Palladium erstmals seit 2001 teurer als Platin - Commerzbank Kolumne

Bild und Copyright: corlaffra / shutterstock.com

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Nachricht vom 05.10.2017 05.10.2017 (www.4investors.de) - Der Palladiumpreis stieg das erste Mal seit 2001 über den von Platin. Damals erreichte die Feinunze Palladium im Zuge der Einführung der Katalysatoren mit 1.095 $ ihren bisherigen Höchststand. Zwar profitierte damals davon auch Platin, aber die Angebotsreagibilität von Palladium ist erheblich geringer, da es überwiegend nur als Nebenprodukt der Platin-, Nickel- und Zink-Produktion anfällt. Dies ist ein Grund für das derzeitige und wohl anhaltende hohe Angebotsdefizit. Es dürfte 2017 mindestens 10% der Nachfrage ausmachen. Ein Substitutionsprozess durch Platin wird wohl erst bei einem deutlichen Preisaufschlag einsetzen. Zu bedenken ist zudem, dass der schwache Platinpreis auch die Palladiumproduktion belastet.

Anleihen


Euroraum: EZB-Protokoll vom 7. September, 13:30 Uhr
USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, 14:30 Uhr
USA: Handelsbilanz (August), 14:30 Uhr
USA: Auftragseingänge Industrie (August), 16:00 Uhr

Die Halter von Bundesanleihen konnten sich gestern über leichte Kursgewinne freuen. Dagegen setzten sich die Kursverluste bei spanischen Staatsanleihen fort, die sich seit dem Unabhängigkeitsreferendum vom Sonntag noch einmal beschleunigt haben. Seit Anfang September haben zum Beispiel zehnjährige spanische Staatstitel fast drei Euro Kursverluste hinnehmen müssen, dies entspricht einem Renditeanstieg von 1,45% auf 1,77%. Da kein Ende der politischen Auseinandersetzung zwischen der katalanischen Regionalregierung in Barcelona und der spanischen Zentralregierung in Madrid zu erkennen ist, dürfte der Druck auf die Anleihekurse anhalten. Das katalanische Parlament plant, am Montag zusammenzutreten, um die Unabhängigkeit auszurufen. Die europäische Gemeinschaftswährung wird von den spanischen Querelen in Mitleidenschaft gezogen: Der Euro notiert bei 1,176 US-Dollar je Euro. Vor einem Monat lag der Preis noch bei knapp 1,21 US-Dollar. Laut des privaten Dienstleisters ADP hat sich die Beschäftigung von privaten Unternehmen in den USA im September schwächer als im Vormonat entwickelt. So seien – wie erwartet – 135.000 neue Stellen geschaffen worden, nach 228.000 im August. Am Freitag veröffentlicht die Regierung den offiziellen Arbeitsmarktbericht für September – Analysten rechnen hier mit einem deutlichen Rückgang der neugeschaffenen Stellen, was vor allem den jüngsten Wirbelstürmen geschuldet sein dürfte. In den USA ist der ISM-index des Dienstleistungsgewerbes im September stark angestiegen (von 55,3 auf 59,8 Punkte). Damit liegt das Stimmungsbarometer weiterhin deutlich oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Aktien


Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Vor allem Gesundheitstitel und Automobilaktien sorgten zur Wochenmitte dafür, dass der Dax 30 nach der feiertagsbedingten Handelspause vom Vortag seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzen konnte und so der Marke von 13.000 Punkten sehr nahe kam. Unter der Führung von Fresenius (+3,7%) und Bayer (+2,0%), die beide nach einem Kursrutsch im Sommer noch Potential aufzuweisen scheinen, erreichte der deutsche Leitindex somit eine neuen Rekordstand. Zufriedenstellende Absatzzahlen in den USA verhalfen dagegen den KFZ-Produzenten BMW (+2,7%) und VW (Vorzüge +2,3%) zu überdurchschnittlichen Kursgewinnen. Im Euroraum bremste der spanische Leitindex IBEX 30. Angesichts der steigenden Spannungen rund um die nach Unabhängigkeit strebende Region Katalonien sackte dieser letztlich um 2,85% ab und erreichte damit seinen tiefsten Stand seit Mitte März. Mit den negativen Spitzenreitern BBVA (-3,6%) und Banco Santander (-3,8%) litten vor allem die Banken (-2,2%) unter der Nachrichtenlage. Schwächer tendierten auch Versorger (-1,7%) und Telekommunikationstitel (-1,1%), während vor allem Automobile (+1,3%) zulegten. An der Wall Street sorgten die wie erwartet schwächer ausgefallenen ADP-Arbeitsmarktdaten und ein starker ISM Index für Dienstleistungen für unterschiedliche Impulse. Somit konnten die US-Indizes ihre Rekordjagd in allerdings sehr gemächlichem Tempo weiter fortsetzen. Den besten Eindruck hinterließen dabei die in den letzten Wochen stark unter Druck geratenen Branchen Versorger (+1,1%) und Immobilien (+0,8%). Die ersten Quartalszahlen von Pepsi (+0,2%), Acuity Brands (+5,1%) und Office Depot (-17,7%) fanden ein gemischtes Echo. Die asiatischen Börsen bleiben weiter von den Feiertagen der Goldenen Woche geprägt. Während in Hongkong, Südkorea und China kein Handel stattfand, schloss der japanische Nikkei 225 nahezu unverändert.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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