Deutschland: Kräftiger Wachstumsbeitrag vom Außenhandel - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 09.08.2017 09.08.2017 (www.4investors.de) - In Deutschland sind die Exporte (-2,8% M/M) und die Importe (-4,5% M/M) im Juni überraschend kräftig zurückgegangen. Trotzdem bleiben die Aussichten für den Außenhandel für Deutschland aufgrund der stark steigenden globalen Nachfrage und des – trotz der jüngsten Aufwertung – niedrige bewerteten Euros gut. Der Rückgang der Exporte folgt einem dynamischen Anstieg in den vier Monaten davor. Begünstigt von den Importen, die noch stärker zurückgingen, erhöhte sich der Handelsbilanzüberschuss von 20,3 auf 21,2 Mrd. EUR. Im gesamten 2. Quartal erhöhte sich der Handelsbilanzüberschuss von 59,9 auf 61,3 Mrd. EUR; damit trägt er zum hohen Wachstum bei.

Anleihen


China: Verbraucherpreise (Juli), 03.30 Uhr
Italien: Industrieproduktion (Juni), 10.00 Uhr
USA: Produktivität (2. Quartal), 14.30 Uhr

An den Rentenmärkten blieb das Geschehen gestern recht ruhig. Geschuldet ist dies zum einen der Ferienzeit, in welcher die Umsätze verhalten bleiben, auf der anderen Seite fehlte es auch seitens der Makrodaten an großen, neuen Anregungen. Neben den deutschen Außenhandelsdaten (siehe „Im Blickpunkt“) stand in den USA der NFIB-Stimmungsindex für mittelständische Unternehmen im Kalender. Der NFIB-Index gibt einen guten Einblick in die Binnenkonjunktur. Nachdem der Index nach den Präsidentschaftswahlen um 10 Punkte gestiegen war, bröckelte er in der Folge leicht ab, zog im Juli aber von 103,6 auf 105,2 Punkte deutlich an. Die Daten zeigen eine durchweg gute Stimmung und steigende Absatzerwartungen. Sie zeigen auch, dass die Absichten, Neueinstellungen vorzunehmen, weiter gestiegen sind; sie sind so ausgeprägt wie seit Ende 2006 nicht mehr. Doch wird es anscheinend immer schwieriger, neue Stellen auch adäquat zu besetzen. Jedenfalls beklagten so viele Unternehmen dieses Problem wie zuletzt Ende 2000. Die Daten korrespondieren also gut mit dem jüngsten Arbeitsmarktbericht und auch mit dem gleichfalls gestern veröffentlichten JOLT-Bericht, der eine rekordhohe Zahl offener Stellen (seine Historie reicht bis Dezember 2000) auswies, was dem US-Dollar zu einer Erholung verhalf. Allein es bleibt die Frage, weshalb die Löhne nicht stärker ansteigen; die Rahmendaten dafür sind jedenfalls günstig. Insoweit sieht der Markt die weitere Fed-Politik zu gelassen. Eine Leitzinsanhebung im Dezember wäre beim engen Arbeitsmarkt nur konsequent; der Beginn der Bilanzreduzierung im September, für die sich selbst taubenhafte FOMC-Vertreter aussprechen, könnte die Einstimmung darauf sein.

Aktien


Ahold Delhaize, Ergebnis Q2
E.ON, Halbjahreszahlen
Munich Re, Ergebnis Q2
Brenntag, Norma, Symrise, Ergebnis Q2
Leoni, endg. Ergebnis Q2

Nach einem relativ spannungsarmen Vormittagshandel drifteten die europäischen Aktienbörsen kurzfristig in die Verlustzone, um sich dann im Rahmen eines nachgebenden Euro und einer stabil eröffnenden Wall Street wieder auf das alte Niveau zu erholen. Im Dax 30 standen die Aktien der beiden Versorger RWE (+1,8%) und E.ON (+1,7%) erneut an der Spitze der Kursliste. Unter anderem beflügelten hier Aussagen zur künftigen Dividendenpolitik von E.ON sowie ein positiv aufgenommener Quartalsbericht der E.ON-Tochter Uniper. Dahinter folgten die Titel der Deutschen Post (+1,3%), die von einem starken Quartalsbericht profitierten. Größter Verlierer im deutschen Leitindex war HeidelbergCement (-1,5%). Hier dürfte eine Kartellstrafe gegen die Tochter Italcementi belastet haben. Im EUROSTOXX 50 konnten im Zuge der beschriebenen Entwicklung – angeführt von Versorgern (+0,8%) und Grundstoffen (+0,7%) – fast alle Branchen in positives Terrain drehen. An der Wall Street erreichte der Dow Jones zwischenzeitlich erneut einen neuen Rekordstand, musste sich aber dann der Zuspitzung im Nordkorea-Konflikt beugen. Präsident Trump hatte eine indirekte Gewaltandrohung gegenüber Pjöngjang ausgesprochen und so für eine verbale Eskalation gesorgt. Dies führte dazu, dass bis auf Versorger (+0,3%) alle Branchen schwächer tendierten. Insbesondere Grundstoffe (-0,9%) gerieten dabei unter Druck. Positiv präsentierte sich nach überraschend starken Zahlen der Modekonzern Michael Kors (+21,5%). Auch die Aktien von Ralph Lauren sprangen deutlich an (+13,3%). Die asiatischen Märkte müssen heute Morgen den geopolitischen Risiken Tribut zollen und tendieren in der Breite schwächer.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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