Inflationsraten steigen wieder an - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 29.09.2017 29.09.2017 (www.4investors.de) - Die Inflationsraten haben nach dem ölpreisbedingten Anstieg zu Jahresbeginn vorübergehend nachgelassen, zogen aber wieder an. In Deutschland blieb die Inflationsrate im September stabil bei 1,8% J/J. Spürbar niedriger ist sie im Euroraum, die Schätzung für September wird heute gemeldet. Der überraschend dynamische Konjunkturverlauf spricht dafür, dass die Preissteigerungsraten allmählich anziehen. EZB-Chef Draghi zeigte sich Anfang der Woche zuversichtlich, dass die Kernrate der Inflation das Notenbankziel („nahe, aber unter 2%) erreichen wird, hält eine umfangreiche geldpolitische Unterstützung aber nach wie vor für erforderlich.

Anleihen


Deutschland: Arbeitslosenquote (Sep.), 9.55 Uhr
Euroraum: Verbraucherpreise (Sep.), 11.00 Uhr
USA: Pers. Einkommen/Ausgaben (Aug.), 14.30 Uhr
USA: Chicago PMI (Sep.) 15.45 Uhr
USA: Verbraucherstimmung (Sep.), 16.00 Uhr

Die Rentenmärkte standen auch gestern unter Druck. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg vorübergehend über die Marke von 0,50%, was zuletzt vor zwei Monaten der Fall gewesen war. Der Druck geht weiterhin vom US-Bondmarkt aus. So steigerten die tags zuvor vorgestellten Steuersenkungspläne des US-Präsidenten die Risikofreude – zulasten „sicherer“ Staatsanleihen. Auch verstärkten diese Pläne den Nachhall einer Rede von Fed-Chefin Janet Yellen vom Dienstag, als sie davor gewarnt hatte, angesichts einer voll ausgelasteten Wirtschaft zu lange mit einer Normalisierung der Geldpolitik zu warten: denn dann steige das Risiko einer Überhitzung und eines Anziehens der Inflation, welcher nur unter Inkaufnahme einer Rezession beizukommen sei. Je stimulierender eine Steuerreform ausfällt und je früher sie realwirtschaftliche Wirkung entfaltet, umso mehr wäre die Fed gefordert – so die Marktbefürchtungen. Die aktuellen Konjunkturdaten passten zumindest im Euroraum zur gedämpften Stimmung an den Rentenmärkten. So überraschten die von der EU-Kommission erhobenen Daten zur Wirtschaftsstimmung in allen Komponenten (Konsum, Industrie, Dienstleistung) durch Stärke und markierten ein neues Zyklushoch – was die Frage aufwirft, ob sich die EZB wirklich so gemächlich aus der ultraexpansiven Geldpolitik verabschieden wird, wie es der Markt bislang unterstellt. Die Antwort hängt maßgeblich vom weiteren Preistrend ab. Über ihn erhofft sich der Markt heute durch die Schnellschätzung der Euroraum-Inflationsrate für September weiteren Aufschluss.

Aktien


Klöckner & Co., Capital Markets Day

Am Vortag hatte die Hoffnung auf Steuersenkungen in den USA die Renditen nach oben getrieben, den Euro unter Druck gesetzt und gleichzeitig für Auftrieb an den europäischen Aktienmärkten gesorgt. Dieser Rückenwind ließ angesichts eines wieder festeren Euro am gestrigen Handelstag etwas nach. Dennoch näherte sich der Dax 30 weiter den Höchstständen von Mitte Juni. Der Index für mittelgroße Werte, der MDax, sowie der Kleinwerte-Index SDax erreichten in diesem Umfeld neue Rekordstände. Im deutschen Leitindex konnten vor allem die Aktien der Deutschen Bank (+2,7%) ihre Performance vom Vortag bestätigen. Dagegen konnte die Gesamtbranche Banken (+0,1%) im Euroraum die frühen Gewinne nicht halten und schloss beinahe unverändert. Während die meisten Sektoren zulegen konnten, tendierten erneut Versorger (-0,7%) und Telekommunikation (-0,5%) schwächer. Am stärksten präsentierten sich die Grundstoffbranchen Baumaterialien (+1,0%) und Chemie (+0,9%). Stärkste Einzeltitel im EUROSTOXX 50 waren die Aktien des Zementherstellers CRH (+2,7%). In Stockholm fielen die Titel von Hennes & Mauritz (-5,1%) nach enttäuschenden Quartalsdaten deutlich. Auch an der Wall Street setzte sich der verhaltene Kursanstieg weiter fort. Vor allem die Aktien von McDonald’s (+2,2%) stützten die Entwicklung des Leitindex Dow Jones Industrial. Auch etwas besser als erwartete Konjunkturdaten unterstützten die positive Tendenz. Dagegen zollten Technologiewerte ihrem jüngsten Rekordlauf weiter Tribut. Der Nasdaq 100 tendierte so erneut leicht schwächer. Auch die Anteilscheine von Apple (-0,6%) verzeichneten leichte Abgaben. Die asiatischen Aktienbörsen haben zum Wochenende größtenteils zugelegt, wobei sich allerdings die Gewinne in Grenzen halten. Die europäischen Märkte werden ebenfalls mit leichten Gewinnen in der Eröffnung erwartet.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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