Japanische Unternehmen ungewöhnlich zuversichtlich - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 04.10.2017 04.10.2017 (www.4investors.de) - Vor allem die solide Exportnachfrage dürfte derzeit für eine gute Stimmung bei den japanischen Unternehmen sorgen: Der Tankan-Index stieg für das Verarbeitende Gewerbe auf seinen höchsten Stand seit 2007. Der gegenüber 2016 nicht mehr ganz so starke Yen dürfte ebenfalls eine Rolle spielen – desgleichen die Geldpolitik der. Seitdem die Bank von Japan ihre Bilanz aufbläht, notiert der Tankan über der Nulllinie. Die Inflation ist trotz der aggressiven Geldpolitik weiterhin niedrig. Ein Wechsel der Gangart steht bei der Bank von Japan derzeit nicht zur Debatte. Daher bleiben die Kurse japanischer Staatsanleihen ebenso unterstützt wie die Aktienkurse.

Anleihen


Deutschland: PMI Dienstleistungen (Sep.), 9.55 Uhr
Euroraum: PMI Dienstleistungen (Sep.), 10.00 Uhr
USA: ISM Dienstl. (Sep.), 14.30 Uhr

Die finalen Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum bestätigten im Wesentlichen die Erstveröffentlichung, doch fielen sie mit 58,1 Punkten einen Hauch schwächer aus als der Vorabwert. Die Daten belegen, dass die Konjunkturerholung im Euroraum mit ungebrochener Dynamik andauert; sie indizieren auch, dass in der Industrie weiter ansehnlich Arbeitsplätze geschaffen werden. Daher sollte die im August bei 9,1% verharrende Arbeitslosenquote in den nächsten Monaten weiter sinken. Sehr positiv überrascht hat der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe in den USA. Der Index stieg Im September mit 60,8 Punkten auf den höchsten Stand seit Mitte 2004 und glänzte in allen Teilkomponenten durch Stärke: Die Neuaufträge lagen bei 64,6 Punkten (nach 60,3), die Beschäftigung bei 60,3 (nach 59,9). Auffallend war der Sprung bei den „bezahlten Preisen“ von 62,2 auf 71,5. Für die Fed dürfte dies ein bestätigendes Signal sein, dass der Preisdruck auf Unternehmensebene steigt und dieser allmählich auf der Verbraucherebene ankommen sollte. Nachdem der Markt seit der Fed-Sitzung am 20.09. seine sehr gedämpften geldpolitischen Erwartungen nach oben korrigiert hatte, ging von den Daten kein weiterer Impuls in diese Richtung aus; die Renditen 10-jähriger Treasuries verharrten bei rund 2,32%. Das Ergebnis des umstrittenen Referendums in Katalonien spiegelte sich am Rentenmarkt durch steigende Risikoaufschläge für spanische Staatstitel wider. Andere Peripheriemärkte blieben davon aber unberührt; den Euro hat das Referendum allenfalls vorübergehend belastet. Im Blickpunkt heute: Die Einkaufsmanagerindizes fürs Dienstleistungsgewerbe.

Aktien


Monsanto, Ergebnis Q4
Pepsico, Ergebnis Q3
Tesco, Ergebnis H1
Wacker Chemie, Kapitalmarkttag

Die Aktienmärkte in Europa tendierten am gestrigen Dienstag mit Ausnahme des Leitindex in Italien, der um 0,1% nachgab, freundlicher. Die Indexaufschläge hielten sich aber zumeist in engen Grenzen. Der Stoxx Europe 50-Index gewann 0,1%, nachdem er zwischenzeitlich leicht ins Minus gerutscht war. Am deutschen Aktienmarkt fand gestern feiertagsbedingt kein Handel statt. Am Montag hatte der Dax aber um 0,6% zugelegt und knapp über der Marke von 12.900 Punkten geschlossen. Damit fehlen ihm nur noch rd. 50 Punkte, um den bisherigen historischen Höchststand von 12.951 Punkten (20. Juni 2017) zu überwinden. Im September, der wie der Oktober eher als schwächerer Börsenmonat gilt, legte der Dax entgegen der Erwartung vieler Investoren um satte 6,4% zu. Auf MSCI-Basis (in US-Dollar) erzielte der deutsche Aktienmarkt mit einem Plus von 5,6% eine klare Outperformance ggü. dem MSCI Europa-Index, der im September um 3,2% zulegte. Die Aktien der sogenannten Developed Markets erzielten mit einem Plus von 2,1% (+14,2% seit Jahresbeginn) zum ersten Mal in diesem Jahr eine Outperformance ggü. dem MSCI EM-Index, der im September um 0,5% fiel (+25,4% seit Jahresbeginn). Auf europäischer Sektorenebene waren gestern vor allem Aktien aus dem Bereich Einzelhandel gefragt, die im Schnitt um 0,9% zulegen konnten (Versorger: -0,7%). Die Börsen in den USA tendierten gestern freundlicher. Der Dow Jones-Index gewann 0,4% und erzielte wie der S&P 500-Index ein neues Rekordhoch. Beflügelnd wirkten erneut Hoffnungen auf sinkende Steuern. Auf Sektorenebene (S&P 500-Index) waren insbesondere Telekomwerte gefragt, die im Schnitt um 1,1% stiegen. Die Börsen in Asien tendierten heute Morgen überwiegend freundlicher.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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