Auftragslage in Deutschland hervorragend – Anreize für Innovationen gering - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 07.11.2017 07.11.2017 (www.4investors.de) - Die deutsche Industrie hat einen guten Lauf: Die Zinslast ist niedrig, der Euro aus deutscher Sicht unterbewertet und die Gewerkschaften halten sich angesichts der bislang niedrigen Inflation mit Forderungen zurück. Damit steigt die preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Die Aufträge haben sich im September nochmals erhöht (+1%), während Analysten eine Gegenbewegung nach den starken Augustdaten erwartet hatten. Die Gefahr ist, dass die guten Rahmenbedingungen dazu führen, dass die Unternehmen zu wenig innovativ sind und zu wenig in Effizienz investieren. Die Produktivität ist in Deutschland aktuell im Vergleich zu 2008 nur 5% höher.

Anleihen


Deutschland: Industrieproduktion (Sep.), 08:00 Uhr
Euroraum: Einzelhandelsumsätze (Sep.), 11:00 Uhr
USA: Zahl offener Stellen (Sep.), 16:00 Uhr

Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie stiegen im September entgegen der Erwartung eines Rückgangs um 1,0% M/M an. Die Auftragseingänge liegen damit 9,5% über dem Vorjahresstand. Allerdings ging die Industrieproduktion wie heute gemeldet wurde im September mit -1,6% M/M stärker als erwartet zurück und liegt damit nur noch 3,6% (nach +4,6% J/J) über dem Vorjahresniveau. Immer noch gibt es eine erhebliche Lücke zwischen den stark angestiegenen Frühindikatoren und der Entwicklung der „harten“ Daten, die sich irgendwann schließen müsste. Die Anlegerstimmung im Euroraum – der Sentixindex – stieg stärker als erwartet um 4,3 Punkte auf 34,0 Punkte, ein neues Zehnjahreshoch, der deutsche Sentixindex sogar auf ein Rekordhoch. Die Rentenmärkte tendierten gestern trotz der guten Konjunkturdaten sehr freundlich. EZB-Chefvolkswirt Praet hob die Bedeutung des EZB-Bestands und der Reinvestitionen der Anleihen für die Wirksamkeit der Wertpapierkäufe hervor. In den nächsten 12 Monaten werden sich die Rückzahlungen und damit Reinvestitionen auf 129,8 Mrd. EUR belaufen. In den USA wurde bekannt, dass der Fed-Chef von New York, William Dudley, Mitte 2018 in den Ruhestand gehen wird. Damit ist der dritte Posten innerhalb des 7-köpfigen Fed-Komitees zu besetzen. Neben dem Fed-Chefposten von Janet Yellen, für den Jerome Powell nominiert wurde, muss die Stelle des Fed-Vizechefs Stanley Fischer neu besetzt werden. Nachdem der BoE-Chef Mark Carney am Wochenende in einem Interview gesagt hatte, dass die BoE nicht helfend mit einer lockeren Geldpolitik eingreifen könne, falls der Brexit realwirtschaftlich schmerzhaft werde, stärkte sich das britische Pfund gestern wieder.

Aktien


BMW, Ergebnis Q3
Hochtief, Ergebnis Q3
Intesa Sanpaolo, Ergebnis Q3
Osram Licht, Jahresergebnis
Rheinmetall, Ergebnis Q3
Toyota Motor, Halbjahresergebnis
Uniper, Ergebnis Q3
Zalando, Ergebnis Q3

Die Aktienmärkte in Europa tendierten zum Wochenauftakt uneinheitlich. Die Gewinne und Verluste hielten sich auf Indexebene aber zumeist in engen Grenzen. Nach der Rally der vergangenen Wochen brauchte der Markt offenbar erst einmal eine kleine Verschnaufpause. Es fehlte zudem an frischen Impulsen für weitere Kursanstiege. In diesem Umfeld verlor der Dax rd. 0,1%. Einer der Tagesverlierer im deutschen Leitindex war die Aktie der Deutschen Telekom, die nach dem Scheitern der geplanten Fusion zwischen T-Mobil US und Sprint rd. 2,6% an Wert einbüßte. Auch die Notierung von ProSiebenSat.1 (-2,9%) büßte überproportional ein und setzte damit ihren jüngsten Abwärtstrend fort. Gefragt waren dagegen vor allem Versorgerwerte wie RWE (+1,6%) oder Eon (+1,1%). Auf europäischer Sektorenebene waren gestern vor allem Aktien aus dem Bereich Rohstoffe gesucht, die im Schnitt um 1,2% zulegen konnten. Am Ende der Performancerangliste rangierten Werte aus dem Sektor Banken, die im Schnitt 0,4% einbüßten. Die Börsen in den USA tendierten freundlich. Alle drei großen Indizes schlossen auf Allzeithoch. Die Aktie von T-Mobil US verlor 5,7% (Sprint: -11,5%). Auf Sektorenebene legten Energiewerte (+2,2%) am stärksten zu. Telekommunikationsaktien verloren im Schnitt 2,5%. Die Börsen in Asien notierten heute nahe am Zehn-Jahreshoch. Gute Unternehmensergebnisse beflügeln weiterhin die Fantasie der Anleger. Der Nikkei 225-Index gewann 1,7%; der Yen notierte etwas schwächer.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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