DAX auf Rekordniveau, ifo Institut erhöht Prognose für deutsche Konjunktur

Die deutsche Konjunktur läuft nach Ansicht des ifo Instituts besser als erwartet. Der Überschuss der deutschen Leistungsbilanz werde weiter steigen, so die Konjunkturforscher - trotz internationaler Kritik an dem Überschuss.

Die deutsche Konjunktur läuft nach Ansicht des ifo Instituts besser als erwartet. Der Überschuss der deutschen Leistungsbilanz werde weiter steigen, so die Konjunkturforscher - trotz internationaler Kritik an dem Überschuss.

Nachricht vom 20.06.2017 20.06.2017 (www.4investors.de) - Am Dienstag startet der DAX mit Kursgewinnen in den Tag, nachdem es schon am Tag zuvor deutliche Gewinne gegeben hat. Bisher klettert der Index auf bis zu knapp 12.951 Punkten und erreicht damit ein neues Rekordniveau - bisher lag dieses bei 12.921 Zählern. Gegen 10 Uhr notiert der wichtigste Index der Frankfurter Börse bei Aktienkurs nur wenig verändert 12.932 Punkten, ein Plus von 0,34 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Montag. Mehr zur charttechnischen Lage des DAX: hier klicken.

In das Bild, das die Frankfurter Börse heute abgibt, passt auch die neue Konjunkturprognose des ifo Instituts. „Die deutsche Wirtschaft ist stark und stabil. Wir erleben gerade ein so kräftiges erstes Halbjahr, dass uns der Schwung bis ins kommende Jahr trägt”, sagt Timo Wollmershäuser, der Leiter der ifo Konjunkturforschung, am Dienstag. Getragen werde der Aufschwung „von der Binnenkonjunktur und dort insbesondere von der Bauwirtschaft und dem Konsum”, so Wollmershäuser. Die Wissenschaftler erwarten für 2017 nun ein Wachstum von 1,8 Prozent statt bisher prognostizierter 1,5 Prozent, die Prognose für 2018 wird von 1,8 Prozent auf 2,0 Prozent Wachstum angehoben,

Leistungsbilanzüberschuss: Anstieg erwartet


Zudem rechnet das ifo Institut mit neuen Rekorden bei der Beschäftigung, zum anderen heben sie ihre Wachstumsprognosen für die Jahre 2017 und 2018 an. „Die Beschäftigtenzahl wird der Prognose zufolge von 43,6 Millionen Menschen im vergangenen Jahr über 44,2 Millionen in diesem auf 44,6 Millionen steigen, so viel wie noch nie. Die Zahl der Arbeitslosen geht zurück von 2,7 Millionen über 2,5 auf 2,4 Millionen im kommenden Jahr”, heißt es weiter. Die Arbeitslosenquote solle von 6,1 Prozent auf 5,5 Prozent im kommenden Jahr fallen, prognostizieren die Konjunkturforscher. Zugleich rechnet man mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 1,7 Prozent im laufenden Jahr und 1,6 Prozent im Jahr 2018 nach 0,5 Prozent im vergangenen Jahr. Auch der Überschuss der deutschen Leistungsbilanz werde weiter steigen, prognostiziert das ifo Institut.

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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