Neues Rekordhoch beim Ifo-Geschäftsklimaindex - Commerzbank-Kolumne

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Nachricht vom 26.07.2017 26.07.2017 (www.4investors.de) - Mit so einem deutlichen Anstieg hatte keiner der von Bloomberg befragten Ökonomen gerechnet, die meisten erwarteten vielmehr einen leichten Rückgang: Dennoch kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex von 115,1 auf 116,0 Punkte – ein neues Rekordhoch des gesamtdeutschen Index. Erfreulich ist zudem, dass auch die Indust-rieproduktion der guten Unternehmensstimmung folgt. Mithin dürfte sich das BIP-Wachstum im 2. Halbjahr beschleunigen. Doch es gibt auch Gegenwind: Die globale Erholung hat gemessen an dem weltweiten Einkaufsmanagerindex eine Pause eingelegt und die jüngste Aufwertung des Euro dürfte das Exportwachstum bremsen.

Zinsen und Anleihen


Großbritannien: BIP-Wachstum (2. Quartal), 10:30 Uhr
USA: Neubauverkäufe (Juni), 16:00 Uhr
USA: Fed-Zinsentscheidung, 20:00 Uhr

Der gestrige Handelstag bescherte den Besitzern festverzinslicher Wertpapiere spürbare Kursverluste. Anleihen waren nach den überraschend guten Wirtschaftsdaten nicht mehr gefragt: Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der die konjunkturelle Stimmung in Deutschland widerspiegelt, ist im Juli auf einen neuen Rekordwert gestiegen statt leicht zurückzugehen. Mit 116 Punkten erreichte er den höchsten Stand seit den 1960er Jahren (siehe „Im Blickpunkt“). Auch in Belgien verbesserte sich das Geschäftsklima im Vergleich zum Vormonat. Eines dürfte aber besonders die exportorientierten Unternehmen in Europa eher betrüben: Der starke Euro. Gegenüber dem US-Dollar erreichte er gestern mit über 1,17 US-Dollar je Euro den höchsten Stand seit Januar 2015. Aktuell scheint der Devisenmarkt davon auszugehen, dass die heutige FOMC-Sitzung den US-Dollar nicht wird beflügeln können. Die gemeldeten US-Konjunkturdaten waren gemischt: So stiegen im Mai die Preise am US-Häusermarkt – gemessen am Case-Shiller-Index – schwächer als erwartet. Im Jahresvergleich war dies aber immerhin noch ein Anstieg von 5,69%. Die Verbraucherstimmung hellte sich im Juli dagegen deutlich auf. Der vom Conference Board erhobene Indikator stieg von 117,3 Punkte auf 121,1 Zähler. Zum ersten Mal seit 2014 kehrte Griechenland an den Kapitalmarkt zurück. Per Auktion konnten mit einer neuen fünfjährigen Benchmarkanleihe 3 Milliarden Euro eingesammelt werden. Die Rendite betrug 4,625%, etwas unter den Erwartungen der Analysten. Die Nachfrage lag bei über 6,5 Milliarden Euro. Aktuell wird Griechenland von Moody´s mit „Caa2“ und von Standard & Poors mit „B-“ bewertet. Zum Vergleich: Für eine fünfjährige Bundesanleihe (Rating AAA) erhält der Investor aktuell nur eine negative Rendite von -0,15%.

Aktien


Boeing, Daimler, Ergebnis Q2
Deutsche Börse, Coca Cola, Ergebnis Q2
Facebook, Ford Motor, Ergebnis Q2
Gea, GlaxoSmithKline, Ergebnis Q2
Kion, Klöckner & Co. , Ergebnis Q2
LVMH, Telefónica Deutschland, Ergebnis Q2
Vossloh, Ergebnis Q2

Die europäischen Aktienmärkte tendierten am Dienstag überwiegend freundlich. Die Leitindizes legten um bis zu 1,7% (Österreich) zu. Verantwortlich für die gute Stimmung zeichneten v.a. solide Makrodaten aus Frankreich (Geschäftsstimmung ist so gut wie seit rd. sechs Jahren nicht mehr) und Deutschland (Ifo-Index steigt entgegen den Erwartungen auf ein neues Allzeithoch). Der wieder etwas festere Euro belastete den Dax (+0,5%) nicht so stark. Wie am Vortag zählten im deutschen Leitindex die beiden Bankaktien (Deutsche Bank: +2,4%; Commerzbank: +2,5%) mit Abstand zu den größten Gewinnern; hier beflügelten v.a. steigende Zinsen. Automobilaktien erholten sich bis auf Volkswagen (-1,3%) leicht. Auf europäischer Sektorenebene erzielten Aktien aus dem Bereich Rohstoffe (+2,6%) u.a. infolge wieder steigender Ölpreise die größten Gewinne. Am schwächsten notierten dagegen Aktien aus den Bereichen Einzelhandel und Haushaltsgüter, die im Schnitt 0,3% bzw. 0,6% verloren. Die Börsen in den USA tendierten freundlicher. Nachdem am Vortag der Nasdaq 100-Index ein neues Rekordhoch erzielt hatte, zog der S&P 500-Index (+0,3%) am Dienstag nach. Die Aktien von Caterpillar und McDonald´s stiegen nach guten Quartalszahlen um 5,9% bzw. 4,8%. Aufgrund eines schwächeren Ausblicks gab die Aktie von 3M um 5,1% nach. Auf Sektorenebene (S&P 500) waren insbesondere Finanz- und Energiewerte (+1,3%) gefragt. Dagegen büßten Pharmawerte im Schnitt rd. 0,7% ein. Die Börsen in Asien tendierten uneinheitlich. Der Nikkei 225-Index gewann 0,5%.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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