Deutschland: Die Industrieproduktion sinkt überraschend - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 08.08.2017 08.08.2017 (www.4investors.de) - Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Juni überraschend um 1,1% gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Zuwachs bei 2,4% und damit ebenfalls niedriger als vorhergesagt. Ein Rückgang hatte sich aber schon seit längerem angedeutet, weil seit einigen Monaten die Entwicklung der Auftragseingänge eher schleppend verlief. Immerhin ergibt sich für das zweite Quartal für die Industrieproduktion – trotz des Minus im Juni – insgesamt ein Zuwachs um 1,7% gegenüber den ersten drei Monaten. Wir erwarten daher auch ein solides BIP-Wachstum von 0,6% im Quartalsvergleich.

Anleihen


Deutschland: Handelsbilanz (Juni), 8:00 Uhr

So richtig in Schwung kam der Rentenmarkt gestern nicht. Als Reaktion auf den positiven US-Arbeitsmarktbericht am Freitag waren die Renditen zunächst angestiegen. So läuft der Beschäftigungsmotor in den USA weiter rund: Im Juli wurden mit 209.000 mehr Arbeitsplätze geschaffen als prognostiziert, die Arbeitslosenquote sank auf 4,3% und die Stundenlöhne legten mit einer Jahresrate von 2,5% zu. Zwar bleibt der Lohndruck trotz des eher angespannten Arbeitsmarktes moderat, die Diskussion um die Auswirkung auf die Teuerungsrate und damit Zinserhöhungsphantasien bestimmen aber weiter die Märkte. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen schafften trotzdem gestern nicht den Sprung über die Marke von 0,50%. Unterstützend für die Kurse der Rentenpapiere wirkten auch die gestrigen Daten zur deutschen Industrieproduktion. Diese entwickelten sich im Juni überraschend schwächer als erwartet und gingen im Monatsvergleich um 1,1% zurück (siehe auch „Im Blickpunkt“). Schaut man sich die Entwicklung der Staatsanleiherenditen im Euroraum an, so weisen diese seit Wochen eine deutliche Einengung gegenüber Bundesanleihen auf. Das mag zum einen an überwiegend positiven Makrodaten im Euroraum liegen, aber auch an der zunehmenden Liquiditätsverknappung der Staatspapiere durch das Anleihekaufprogramm der EZB. Hinzu kommt eine Beruhigung von Seiten der Politik: Die Probleme in Italien (kriselnde Banken, Neuwahlen), Spanien (Abspaltungstendenzen in Katalonien) und Griechenland (Gerangel um Reformbemühungen und Auszahlung von Hilfstranchen) sind in den Hintergrund getreten. Die Risikoaufschläge der zehnjährigen Staatsanleihen Italiens, Spaniens und Portugals sind so niedrig wie seit über einem Jahr nicht mehr. Zehnjährige griechische Staatstitel verzinsen sich mit 5,35% so gering wie zuletzt 2014.

Aktien


Deutsche Post, Ergebnis Q2
Uniper, Ergebnis Q2
Walt Disney, Ergebnis Q3

Zum Wochenauftakt spürten die europäischen Aktienbörsen noch den Rückenwind des starken US-Arbeitsmarktes vom Freitag. Doch mit einem wieder etwas festeren Euro ließ dieser Impuls nach und vor allem der Dax 30 entwickelte sich in negatives Terrain. Am deutlichsten gerieten hier die Aktien von Fresenius (-1,9%) und deren Tochterunternehmen, dem Dialysespezialisten FMC (-1,5%) unter Druck, nachdem diese bekanntgegeben hatten, in den USA das Medizintechnik- und Dienstleistungsunternehmen NxStage Medical übernehmen zu wollen. Schwach präsentierten sich auch die Aktien der Deutschen Bank (-1,1%). Der Leitindex des Euroraums, der EUROSTOXX 50, startete nur wenig verändert in die neue Handelswoche. Hier stachen vor allem die Metall- und Mi-nenwerte (+1,2%), angetrieben durch die anhaltende Rally bei den Eisenerzpreisen, positiv hervor. Auch die Banken des Euroraums konnten weiterhin zulegen (+0,6%). An der Spitze des Index standen die Aktien von Ahold Delhaize (+2,1%). Der Einzelhandelskonzern wird morgen seine Quartalsdaten präsentieren. An der Wall Street konnte der Dow Jones In-dustrial einen erneuten Rekordstand verbuchen. Stärkste Einzeltitel waren erneut die Aktien von Apple (+1,6%). Auf Branchenebene gab es allerdings neben der Informations-technologie (+0,6%) mit dem Basiskonsum (+0,7%) nur einen Sektor, der sich spürbar fester entwickeln konnte. Deutlichere Verluste verbuchten insbesondere Energiewerte (-0,9%). Die meisten Aktienbörsen in Asien leiden heute Morgen an den enttäuschenden chinesischen Außenhandelsdaten, wobei sich allerdings die Verluste in Grenzen halten. Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsauftakt erneut etwas schwächer erwartet.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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