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ZEW-Umfrage: Starker Euro tut der Stimmung keinen Abbruch - Nord LB Kolumne

Bild und Copyright: Cineberg / shutterstock.com.

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Nachricht vom 19.09.2017 19.09.2017 (www.4investors.de) - Vor wenigen Minuten hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim die Ergebnisse seiner monatlichen Umfrage unter rund 350 Volkswirten, Analysten und Fondsmanagern für den Berichtsmonat September veröffentlicht. Demnach fielen die im Mittelpunkt des Interesses stehenden Konjunkturerwartungen für Deutschland zuletzt mit 17,0 Saldenpunkten wieder optimistischer aus als im Vormonat. Die Mehrheit der befragten Finanzmarktexperten geht also von einer in sechs Monaten nochmals verbesserten wirtschaftlichen Lage aus. Auch der Ausblick für die Eurozone hat sich gegenüber der August-Umfrage ein wenig aufgehellt, die Erwartungskomponente kletterte hier auf 31,7 Punkte. Das sind erfreuliche Indikationen für eine Fortsetzung des in der ersten Jahreshälfte beachtlichen Aufschwungs in Deutschland und im gemeinsamen Währungsraum.

Das im vergangenen Monat ein wenig eingetrübte Stimmungsbild war maßgeblich auf die Besorgnis vieler Analysten mit Blick auf die Skandale und Krisen in der Automobilindustrie zurückzuführen gewesen. Hier ist die größte Unruhe offenbar bereits wieder verflogen. Ein Blick auf die Beurteilung der einzelnen Wirtschaftssektoren offenbart, dass die Fahrzeugbranche längst nicht mehr so kritisch gesehen wird wie noch im Vormonat.

Auch die Bundestagswahl am Sonntag dieser Woche und der starke Euro haben offenbar keine große Skepsis aufkommen lassen. In dieses Bild passt die Prognose der Mehrzahl der Analysten, wonach die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar perspektivisch abwerten sollte.

Die Einschätzung der gegenwärtigen Konjunkturlage liegt mit 87,9 Punkten nahe den historischen Höchstständen vom Frühjahr 2011. Gemäß der Skalierung der vom ZEW berechneten Zeitreihen kann dieser Wert auf maximal 100 Punkte steigen, nämlich dann, wenn wirklich kein einziger Teilnehmer der Umfrage die Situation nicht als gut beurteilt. Das nun erreichte Niveau dokumentiert damit eine augenblicklich wirklich glänzende Verfassung der deutschen Wirtschaft. Da die Beurteilung der gegenwärtigen Lage im Befragungsdesign des ZEW stets den Referenzpunkt für den Blick auf die kommenden sechs Monate bildet, ist es umso bemerkenswerter, dass die Konjunkturerwartungen deutlich oberhalb der Nulllinie notieren. Ein Saldenwert von Null wäre so zu interpretieren, dass sich die augenblickliche Konstellation per saldo nicht verändert.

Nach den bereits vorliegenden Daten von sentix dokumentiert nun auch die ZEW-Umfrage ein sehr positives Stimmungsbild für die deutsche und europäische Wirtschaft. Die heutigen Zahlen stützen damit unsere durchaus optimistischen Konjunkturprognosen. Wie immer stehen für eine Bestätigung dieser Einschätzung die verlässlicheren, weil besser „geerdeten“ Zahlen des Konjunkturtests des ifo-Instituts noch aus. Die werden am Montag nächster Woche das erfreuliche Konjunkturbild hoffentlich in ähnlich hellen Farben zeichnen.

Fazit: Die vom ZEW erhobenen Konjunkturerwartungen für Deutschland sind mit 17,0 Saldenpunkten wieder optimistischer ausgefallen als im Vormonat. Das zuvor ein wenig eingetrübte Stimmungsbild war maßgeblich auf die Besorgnis vieler Analysten mit Blick auf die Skandale und Krisen in der Automobilindustrie zurückzuführen gewesen. Hier ist die größte Unruhe offenbar bereits wieder verflogen. Auch die Bundestagswahl am Sonntag dieser Woche und der starke Euro haben offenbar keine große Skepsis aufkommen lassen. Das sind erfreuliche Indikationen für eine Fortsetzung des in der ersten Jahreshälfte beachtlichen Aufschwungs in Deutschland und im gemeinsamen Währungsraum. Die heutigen Zahlen bestätigen damit unsere durchaus optimistischen Konjunkturprognosen.


Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!






Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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