollen, bevor sich die Märkte in die Weihnachtspause verabschieden. Das Emissionsumfeld ist nach wie vor für Unternehmen günstig: So notiert der i-Boxx € Corporates Index mit einem durchschnittlichen Risikoaufschlag von 44 Basispunkten (Asset Swap) nur knapp über dem Allzeittief von 40 Basispunkten, das letzte Woche erreicht wurde. Die Durchschnittrendite liegt somit unter 1%. Besonders kleine, unbekannte Unternehmen aus der sogenannten „zweiten Reihe“ werden die Chance nutzen, sich günstig zu refinanzieren. Dies gilt auch für US-Unternehmen, die das niedrigere Zinsumfeld in Euro nutzen wollten, um sich hier gegenüber dem höheren US-Dollar-Zinsniveau einen Kostenvorteil zu verschaffen. An Nachfrage sollte es nicht mangeln: Angesichts weiter bestehender rekordtiefer Renditen bei Pfandbriefen und Staatsanleihen, werden Investoren fast gezwungen sein, jeden möglichen Renditeaufschlag gegenüber Staatsanleihen mitzunehmen. Heute früh überraschte die Erstschätzung des deutschen realen BIP-Wachstums mit +0,8% Q/Q (erwartet +0,6%).

Aktien


Henkel, RWE, Ergebnis Q3
Infineon, Jahreszahlen
Alstom, Vodafone, Jahreszahlen
Aareal Bank, Bilfinger, Drillisch, Ergebnis Q3
Deutsche Wohnen, HHLA , Salzgitter, Ergebnis Q3
United Internet, Ergebnis Q3

Die europäischen Aktienbörsen konnten zum Handelsauftakt noch leicht zulegen, doch im weiteren Tagesverlauf zeigte der Kursverlauf bis zur Eröffnung der Wall Street fast stetig bergab. Erst dann konnten sie die Verluste zumindest halbieren. Damit setzten sie allerdings den in der Vorwoche begonnenen Negativtrend weiter fort. Im deutschen Leitindex Dax 30 konnten sich die Aktien von Adidas (+1,6%) und Merck KGaA (+0,8%) vergleichsweise gut halten, während vor allem die Titel von ThyssenKrupp (-2,7%) unter Druck gerieten. Auf Branchenebene gab es im EUROSTOXX mit Ausnahme des Nahrungsmittelsektors (+0,1%) nur Verlierer. Am stärksten unter Druck standen dabei Baustoffe (-1,2%) und Finanzdienstleister (-1,0%). Auf Unternehmensseite blieb es zum Wochenauftakt insgesamt ruhig. Lediglich die Titel von Telecom Italia (-3,2%) standen nach der Meldung eines Gewinnrückgangs im dritten Quartal und einer Herabstufung im Mittelpunkt. Auch an der Wall Street blieben die Anleger sehr verhalten. Allerdings konnten sich die Indizes nach zwei schwächeren Tagen wieder stabilisieren. Im Dow Jones Industrial standen die Aktien des Industrieriesen General Electric (-7,2%) im Fokus, nachdem der neue Konzernchef John Flannery während eines Investorentags einen Schrumpfkurs und eine Dividendensenkung verkündet hatte. An der Spitze des Leitindex standen hingegen hauptsächlich die lange vernachlässigten Konsumgüteraktien. So konnten nach Versorgern (+1,2%) besonders Gebrauchsgüter (+0,6%) und Basiskonsum (+0,3%) zulegen, während der Industriesektor neben Energie (jeweils -0,5%) schwächer tendierte.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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