Deutsche Industrieproduktion überrascht im August positiv - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 10.10.2017 10.10.2017 (www.4investors.de) - Im August ist die Industrieproduktion in Deutschland deutlich stärker gestiegen als erwartet. Gegenüber dem Vormonat betrug die Zunahme 2,6%. Zwar handelt es sich hier generell um saisonbereinigte Daten, vermutlich wurden die Effekte der Werksferien – besonders in der Automobilbranche – nicht vollständig erfasst. So weist die amtliche Statistik einen Anstieg der Automobilproduktion von knapp 11% auf. Rechnet man diesen Sektor heraus, ergibt sich aber immer noch ein kräftiges Plus von gut 1,5%. Dieser Sondereffekt dürfte im September entfallen. Damit sollte die Industrieproduktion im dritten Quartal um mehr als 1% zulegen.

Anleihen


Deutschland: Handelsbilanz (August), 8.00 Uhr
Frankreich: Industrieproduktion (August.), 8.45 Uhr
USA: NFIB Stimmung mittelst. Unternehmen 12.00 Uhr

An den Rentenmärkten blieben die Renditen zum Wochenauftakt gegenüber den Schlussständen der Vorwoche fast unverändert. Der unerwartete, von Saisoneffekten nach oben verzerrte Anstieg der deutschen Industrieproduktion (siehe „Im Blickpunkt“) beeindruckte den Markt nicht. Unbeeindruckt blieb der Markt auch von Beiträgen zweier EZB-Ratsmitglieder. Der niederländische Notenbankchef Knot äußerte bei der Vorstellung des jüngsten geldpolitischen Stabilitätsberichts seines Hauses Unbehagen angesichts der trotz diverser Krisenherde (Katalonien, Türkei, Nordkorea, Brexit) aktuell ausgesprochen niedrigen Volatilität an den Kapitalmärkten. Er sieht die Gefahr eine Unterschätzung dieser Risiken und die Gefahr einer scharfen Marktkorrektur. Sein Ratskollege Mersch sprach in einer Rede von einem erheblich, auf breiter Basis regional und sektoral verbesserten Wirtschaftsausblick. Doch sei der Inflationsdruck hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Ein Grund dafür könne sein, dass globale Faktoren größeren Einfluss auf die Inflationsentwicklung hätten und heimische Faktoren weit weniger bedeutsam seien als vor dem Globalisierungsschub, der in den 90er Jahren einsetzte. Vergangene Woche hatte sein Ratskollege und Chefvolkswirt Praet Gedankenspiele präsentiert, wonach sich die EZB möglichst langsam aus dem Anleihekaufprogramm verabschieden solle, um die Investoren zu überzeugen, dass auch eine Leitzinswende noch in weiter Zukunft liegt. Bis zur EZB-Ratssitzung am 26.10. wird das Rätselraten um die Exit-Strategie der EZB andauern. Nach den bisherigen Erfahrungen spricht vieles dafür, dass die Ratsmehrheit Praets Vor-schlag zuneigt.

Aktien


Banco Santander, Strategy Update 2017
Infineon, Investorentag

Insgesamt zeigten sich die europäischen Aktienbörsen zum Auftakt der neuen Handelswoche nur wenig bewegt. Zwar hatte sich der deutsche Leitindex Dax 30 am Morgen bis auf wenige Punkte der Marke von 13.000 Punkten nähern können, doch danach ging es vornehmlich bergab. Erst gegen Mittag stabilisierten sich die Kurse wieder. Vor allem die Aktien der beiden Versorger E.ON (+3,1%) und RWE (+2,7%) waren gefragt. Schwach entwickelten sich dagegen vor allem die Anteilscheine der Deutschen Bank (-2,3%). Während der Dax 30 zumindest noch leicht im Plus schließen konnte, verzeichnete der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, einen Abschlag. Vor allem der Kursrutsch bei K+S (-8,2%) sorgte für die schwächere Tendenz. Anleger reagierten hier enttäuscht auf den vorgestellten Strategieplan. Auch im Leitindex des Euroraums, dem EUROSTOXX 50, bestimmten die Versorger (+1,6%) den Handel. So standen neben E.ON auch Iberdrola (+2,1%) und Enel (+1,8%) an der Spitze der Kursliste. Fester entwickelten sich daneben vor allem die Aktien der Sektoren IT (+0,8%) und Nahrungsmittel (+0,7%). Auch die Wall Street eröffnete am Columbus Day relativ verhalten. Einerseits war der Handel wegen des Feiertags belastet, andererseits wollten sich die Anleger vor der beginnenden intensiven Phase der Berichtssaison nicht neu positionieren. Stark unter die Räder gerieten die Aktien von General Electric (-3,9%), nachdem einige langjährige Top-Manager den Konzern verlassen hatten. Bei den Papieren der großen Bankkonzerne, die im Laufe der Woche ihre Zahlen präsentieren, legten die Investoren Vorsicht an den Tag. Somit gehörte der Finanzsektor (-0,4%) zu den schwächeren Branchen. In Asi-en entwickelte sich der Handel heute Morgen gemischt. Während Tokio nach der Feiertagspause fester tendiert, verlieren die chinesischen Börsen nach starken Vortagsgewinnen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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