PNE Wind Anleihe 2018(2023)

Deutsche Industrie schlittert schwungvoll ins neue Jahr - Commerzbank-Kolumne


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Nachricht vom 10.01.2017 10.01.2017 (www.4investors.de) - Auf den ersten Blick war der Produktionszuwachs im November mit 0,4% zum Vormonat nicht sehr kräftig. Doch das Gesamtbild ist sehr freundlich: Der Vormonat wurde nach oben revidiert, die Exporte legten im November um knapp 4% zu und der deutliche Anstieg der Bestellungen im vierten Quartal deutet auf eine kommende Produktionsausweitung hin. Das Quartalswachstum dürfte zum Jahresende bei gut 0,5% gelegen haben (nach 0,2% im dritten Quartal). Genauere Rückschlüsse für das vierte Quartal lassen sich am Donnerstag ziehen, wenn das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung für 2016 herausgibt. Wie stark der Gegenwind 2017 – z.B. durch den Ölpreisanstieg – wird, muss sich erst noch zeigen.

Zinsen und Anleihen


China: Verbraucherpreise (Dez.), 02:30 Uhr
Frankreich: Industrieproduktion (Nov.), 08:45 Uhr
USA: NFIB-Index (Dez.), 12:00 Uhr

Die Staatsanleihen im Euroraum eröffneten nach den US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag, als sie aufgrund eines höher als erwarteten Lohnwachstums unter Druck geraten waren, die neue Woche mit leichten Kursverlusten. Die guten Zahlen aus Deutschland (Produktion, Exporte), die auf ein stärkeres BIP-Wachstum im 4. Quartal hindeuten (siehe dazu im Blickpunkt) haben zudem belastet. Schnell hellte sich die Stimmung aber wieder auf und die Kurse an den Rentenmärkten drehten bei rückläufigem Ölpreis und schwacher Tendenz an den Aktienmärkten ins Plus. Diese Woche werden wenige Impulse für die Rentenmärkte erwartet, allerdings könnte das hohe Angebot belasten. Von der Konjunkturseite kommen wenige Daten. Die EZB tagt erst am 19. Januar und die Fed am 1. Februar. Eine größere Bewegung vollzog gestern das britische Pfund, das über einen Prozent ggü. dem Euro nachgab. Im November und Dezember hatte es sich deutlich erholt. Am Wochenende hatte Premierministerin Theresa May bekräftigt, dass bei den Brexit-Verhandlungen daran festgehalten werde, die Kontrolle über Zuwanderung und nationale Gesetzgebung zu sichern. Die harte Haltung ggü der EU könnte bei den Brexit-Verhandlungen dazu führen, dass künftig der Zugang Großbritanniens zum Binnenmarkt eingeschränkt wird. Im Euroraum verharrte die Arbeitslosenquote im Dezember bei 9,8%, dem tiefsten Stand seit 7 Jahren. Der Verbraucherpreisanstieg ging in China im Dezember von 2,3% auf 2,1% J/J etwas stärker als erwartet zurück, dafür stiegen die Erzeugerpreise mit +5,5% J/J deutlich kräftiger als gedacht an; es war der höchste Anstieg seit September 2011. Von 2012 bis August 2016 lag die Rate der Erzeugerpreise im negativen Bereich.

Aktien


Deutsche Lufthansa, Verkehrszahlen Dezember
Metro, Umsatz Q1

Nach der geglückten ersten Handelswoche, die den globalen Aktienmärkten fast überall Gewinne bescherte, kam es zu Wochenbeginn zu Gewinnmitnahmen. Die europäischen Leitindizes büßten um bis zu 1,7% (Italien) ein. Eine Ausnahme bildete die Börse in London, wo der Leitindex um rd. 0,4% zulegte. Beflügelnd dürfte sich hier u.a. das schwache Pfund ausgewirkt haben, das ggü. dem Euro um mehr als 1% abwertete. Der Dax verlor 0,3%. In einem relativ nachrichtenarmen Umfeld bestimmten vor allem Unternehmensmeldungen das Geschehen. So gab es im deutschen Leitindex teilweise kräftige Abschläge. Die Notierung der Deutschen Lufthansa (-5,8%) litt v.a. unter höher als erwartet prognostizierten Kerosinkosten für 2017. Die Aktie von Fresenius Medical Care büßte 6,8% ein. Hier machten sich die Anleger Sorgen vor möglicherweise stärkeren Ertragseinbußen in den USA aufgrund von neuen Vorschriften im dortigen Gesundheitswesen. Tagessieger war hingegen die Aktie von Volkswagen, die um 4,9% kletterte. Hier beflügelten Spekulationen über eine endgültige Einigung mit den US-Behörden in Bezug auf den Abgasskandal. Auf europäischer Sektorebene waren am gestrigen Handelstag insbesondere Technologieaktien gefragt, die im Schnitt um 0,7% gewannen. Deutliche Abschläge gab es dagegen bei Bankwerten, die im Schnitt um 1,7% nachgaben. Verantwortlich hierfür zeichneten auch die sinkenden Renditen für zehnjährige Staatsanleihen bspw. in Deutschland. Die US-Börsen tendierten etwas schwächer. Der Dow Jones-Index verlor 0,4% und verfehlte damit den Sprung über die Marke von 20.000 Punkten. Auf Sektorebene waren v.a. Pharmatitel (+0,4%) gesucht. Energiewerte büßten aufgrund des schwachen Ölpreises im Schnitt 1,5% ein. Die Börsen in Asien tendierten uneinheitlich. Der Nikkei 225-Index gab um 0,8% nach; der Yen tendierte etwas fester.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: Commerzbank
WKN: CBK100
ISIN: DE000CBK1001
Aktienindex: DAX
Homepage: http://www.commerzbank.de/
Branche: Finanzdienstleister - Großbank

Die Commerzbank gehört zu den größten Bankengruppen Deutschlands. Ein einschneidendes Ereignis in der Commerzbank-Historie ist die Übernahme der Dresdner Bank, die das Unternehmen von der Allianz gekauft hat. 2009 wurden die Gesellschaften verschmolzen. Der Zukauf hat die Commerzbank stark belastet und als eine Folge der US-Finanzmarktkrise musste die Gesellschaft mit milliardenschwerer Unterstützung des Bundes durch eine Teilverstaatlichung gerettet werden. Nach der Finanzmarktkrise hat die Commerzbank einen groß angelegten Konzernumbau eingeleitet, man will sich wieder vor allem auf die Geschäfte im Bereich der Privatkunden und Firmenkunden konzentrieren. Zum Commerzbank-Konzern gehört unter anderem auch die Comdirect Bank. An der SDAX-notierten Direktbank ist der Konzern mit mehr als 81 Prozent der Anteile beteiligt.

Die Commerzbank-Aktie gehört nach Marktkapitalisierung zu den wichtigsten Aktien am Frankfurter Aktienmarkt und ist unter anderem im DAX 30 notiert. Im DAX 30 ist sie neben der Aktie der Deutsche Bank der einzige Vertreter der Bankbranche.
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