Rohstoffmärkte am Scheideweg - Commerzbank-Kolumne


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Nachricht vom 12.07.2017 12.07.2017 (www.4investors.de) - Die Rohstoffpreiserholung im letzten Jahr erfolgte von niedrigem Niveau aus, was die deutlichen relativen Zuwächse begünstigte. Im laufenden Jahr sind die Preise seit März rückläufig und auch das mittelfristige Aufwärtsmomentum ist ausgelaufen. Im Vergleich zur Preiserholung 2009/2010 fällt die jüngste Erholung relativ flach aus. Dies spricht nicht für starke Nachfrageimpulse bzw. nicht für ein enges Angebot. Das mittelfristige Preismomentum könnte deswegen im zweiten Halbjahr leicht wieder nach unten drehen. Für Rohstoffunternehmen sind zunächst keine weiteren Ertragszuwächse zu erwarten, solange nicht die Mengen ausgeweitet oder die Kosten gesenkt werden können. Beides ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Zinsen und Anleihen


Großbritannien: Arbeitsmarktbericht (Juni), 10:30 Uhr
Euroraum: Industrieproduktion (Mai), 11:00 Uhr
Kanada: Zinsentscheid der BoC, 16:00 Uhr

Wegen fehlender Impulse von der Makroseite und des Abwartens der Investoren vor der heutigen Anhörung von Fed-Chefin Yellen vor dem US-Kongress gab es gestern wenig Bewegung an den Rentenmärkten. Sie tendierten überwiegend etwas leichter. Durchaus mehr Bewegung gab es an den Devisenmärkten, wo sich der Schweizer Franken und das britische Pfund ggü. dem EUR deutlich abschwächten. Der Schweizer Franken kletterte bereits am Montag über die Marke von 1,10 EUR pro CHF und überstieg gestern die Marke von 1,1060 EUR; er ist damit so schwach wie seit gut einem Jahr nicht mehr. Der Franken war während der Euro-Krise als sicherer Hafen sehr gefragt. Bis Januar 2015 verteidigte die SNB die Marke 1,20 CHF pro EUR. Nach Freigabe des Wechselkurses stärkte sich der Franken deutlich. Nach den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich haben die politischen Risiken merklich abgenommen und der Zusammenhalt innerhalb der EU ist wieder gewachsen. Deshalb wird der CHF als sicherer Hafen immer weniger gesucht. Das britische Pfund musste gestern Federn lassen, nachdem der stellvertretende Notenbankchef der BoE, Ben Broadbent, vor den negativen Folgen des Brexits warnte. So würde der Austritt zwar auch das Wirtschaftswachstum in der EU belas-ten, allerdings geringer als das von Großbritannien. Er vermied es dabei, Hinweise auf seine geldpolitische Haltung zu geben. Gegenüber dem Euro schwächte sich das Pfund auf den tiefsten Stand seit November ab. Die EU-Länder einigten sich gestern, den Berg fauler Kredite im Wert von rund einer Billionen EUR bei Europas Banken so schnell wie möglich abzubauen. Der EUR erreichte gestern bei 1,1480 USD ein 14-Monatshoch.

Aktien


Heute keine relevanten Unternehmenstermine

An den europäischen Aktienmärkten sah es zunächst nach einem freundlichen Börsentag aus. Doch konnten die Indizes die Gewinne im Handelsverlauf nicht halten und schlossen sogar noch im Minus. Vor der heutigen Rede der Fed-Chefin Yellen vor dem Kongress hielt sich die Bereitschaft für größere Engagements ohnehin in Grenzen, so dass der wieder zulegende Euro und die anhaltende politische Unsicherheit in den USA die Kurse wieder nach unten drücken konnten. Auf Branchenseite ließen sich Autowerte (+1,0%) davon aller-dings nicht beeindrucken. Die guten Absatzzahlen aus China sorgten dafür, dass der Sektor überdurchschnittlich zulegen konnte. Grundstoffe (+0,5%) waren die zweite Branche, die es ins Plus schaffte. Die rote Laterne hielten die Nahrungsmittelhersteller (-1,4%). Im Fokus standen bei den Einzelwerten u.a. Thyssen Krupp (+1,2%, Ankündigung eines Kostensenkungsprogramms und Hoffnungen auf Maßnahmen gegen die aktuelle Überproduktion – dies half auch anderen Titeln im Sektor) und Hapag-Lloyd (+9,8%, nachdem der Großaktionär TUI auch seine restlichen Anteile verkauft hat). Auch Rational (+4,5%) und Wirecard (+2,9%) konnten aufgrund guter Unternehmensmeldungen klar zulegen. Am US-Markt ging es im Vergleich zu Europa spiegelverkehrt zu. Nachdem der S&P500 vor der Mittagszeit angesichts der politischen Unruhe um die Russlandaffäre des Präsidenten und seines Sohnes noch um rd. 0,6% im Minus lag, konnten sich die Kurse im weiteren Verlauf erholen. Die Umsätze blieben gering. Neben dem IT-Sektor (+0,4%) waren auch Energie-werte (+0,5%) angesichts des sich erholenden Ölpreises wieder gefragt. Finanzwerte und Telekoms (je -0,7%) gaben deutlich nach. In Asien sorgt der steigende Yen für leichte Verluste beim Nikkei, während der Hang Seng von steigenden Banktiteln profitieren kann. Aber auch hier warten die Investoren gespannt auf die heutige Rede von Janet Yellen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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