Inflationsrate steigt erstmals seit 2012 wieder über 2% - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 16.08.2017 16.08.2017 (www.4investors.de) - In Schweden stiegen die Verbraucherpreise im Juli mit +0,5% M/M bzw. 2,2% J/J (nach +0,1% M/M bzw. +1,7% J/J) stärker als erwartet. Die Inflationsrate überstieg erstmals seit November 2011 die 2,0%-Marke. Die Renditen schwedischer Staatsanleihen stiegen um 5 bis 6 Bp. über die gesamte Renditekurve an und die Schwedenkrone wertet sich um mehr als 1% ggü. dem Euro auf. Der schwedischen Notenbank (Riksbank) dürfte die Entwicklung entgegen kommen, da sie ähnlich wie die EZB mit ihrer Geldpolitik Deflationsgefahren bekämpft. In der letzten Sitzung hat sie erste vorsichtige Schritte in Richtung Normalisierung der Geldpolitik unternommen.

Anleihen


Euroraum: BIP (Q2), 11.00 Uhr
USA: Baubeginne (Juli), 14.30 Uhr
USA: Protokoll der jüngsten FOMC-Sitzung 20.00 Uhr

Die abklingende Risikoaversion prägte auch den gestrigen Tag. Etwas moderatere Töne im Nordkoreakonflikt so wie die Bemühungen Chinas, mit Handelssanktionen Einfluss auf Nordkorea zu nehmen, halfen dabei. Die Renditen von Bundesanleihen und US-Treasuries zogen moderat an. Die Konjunkturdaten standen dabei zunächst im Hintergrund. Das deutsche BIP stieg laut vorläufiger Berechnung des Statistischen Bundesamtes im 2. Quartal um 0,6% (+2,1% J/J; nach +0,7% Q/Q und +2,0% J/J im 1. Q.). Das Amt unterzog die BIP-Daten der vergangenen Quartale auch einer turnusmäßigen Revision. Die damit verbundenen Effekte auf die ausgewiesenen historischen Veränderungsraten haben uns veranlasst, unsere BIP-Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2017 von 1,6 auf jetzt 2,0% anzuheben. Mehr Aufwärtsdruck auf die Renditen kam nach der Bekanntgabe der US-Daten, die deutlich besser als erwartet ausfielen. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Juli um 0,6% M/M an, so stark wie seit Dezember nicht mehr; besonders stark trugen Automobilverkäufe dazu bei. Dazu passte eine aufgehellte Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe: Der New York Fed Index kletterte im August auf den höchsten Stand seit 3 Jahren (25,2 nach 9,8 Punkte); auch der Saldenwert für die Zukunftserwartungen stieg kräftig an (45,2 nach 34,9). Der US-Dollar reagierte am deutlichsten auf die Daten und tendierte in der Breite fester. Gegenüber dem Euro unterschritt er vorübergehend die Marke von 1,17 US-Dollar. Blickt man auf die Geldmarktfutures, so ist zumindest ein Hauch von monetärer Straffungsphantasie an den Markt zurückgekehrt; die Frage ist, ob sie durch das Fed-Protokoll neue Nahrung erhält.

Aktien


Cisco Systems, Gewinn Q4 (nach Börsenschluss)

Die europäischen Aktienmärkte gingen gestern mit leichten Gewinnen aus dem Handel. Nachdem in den vergangenen Wochen u.a. der sich zuspitzende Konflikt zwischen Nordkorea und den USA für Unruhe und Abgaben gesorgt hatte, setzte sich die am Montag begonnene Gegenbewegung – allerdings vermindert – fort. Mit den jüngsten diplomatischen Aktivitäten und einer gewissen verbalen Abrüstung hat sich – bei aller scheinbaren Unberechenbarkeit der beiden Machthaber – das Risiko einer militärischen Eskalation verringert, was mit Kursgewinnen honoriert wurde. Bei der seit Jahren mehr als angeschlagenen Fluglinie Air Berlin (-34%) ist dagegen kein Höhenflug mehr zu erwarten. Die Gesellschaft hat Insolvenz angemeldet und damit lediglich der Konkurrenz Auftrieb gegeben. So gehörte die Lufthansa (+4,7%) zu den Gewinnern des Tages und führte auch klar die Performancerangliste im Dax an. Auf dem zweiten Platz folgte RWE (+2,3%), hier halfen gute Quartalszahlen. Diese konnte K+S nicht vorlegen. Dass auch die mittelfristige Ertragsplanung nach unten korrigiert wurde, ging mit einem Minus von 5,4% einher. An den US-Märkten zeigte sich gestern eine unentschlossene Haltung der Investoren. Die Indizes pendelten zwischen Plus und Minus hin und her und schlossen am Ende fast unverändert. Gute Konjunkturdaten konnten den Markt nicht nachhaltig unterstützen. Für Aufmerksamkeit sorgten die (Pflicht-)Meldungen über Anteilsverkäufe von Starinvestor Warren Buffett und seines Investmentvehikels Berkshire Hathaway. So ging mit dem Komplettausstieg beim chronischen Underperformer GE (-0,9%) eine Ära zu Ende, während Positionen bei Apple (+1,09%) und Synchrony Financial (+4,6%) aufgestockt bzw. neu eingegangen wurden. In Asien hält sich die Bewegung heute Morgen in Grenzen. Es überwiegen allerdings leichte Kursgewinne. Der Dax sollte etwas freundlicher in den Tag starten.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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