Schwellenländerbörsen erzielen im August 2017 eine Outperformance - Commerzbank Kolumne

Bild und Copyright: GrAl / shutterstock.com

Bild und Copyright: GrAl / shutterstock.com

Nachricht vom 14.09.2017 14.09.2017 (www.4investors.de) - Die Outperformance der Schwellenländer hielt mit einem Plus von 2% auch im August an (Developed Markets: -0,1%; MSCI Welt-Index: +0,2%). Hierfür verantwortlich zeichnen vor allem die unverändert expansive Geldpolitik der großen Zentralbanken allen voran in Europa und in Japan (die US-Notenbank agiert unverändert sehr zögerlich mit Leitzinserhöhungen), ein robustes Gewinnwachstum in den meisten Ländern der EM-Region, robuste Wirtschaftsdaten in China, der schwache US-Dollar sowie steigende Preise für diverse Metalle (Aluminium: +10,4%; Kupfer: +6,6%). Auf Sektorenebene (Schwellenländer) legten Rohstoffwerte als Monatsgewinner um 5,2% zu. Gebrauchsgüter verloren dagegen im August im Schnitt 0,6% und notierten damit am Performanceende. Ein Korb aus Schwellenländerwährungen legte im August gegenüber dem US-Dollar um 1,1% zu.

Innerhalb unseres Regionenrankings bestätigen wir unsere neutrale Haltung gegenüber den Schwellenländerbörsen. Nach der überraschend guten Performance der vergangenen Monate steigt aus unserer Sicht in Q4 2017 bzw. Q1 2018 die Korrekturgefahr für die Aktien der Emerging Markets. Eine Übergewichtung der EM-Aktien halten wir daher aktuell für zu riskant. Zu den möglichen Risikofaktoren zählen u.a. ein möglicherweise zunehmender Protektionismus (ausgehend von den USA), geopolitische Faktoren (Syrien, Katar, Nordkorea, Türkei etc.), weitere Zinserhöhungen in den USA 2017/18, die den US-Dollar wieder stärken und somit einige EM-Währungen unter Druck bringen könnten sowie erhebliche strukturelle Defizite in einigen Ländern der Emerging Markets (u.a. in Russland, Brasilien etc). Zudem erwarten wir nach wie vor keine signifikante Erholung der Rohstoffpreise (v.a. Rohöl).

Anleihen


Großbritannien: Zinsentscheid der BoE, 13:00 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 14:30 Uhr

Nach dem Renditeanstieg am Montag und Dienstag kamen die Rentenmärkte gestern weitgehend zur Ruhe. Im Fokus stand die Angebotswelle von Staatsanleihen, die schon am Dienstag begann und sich gestern fortsetzte. Für Aufsehen sorgte am Dienstag die Emission einer 100-jährigen österreichischen Staatsanleihe. Gestern standen die Aufstockung einer 10-jährigen Bundesanleihe und die Begebung italienischer und portugiesischer Staatsanleihen sowie britischer Gilts auf dem Programm. Die Auktionen erfreuten sich meist einer hohen Nachfrage. Im Tagesverlauf erhöhten sich die Renditen aufgrund des hohen Emissionsvolumens leicht. Im Euroraum stieg die Industrieproduktion im Juli wie erwartet um 0,1% M/M und lag 3,2% (nach 2,8%) über dem Vorjahresniveau. Ohne den Rückgang der Energieproduktion um 1,2% M/M wäre der Zuwachs höher ausgefallen. Um im 3. Quartal den gleichen Produktionsanstieg zu erreichen wie im zweiten Quartal müsste die Produktion im August und September kräftig ansteigen. Insofern rechnen wir mit moderateren Produktionszuwächsen als im ersten Halbjahr. In Großbritannien geht die Arbeitslosigkeit weiter zurück, die Arbeitslosenquote fiel im Mai bis Juli auf 4,3%, den tiefsten Stand seit 42 Jahren. Aufgrund des hohen Verbraucherpreisanstiegs und geringer Lohnzuwächse geht die Kaufkraft der Briten zurück. Heute tagt die Bank of England. Die Brexit-Verhandlungen, die am 18. September fortgesetzt werden sollten, sind um eine Woche verschoben worden. In den USA stiegen die Erzeugerpreise im August mit +0,2% M/M etwas geringer als erwartet. Die Jahresrate stieg damit von 1,9 auf 2,4% J/J deutlich an. Die Kernrate verharrte bei 1,9% J/J. Interessanter ist heute die Entwicklung der US-Verbraucherpreise im August.

Aktien


Oracle, Zahlen Q1-2018, nach Börsenschluss

Nach anfänglichen Minuszeichen an den europäischen Märkten ging es im Handelsverlauf wieder aufwärts und die Indizes schlossen überwiegend im Plus. Dabei half auch der am Nachmittag wieder schwächer tendierende Euro. Der kurzfristige Aufwärtstrend hält damit an. Während rückläufige Preise für Gold und andere Rohstoffe dafür sorgten, dass auch Grundstoffaktien nachgaben – der Grundstoffsektor (-1,5%) hielt hinsichtlich der Branchenperformance die rote Laterne –, sorgte der steigende Ölpreis dafür, dass Öl&Gas-Werte (+0,7%) auf der Branchenseite am stärksten zulegen konnten. Bei den Einzelwerten stand u.a. die ehemalige Bayer-Tochter Covestro (+3,4%) im Blickpunkt. Nachdem sich Bayer von weiteren 9,4% der Anteile getrennt hatte und weitere Platzierungen erwartet werden, sorgte der steigende Streubesitzt für Spekulationen über eine zukünftige Aufnahme in den Dax. Merck (+2,0%) avancierten nach einer Kaufempfehlung zum Tagesgewinner im Dax. Italienische Banken profitierten von einer Sektorstudie, während der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont (-1,2%) mit seinen Zahlen nicht überzeugen konnte. An den US-Märkten konnten alle großen Indizes nach verhaltenem Start doch noch neue historische Hochs verzeichnen. Dass es zu dem kleinen Plus reichte, lag im Wesentlichen am Energiesektor (+1,2%), der vom steigenden Ölpreis profitieren konnte. Zinssensitive Sektoren wie Versorger (-0,5%) und Immobilien (-0,4%) gaben dagegen nach. Die neuen iPhones von Apple (-0,8%) konnten der Aktie keine neuen Impulse liefern. Die Produktpräsentation brachte keinerlei kursbewegenden Überraschungen. In Asien drücken die schwächeren Makrodaten aus China heute Morgen etwas auf die Stimmung. Die meisten Indizes notieren leicht im Minus. Heute richtet sich der Blick der Investoren u.a. auf die Inflationsdaten aus den USA, welche vielleicht Rückschlüsse auf die weitere Zinspolitik der Fed zulassen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Aktueller Aktienkurs und interaktive Chart-Tools für die DAX Aktie: Hier klicken!!
(Werbung)



  Anmelden Abmelden -
Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner und fügen Sie mail@4investors.de zu ihrem E-Mail Adressbuch hinzu! So erhalten Sie jederzeit ihren gewünschten 4investors Newsletter. Wir speichern ihre Mailadresse ausschließlich zum Versand des Newsletters und geben diese nicht weiter! Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

16.07.2018 - ThyssenKrupp: Der nächste Abgang
16.07.2018 - VTG kommentiert Übernahmeversuch: „Angebotspreis nicht angemessen”
16.07.2018 - NorCom und AVL konkretisieren Kooperationsverhandlungen
16.07.2018 - Steinhoff Aktie: Die Uhr tickt…
16.07.2018 - Salzgitter will Teile von ArcelorMittal kaufen
16.07.2018 - Linde: Milliardendeal unterzeichnet
16.07.2018 - Deutsche Bank Aktie: Startet das Comeback?
16.07.2018 - VTG Aktie mit Kurssprung - Übernahmeangebot steht an
16.07.2018 - Akasol baut Zusammenarbeit mit Daimler aus
16.07.2018 - SAF-Holland: Margenwarnung und eine Achterbahnfahrt der Aktie


Chartanalysen

16.07.2018 - Steinhoff Aktie: Die Uhr tickt…
16.07.2018 - Deutsche Bank Aktie: Startet das Comeback?
16.07.2018 - Aixtron Aktie: Gelingt der große Durchbruch?
16.07.2018 - BYD Aktie: Eine wichtige Marke wackelt - schlechte Neuigkeiten
16.07.2018 - Fresenius Aktie: Wichtige Entscheidungen stehen an
16.07.2018 - Baumot Aktie: Es drohen schlechte News zum Wochenstart!
13.07.2018 - Aixtron Aktie: Jetzt zählt es für den Aktienkurs
13.07.2018 - Geely Aktie: Eine ganz schön wackelige Sache!
13.07.2018 - BYD Aktie: Steht eine Neubewertung an?
13.07.2018 - Baumot Aktie auf Achterbahnfahrt - wie ist die aktuelle Lage?


Analystenschätzungen

16.07.2018 - Deutsche Bank: Optimismus klingt ganz anders
16.07.2018 - Deutsche Bank: Analysten verfallen nicht in Euphorie
16.07.2018 - Deutsche Bank: Kurs übertrifft Kursziel
16.07.2018 - Deutsche Telekom: Vor den Quartalszahlen
16.07.2018 - VTG: Gewinne mitnehmen?
16.07.2018 - Bayer: Ein wenig Geduld
16.07.2018 - Dialog Semiconductor: Hohes Aufwärtspotenzial
16.07.2018 - BASF: Kursziel der Aktie gibt nach
16.07.2018 - Klöckner: Prognose für 2019 sinkt
16.07.2018 - BMW: Die China-Beteiligung


Kolumnen

16.07.2018 - US-Einzelhandel: Revisionen öffnen den Weg zu 4% Wachstum im II. Quartal - Nord LB Kolumne
16.07.2018 - DAX: Exit vom Brexit? Freundlicher Wochenstart, SKS ad acta gelegt - Donner + Reuschel Kolumne
16.07.2018 - SAP Aktie: Topbildung möglich - UBS Kolumne
16.07.2018 - DAX: Bearishe Flagge vor Vollendung - UBS Kolumne
13.07.2018 - DAX: Noch halten die Unterstützungen - UBS Kolumne
13.07.2018 - EUR/CHF: Bullen legen nach - UBS Kolumne
13.07.2018 - US-Inflation steigt, aber noch nicht wegen der Zölle - Commerzbank Kolumne
13.07.2018 - DAX: Freundlich ins Wochenende - Start der US-Berichtssaison - Donner + Reuschel Kolumne
12.07.2018 - USA: Inflationsrate mit 2,9% auf dem höchsten Stand seit 2012! - Nord LB Kolumne
12.07.2018 - USA: Inflationsrate für den Juni - VP Bank Kolumne

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR