Japan überrascht mit starkem Wachstum im 2. Quartal - Commerzbank Kolumne


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Nachricht vom 15.08.2017 15.08.2017 (www.4investors.de) - In Japan ist das reale BIP im 2. Quartal um 1% gegenüber dem Vorquartal (+2,0% J/J) gewachsen. Es war der sechste Anstieg in Folge und der stärkste seit über zwei Jahren. Getragen war das Wachstum von der Binnennachfrage: Dem privaten Verbrauch, den Unternehmensinvestitionen und den staatlichen Investitionen. Den staatlichen Nachfrageimpuls sollte man zwar nicht fortschreiben, was für eine nachlassende Dynamik im laufenden Quartal spricht. Doch abgesehen davon stimmt besonders die seit 3 Quartalen deutlich regere Investitionstätigkeit zuversichtlich, zu der die solide Ertragssituation beiträgt. Die Chancen für eine Stabilisierung des Aufschwungs sind gut wie lange nicht mehr.

Anleihen


Deutschland: BIP-Wachstum (Q2), 08:00 Uhr
USA: Einzelhandelsumsätze (Jul.), 14:30 Uhr
USA: Empire State Index (Aug.), 14:30 Uhr
USA: NAHB Wohnungsmarkt-Index (Aug.), 16:00 Uhr

Da es zuletzt keine neuen Tweets des US-Präsidenten zum Konflikt mit Nordkorea gab, wanderte das Thema auch an den Finanzmärkten wieder in den Hintergrund: Der Schweizer Franken, der Goldpreis und die Kurse von Bundes- und US-Staatsanleihen gaben nach und verloren etwa ein Drittel der in der vergangenen Woche erzielten Kursgewinne. Am 21. August werden die US-Streitkräfte wohl mit den Südkoreanern ein gemeinsames Manöver beginnen. Anschließend dürfte hoffentlich die Luft aus dem Thema raus sein. In Deutschland zieht die Konjunktur weiter an: Der Zuwachs lag im zweiten Quartal bei 0,6% zum Vorquartal bzw. 2,1% zum Vorjahr. Zudem wurden die Daten zum ersten Quartal nach oben revidiert. Laut dem statistischen Amt treiben vor allem der private Verbrauch und die Staatsausgaben das Wachstum an. Trotz der demografischen Verschiebung, die das Wirtschaftswachstum grundsätzlich bremst, und der zuletzt schwachen Auftragseingänge kann Japan mit soliden Wachstumszahlen für das zweite Quartal aufwarten: Das BIP stieg gegenüber dem Vorquartal um 1,0% – stärker als erwartet. Der private Konsum und die Investitionen trugen maßgeblich zum Wachstum bei (vgl. „Im Blickpunkt“). Die chinesischen Daten sind immer mit Vorbehalt zu bewerten, da sie z.B. kaum schwanken. Die gestern veröffentlichten Zahlen zeigen gemessen an den Veränderungsraten zum Vorjahr u.a. eine leichte Abkühlung bei der Industrieproduktion und den Einzelhandelsumsätzen. In absoluten Zahlen sind die jährlichen Zuwächse sehr konstant – dies impliziert, dass die Wachstumsraten in Prozent ausgedrückt im Zeitverlauf abnehmen.

Aktien


Aktienbörsen in Wien, Athen, Madrid und Seoul feier- tagsbedingt geschlossen
Deutsche Euroshop, Q2-Zahlen
K+S, Q2-Zahlen

Nach den herben Kursverlusten der vergangenen Wochen sind die Aktienmärkte fulminant in die neue Handelswoche gestartet. Eine entspanntere Rhetorik des Weißen Hauses in Richtung Nordkorea sorgte ebenso für Erleichterung wie der wieder schwächere Euro. In Europa konnte der Euro Stoxx 50 ebenso wie der Dax rund 1,3% zulegen. Der deutsche Leitindex verteidigte damit die 12.000er-Marke, die am Freitag noch zwischenzeitlich unterschritten worden war. Auch in den USA standen die Zeichen auf Erholung. Der Dow Jones legte um 0,6%, der marktbreitere S&P 500 gar um 1,0% zu. Auch heute Morgen in Asien dominieren die Pluszeichen. Wir gehen davon aus, dass die Konsolidierung der vergangenen Wochen als gesunde Korrektur in einem intakten Aufwärtstrend anzusehen ist. Dabei musste der deutsche Aktienmarkt verstärkt Federn lassen, was neben der besonderen Bedeutung des starken Euro für die deutsche Exportindustrie auch auf die hausgemachte Dieselkrise zurückzuführen war. Schließlich vereinen die drei großen Autokonzerne rund 12% des Indexgewichts auf sich und sind für gut 20% der Unternehmensgewinne verantwortlich. Mit dem gestrigen Tag haben wir eine überfällige Gegenbewegung innerhalb der Korrektur gesehen. Dies ist u.E. noch nicht der Beginn einer neuen dynamischen Aufwärtsbewegung. Für die kommenden Wochen rechnen wir angesichts eines sich nicht mehr bessernden konjunkturellen Umfelds, Unsicherheiten rund um die Notenbankpolitik in den USA und Europa sowie den geopolitischen Krisen mit einer volatilen Seitwärtsbewegung. Dessen ungeachtet hat die Korrektur der letzten Wochen das Chance-Risiko-Verhältnis für Aktien verbessert. Mit Blickrichtung Jahresende sehen wir nun wieder positives Kurspotenzial.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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